Beiträge von enopol

    Einzig die Akkukapazität lässt beim E-Auto zu wünschen übrig, aber auch das wird sich noch erübrigen. Man muss nur mal überlegen, wie lang der Verbrenner schon in der Entwicklung ist und welchen Effizienzgrad er erreicht hat im Vergleich zum E-Auto. Da ist massig Luft nach oben.

    Die Akkutechnik lässt allgemein noch zu wünschen übrig.

    U.a. deswegen sind die Akkus noch so groß und schwer und tragen allein aus diesen beiden Gründen zu einer weniger guten Fz-Effizienz bei.

    Die Effizienz des Akkus selbst, ist aber schon recht gut. Ich schätze mal (im Sommer...) um die 95%


    Bei der Effizienz ist beim Antrieb ebenfalls nicht mehr so wahnsinnig viel Luft nach oben. Den Drehstrommotor gibt es zudem auch schon sehr lange und Simpelst-Getriebe ebenfalls.


    Wenn man in so einem Fz heizen möchte, wird das auch zukünftig zu einem schlechteren Fz-Wirkungsgrad führen.

    (beim Verbrenner erhöht sich der Fz-Wirkungsgrad in dem Fall....)

    Das beste, was momentan verfügbar ist, um diesbezüglich die Effizienz zu steigern, ist die Wärmepumpe. Vielleicht kann man deren Einsatz noch etwas optimieren. Beim MEB hat die WP ja bekanntlich leider keine größere Wirkung.

    Genau diesen hatte ich vor dem Wechsel auf den zweiten Enyaq in Clever Ausführung 3 Monate . Denke aber auch, dass der Vergleich zwischen einem 1.0 TSI (Polo Klasse) und dem Enyaq etwas hinkt.

    Und ja beim "Beschleunigen" gehen halt die die 3 Zylinder auf Max Leistung. Am Berg ändert sich dann nur noch der Geräuschpegel. :)


    Trotzdem, den kann man sehr sparsam fahren und für die Klasse ein schönes Fahrzeug.

    Klar, vergleichen kann man es nicht, aber ein Octavia mit diesem Motor braucht kaum mehr Sprit.

    Der Octavia ist immerhin ein Auto, welches ziemlich exakt die gleiche Innengröße aufweist, wie der Enyaq.


    Der Scala ist mit seinen Maßen, Radstand und Kofferraum (467/1410L) größer als ein Golf bzw. größer als der kleinste MEB (ID.3). und damit relativ weit vom Polo entfernt.

    Selbst mit dem 110PS-1L-Motor beschleunigt er das Fz (und sogar den Octavia...) immerhin etwas flotter, als es mit dem iV50 möglich ist.

    Diesen Teil möchte ich mal herausgreifen.


    Wenn man nun beim Verbrenner einen Offset von 4L Benzin ansetzt (und in Abzug bringt), den er prinzipbedingt jederzeit unsinnigerweise verpulvert, kommt man auf folgendes:

    Es ging mir nur um die Relation, nicht um die absoluten Werte und auch nicht um den Preis.


    Beim Enyaq fällt halt der insgesamt "relativ" hohe Verbrauch/geringe Reichweite bei Minustemperaturen auf und, nach meinen Beobachtungen, rund 10-15% Mehrverbrauch halten sich auch auf längeren Strecken.


    Das ist bei dem Auto, was ich hier unfreiwillig testen kann (und auch bei meinem letzten Benziner), nicht der Fall. Spätestens ab 70Grad Öltemperatur (die wird im Cockpit zusätzlich angezeigt) ist und bleibt der Verbrauch im antriebsseitig, minimal möglichen Bereich. Das ist bei mir bei (wie immer...) verhaltener Fahrweise auf der Landstraße/Stadt und - 2Grad ca ab 20km der Fall.

    Schön ist dabei, dass man zudem keinen Gedanken an die eingestellte Innenraumtemperatur verschwenden muss.


    Natürlich erkauft man sich die unbegrenzte Heizmöglichkeit durch den grundsätzlich erheblich schlechteren Wirkungsgrad.

    Darüber gibt es m.E. keine Diskussion.

    Bei dem Benziner kommen aber keine dramatischen Reichweitenänderungen zustande. Ob ich nun (im Sommer) auf 900km oder im Winter schlimmstenfalls vielleicht mal auf 700km rutschen würde, spielt in der Praxis kaum eine Rolle.


    Beim Enyaq merke ich dagegen schon bei leichten Minusgraden, dass ich (noch) öfters laden muss.

    Etwas OT:

    Ich fahre seit ein paar Tagen gezwungenermaßen wieder Benziner, da Skoda nicht in der Lage zu sein scheint, ein relativ simples, elektronikfreies Teil in meinem Enyaq zeitnah zu wechseln.

    Es ist ein 2 Monate alter Skoda Scala (Kompaktwagen-Klasse) mit 110Ps und Automatik (DSG), der mir als Ersatz gestellt wurde.

    Dabei fallen einem natürlich sofort die Unterschiede ins Auge:

    Das Auto bleibt etwas länger kalt, es hat keine beheizbare Frontscheibe und der Motor macht halt merkwürdige Geräusche, wenn man anfährt oder mal etwas flotter beschleunigen will.


    Ansonsten gibt es einige Dinge, an die man sich nicht erneut gewöhnen muss:

    Z.B. Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent sind genau so "toll", wie beim Enyaq. Wirklich sehr ähnliches Verhalten, mit exakt den gleichen Fehlern an den gleichen Stellen, wie beim Enyaq.


    Zum Verbrauch bei, bis jetzt, ausschließlich leichten Frost (ca minus 1-3 Grad):

    Der Minimalverbrauch betrug 5,9L/100km Benzin auf der Landstraße.

    nach dem morgendlichen Start bin ich nach 8km bereits bei 7,5L/100km und ab dann geht es relativ zügig auf 6,5L/100km.


    An diese Relation kommen ich mit dem Enyaq unter den gleichen Bedingungen nicht heran und es ist nach fast einem Jahr durchaus mal wieder ein angenehmes Gefühl, nach rund 250km mit meist Kurzstrecke im Winter, noch 600km als Reichweite angezeigt zu bekommen.


    Trotzdem freue ich mich, wenn der Enyaq wieder fahrbereit ist. Er fährt sich angenehmer, die Wärme kostet zwar Reichweite, aber dafür ist sie auch zeitnah vorhanden. Ein beheizbares Lenkrad ist ebenfalls eine gute Sache...


    Die "Automatik" des Enyaq ist zudem um Welten besser, als die unharmonisch abgestimmte Kombination von DSG mit kleinem Benziner beim Skoda Scala.

    Die Reparatur eines Enyaqs kann schon zu einem Abenteuer werden.

    Ein Grund, mir keinen Tesla zu bestellen war übrigens, dass ich meinte, beim VW-Konzern diesbezüglich besser aufgehoben wäre....

    Vielen Dank.

    wenn ich mir die Verhältnisse bei meinem Enyaq anschaue, müsste man allerdings an vielen Stellen, auch in den unteren Front- und Heck-Etagen, für entsprechende Komponenten sorgen, die den Marder bei Berührung vertreiben.

    Der wird sich ja nicht unbedingt dort aufhalten, wo man es sich denkt...

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das von Erfolg gekrönt sein wird, denn es gibt sehr viele Bereiche, wo sich ein Marder aufhalten kann.


    Bei mir ist es ja nun anders gekommen.

    Es ist ein Garantiefall und durch den Umstand, dass es offenbar sehr schwierig für ein größeres Autohaus ist, so einen elektroniklosen Wärmetauscher mit insgesamt genau 4 Rohr-Anschlüssen, zu tauschen habe ich jetzt, nach genau einer Woche, einen Ersatzwagen bekommen.....


    Die Schwierigkeiten, die mir genannt wurden sind:

    Personalknappheit in Zusammenwirken mit fehlender Befähigung für HV-Komponenten (obwohl der WT selbst kein Hochvoltbauteil ist)

    Zu vermuten ist daher zudem:

    Ersatzteil kommt nicht schnell genug und/oder eventuell fehlende Kenntnisse/Einrichtungen für R744-Anlagen (Wärmepumpe). Soviel Erfahrung dürfte bei VW/Skoda-Service mit dem R744-Kältemittelkreislauf noch nicht vorhanden sein, denn den gab es erst ab ID.3.

    Wir haben es hier mit einer externen Wärmetransfer zu tun von einer Flüssigkeit auf einen Festkörper. Das Fraunhofer Institut (ISI und ICT) hat dazu einmal ausgesagt man kann die Li Ion Batterie in ihrer spezifische Wärmekapazität mit Aluminium gleichsetzen, somit hätten wir ca. 900Joule pro Kilogramm Kelvin. Somit hätten wir also bei unserem ENYAQ mit 350-490kg Batteriegewicht, wenn er sie von 0 auf 20 Grad bringen soll:

    350-490 * 900 * 20 = 6'300'000 - 8'820'000 Joule = 1750 - 2450 Wh

    Bedeutet im Umkehrschluss, dass der PTC-Heizer eine knappe halbe Stunde für gerade mal 20 Grad Temperaturdifferenz benötigen würde, sofern sich die Batterie in einem gut isolierten Behältnis mit geringer Wärmekapazität befinden würde.


    Dass die Abkühlung durch einen entsprechend kalten Fahrtwind (im genannten Fall meist ca 0 Grad), eventuell noch mit zusätzlicher Verdunstungskälte (Spritzwasser am Fz-Boden durch nasse Fahrbahn), erheblich ist, wurde hier im Forum m.E. mit Auskühlungskurven ja schon belegt.


    Die rund 3% Energieaufwand (unter Laborbedingungen) in Relation zum Nennenergieinhalt der großen Batterie wären zwar wenig, die Heizleistung in Anbetracht der Batteriemasse und der real immer vorhandenen Auskühlung durch kälteren Fahrtwind aber auch.

    so wie du es in deinem Fall geschildert hast, soll es bei mir auch sein.

    Der Wärmetauscher (zum Kühlkreis Batterie/Antrieb) könnte daher ein kritischer Punkt des Enyaq werden.....


    Jetzt muss der Enyaq allerdings erst einmal zu einer anderen Werkstatt, die dafür ausreichend zertifiziert ist.....immerhin kommen keine Kosten auf mich zu.