Beiträge von enopol

    Die hohe Spitzenleistung der E-Motoren ist doch nur eine technische Eigenschaft, die man halt werbewirksam einsetzen kann. Wenn wir uns bei den Diskussionen auf die Dauerleistung beziehen würden, sähe das alles anders aus. Die 70kW des APP310 sind sicher nicht zu viel für so ein Auto wie den Enyaq.

    Für die üblichen Anwendungsfälle großer Leistung, also überholen, auf AB-Auffahrten beschleunigen und wilde Ampelstarts, ist die Dauerleistung relativ uninteressant.

    Bis es dadurch zum Einbremsen kommen würde, ist längst alles vorbei....

    Für all diese beliebten Übungen kommt es daher ausschließlich auf die maximal mögliche Leistung an.


    Die Dauerhöchstgeschwindigkeit ist zudem oftmals so gewählt, dass es auch bei längeren Abschnitten mit Vmax i.d.R. nicht zum Ausreizen der Dauerleistung kommt. Z.b. bei allen MEBs.

    Man muss sich halt vorher überlegen, wie man das Auto nutzen will.

    Fährt man häufig Langstrecke und will möglichst wenig Pausen machen, ist die große Batterie vorteilhaft.

    Macht man das nicht oder sind einem Zwischenstops mit 30+ Minuten Dauer nicht zuwieder, reicht die kleinere völlig aus. Mit der Größeren würde man nur unnötig ungenutzte Ressourcen spazieren fahren. Genau deswegen habe ich den 60er genommen und somit keinen "Fehler" gemacht.


    Dass einige BEV-Neulinge erstaunt sind über den Rückgang der angezeigten Reichweite im Winter ist nicht ungewöhnlich. Die melden sich auch erstaunt/besorgt, wenn sie die große Batterie genommen haben und das gleiche Verhalten, nur mit etwas größeren Zahlen, beobachten müssen.

    Dumm ist nur, wenn man sich als Neuling auf die durchschnittlichen oder gar die Verbräuche im Sommerhalbjahr eingestellt hat, die so vermeldet werden und daraufhin meint, mit der 58kW-Batterie gerade noch hin zu kommen.....


    Die 77kWh-Batterie bietet halt immer rund 30% mehr Reichweite und im Winter ist das halt bereits bei kürzeren Strecken recht angenehm.

    Mich zwingt keiner unbedingt zu Überholen. Allerdings die, die ihr Zeitkonto überzogen haben. Für mich und meine Ehefrau haben wir gelernt unser Zeitkonto in Sachen mit einem PKW von A nach B zu kommen ohne Überziehung unser Zeitkontos entspannt elektrisch unterwegs zu sein. Stress macht alt und hässlich.

    dann bist du aber wohl eher die rühmliche Ausnahme, denn irgendwie scheinen es die E-Auto-Kunden ja wichtig zu finden, dass die Fz viel Leistung haben. Sonst würden die Hersteller ja nicht weiter in diese Richtung gehen und die 204PS des iV80 müssten dann auch nicht auf rund 280PS hochgesetzt werden.


    Wofür braucht man bei Autos, die i.d.R. deutlich geschwindigkeitsbegrenzt sind, häufig nur eine kleine Anhängelast besitzen ansonsten mehr Leistung, als viellecht 120PS, wenn man zudem nicht unbedingt überholt oder dramatisch schnell die AB-Auffahrt absolvieren möchte?


    da fällt mir jetzt auf die Schnelle nicht so wirklich etwas ein.....


    Die mittlerweile obligatorischen 250-400PS von Mittelklasse-Allerwelt-E-Autos sieht und hört man denen ja nicht mal an.....eine unmittelbare Außenwirkung, wenn man nicht "flott" unterwegs ist, fehlt daher zudem.

    wenn der Octavia ebenfalls 299PS anstatt nur 245 hätte, wäre das sicher möglich.....

    Was den jetzt?

    dürfte nicht so schwer zu verstehen sein:

    An einer Baustellenausfahrt auf der AB gibt es, außer das man es gut findet, eigentlich keinen Grund, voll heraus zu beschleunigen.

    Machen nach meinen Beobachtungen auch nur die wenigsten.


    Wenn man auf einer Landstraße überholen will, ist viel Leistung wichtig und deswegen sind dort Fz mit kurzen Beschleunigungszeiten von 80-120km/h bzw, 60-100km/h im Vorteil.


    Bei AB-Auffahrten ist der Geschwindigkeitsbereich eher unwichtig, denn es muss i.d.R. ja erstmal nur bis 90km/h beschleunigt werden und es muss i.d.R. auch nicht ab 0km/h beschleunigt werden.

    Wenn du im zweiten Gang mit einem 200PS-Verbrenner der ca 1600kg wiegt auf die AB-Auffahrt fährst, bis du halt noch schneller unterwegs als ein iV80.


    Klar, man muss weder unbedingt überholen, noch unbedingt mit voller Leistung auf die rechte AB-Spur raufbrettern, wo in der Regel 90km/h das Maß der Dinge ist.

    So gesehen, würde ein Dacia Spring reichen....irgendwann würde auch der auf die AB kommen und aufs Überholen sollte man halt gänzlich verzichten.....


    Es wird aber schon seinen Grund haben, weswegen VW nach so kurzer Produktionszeit als größten Heckantrieb der MEBs eine erheblich leistungs- und drehmomentgesteigerte Version auf den Markt gebracht hat.


    Mit der 204PS-Heckantriebsversion kann man bei fast 2,2T gegenüber der angepeilten Konkurrenz keinen Blumentopf gewinnen und wird in Vergleichstests immer die rote Laterne führen.

    Ich weiß, wie es im Kontext gemeint ist und stimme dem daher auch zu.


    Allerdings regelt mein ENYAQ dann doch so schnell ab, dass selbst der zusätzliche Reifenverschleiß überschaubar bleiben müsste.

    Bei sehr guter Fahrbahnbeschaffenheit ist beim Heckantrieb eines ca 2,2T Fz mit rund 11tN Maximalzugkraft nicht unbedingt etwas ab zu regeln....

    Der erhöhte Abrieb erfolgt übrigens auch dann, wenn man noch keine durchdrehenden Räder hat.

    Was die Fahrleistung angeht, du machst auch im Zwischensprint 80 auf 120 jeden normalen Verbrenner nass...Allein die 2 Sekunden bis sich das DSG entschieden hat, welcher Gang gebraucht wird, ist man mit dem Enyaq doch schon 100m weg.


    Oft genug gemacht auf der A20 aus der Baustelle raus.


    Das gilt aber für jedes eAuto.

    Das Sprintvermögen von 80-120km/h ist an der Baustellenausfahrt, zumindest für mich, relativ unwichtig.

    Warum sollte ich an einer solchen Stelle volle Pulle beschleunigen.....ist m.E. etwas sinnlos.

    Mache ich höchstens manchmal aus Gag mit dem Motorrad....


    Ähnlich sinnfrei ist meist auch die Möglichkeit recht schnell ab 0km/h beschleunigen zu können (was der iV80 bis ca 50km/h übrigens, trotz Übergewicht, ganz gut schafft).

    Bei dieser Ampelübung haben selbst schwächere E-Autos in der täglichen Praxis gegenüber Verbrennern die Nase vorn, weil, außer ein paar spät Pubertierender, keiner mit erhöhter Drehzahl auf den "Startschuss" wartet, um das "Ampelrennen" zu gewinnen.

    Beim E-Auto ist diese meist sinnfreie Übung übrigens auch nicht unbedingt zu empfehlen, denn das geht erheblich auf die Reifen.


    Für mich ist das Sprintvermögen von 80-120km/h beim Überholen, hauptsächlich auf der Landstraße, wichtig, denn hauptsächlich dort kommt es drauf wie schnell man wieviel PS mobilisieren kann und wie schwer das Fz ist.


    Beim Überholen hat man beim Verbrenner die Möglichkeit rechtzeitig vorher den dann passenden Gang ein zu legen (oder zumindest den S-Modus der Automatik).

    U.a. dafür gibt es bei Verbrennern sogenannte Getriebe....

    Wenn man mit einem normalgewichtigen 200PS-Verbrenner-Pkw (ca 1600kg) bei 70-80km/h hinter dem Lkw auf der Landstraße den 3 Gang wählst, hätte ein iV80 dagegen keine Chance.


    Der eigentliche Vorteil jedes E-Autos ist, dass solche Vorgänge fahrerisch anspruchsloser sind, denn der E-Autofahrer kann in solchen Situationen i.d.R. nichts einstellen (kann sich auch nicht "verschalten") und kann eben trotzdem relativ flotte Manöver fahren.

    Zudem gibt ein E-Auto mangels Geräuschen, akustisch nicht zu verstehen, ob es voll beschleunigt oder nicht, was ich als sehr angenehm empfinde.