Nicht wirklich - aber das merkst du dann schnell, wenn deiner mal da ist. 
Ich bin gerade das erste Mal mit dem Enyaq im Urlaub unterwegs.
Selbstverständlich bedarf es mit Enyaq mehr Planung, als mit dem Verbrenner vorher.
Ist übrigens das selbe Urlaubsgebiet in das wir schon vorher gefahren sind. Von daher sehr gut zu vergleichen.
Beim Verbrenner gab es bezüglich Tanken gar keine Planung...
Beim Enyaq fängt es schon damit an, dass man mindestens 1-2 Abos zum Laden haben sollte....
Die Strecke wurde vorher mit Verbrenner (inkl. kleinem Wohnwagen) ohne Tankunterbrechung gefahren.
Am nächsten Tag wurde an der nächsten Tankstelle im Dorf kurz vor dem Einkaufen in 5 Minuten vollgetankt und das reichte i.d.R. bis zur Abfahrt vom Urlaubsort.
Bezahlung: Kreditkarte am Automaten
Preisnachteil durch Kreditkartenzahlung: keiner
Selbst beim Solo-Enyaq ist die Tour bis zum Urlaubsort nur knapp mit 100% SOC machbar.
Um etwas Reserven zu haben, habe ich daher einmal nachgeladen.
Das möchte ich aber nicht an jeder Ladestation machen, sondern an einer schnellen, denn sonst wird die Reisezeit zu sehr gestreckt.
Auch während des Urlaubs kann ich das Laden an langsamen Säulen vergessen. Es befindet sich schlichtweg keine an Orten, wo ich mich länger aufhalte. Teuer sind sie zudem.
Eine schnelle Lade-Station finde ich zudem bei weitem nicht an jedem Ort der eine Tankstelle hat.
Eine von Ionity schon gar nicht.
Der Preisvorteil wegen des Abos ist bei Ionity aber so heftig, dass man davon auch Gebrauch machen will (außer im Urlaub brauche ich Ionity i.d.R. nicht....).
Wenn man die Auto-Energiekosten des Urlaubs möglichst mit Ionity Ladesäulen bestreiten will, kann man leider nicht mal auf die automatische Ladeplanung des Enyaqs zurück greifen, denn eine automatische Routenplanung mit ausgewählten Betreibern kann das Navi offenbar nicht.
Das erfordert dann noch mehr Planung....
Eine weitere Sache, die man beim E-Auto gerne im Blick behalten (planen) sollte:
Man sollte den Ladezustand im Auge behalten.
Kurz mal prophylaktisch bis 80% laden, weil es gerade gut passt und eine schnelle Ladestation auf dem Weg ist, kann keine so besonders gute Idee sein, wenn die Batterie noch rund zur Hälfte voll ist.
Dann geht die Ladegeschwindigkeit schlichtweg heftig in die Knie, so dass selbst diese 30% nachladen relativ lange dauern.
Mit rund 20 Minuten reiner Ladezeit wäre dann für gerade mal etwas mehr als 20kwh zu rechnen.
Ein Verhalten welches es beim Verbrenner nicht gibt und daher auch nicht eingeplant/beachtet werden muss.
Mein Fazit:
Mit Verbrenner ist es deutlich einfacher und es braucht, Ausnahme z.b. vielleicht nördlich des Polarkreises, außer, dass man die Kreditkarte dabei haben sollte, nichts geplant zu werden.
Zudem ist die Tankgeschwindigkeit nicht vom Inhalt des Tanks oder der Temperatur abhängig.
Da ich im Jahr maximal 2-3 längere Touren in den Urlaub fahre und ansonsten gar keine Lade-Planung brauche, weil ansonsten ausschließlich an der heimischen Wallbox geladen wird, kann ich gut damit leben und deshalb ist ein E-Auto für mich akzeptabel.