Beiträge von enopol

    Diesen Teil möchte ich mal herausgreifen.


    Wenn man nun beim Verbrenner einen Offset von 4L Benzin ansetzt (und in Abzug bringt), den er prinzipbedingt jederzeit unsinnigerweise verpulvert, kommt man auf folgendes:

    Es ging mir nur um die Relation, nicht um die absoluten Werte und auch nicht um den Preis.


    Beim Enyaq fällt halt der insgesamt "relativ" hohe Verbrauch/geringe Reichweite bei Minustemperaturen auf und, nach meinen Beobachtungen, rund 10-15% Mehrverbrauch halten sich auch auf längeren Strecken.


    Das ist bei dem Auto, was ich hier unfreiwillig testen kann (und auch bei meinem letzten Benziner), nicht der Fall. Spätestens ab 70Grad Öltemperatur (die wird im Cockpit zusätzlich angezeigt) ist und bleibt der Verbrauch im antriebsseitig, minimal möglichen Bereich. Das ist bei mir bei (wie immer...) verhaltener Fahrweise auf der Landstraße/Stadt und - 2Grad ca ab 20km der Fall.

    Schön ist dabei, dass man zudem keinen Gedanken an die eingestellte Innenraumtemperatur verschwenden muss.


    Natürlich erkauft man sich die unbegrenzte Heizmöglichkeit durch den grundsätzlich erheblich schlechteren Wirkungsgrad.

    Darüber gibt es m.E. keine Diskussion.

    Bei dem Benziner kommen aber keine dramatischen Reichweitenänderungen zustande. Ob ich nun (im Sommer) auf 900km oder im Winter schlimmstenfalls vielleicht mal auf 700km rutschen würde, spielt in der Praxis kaum eine Rolle.


    Beim Enyaq merke ich dagegen schon bei leichten Minusgraden, dass ich (noch) öfters laden muss.

    Etwas OT:

    Ich fahre seit ein paar Tagen gezwungenermaßen wieder Benziner, da Skoda nicht in der Lage zu sein scheint, ein relativ simples, elektronikfreies Teil in meinem Enyaq zeitnah zu wechseln.

    Es ist ein 2 Monate alter Skoda Scala (Kompaktwagen-Klasse) mit 110Ps und Automatik (DSG), der mir als Ersatz gestellt wurde.

    Dabei fallen einem natürlich sofort die Unterschiede ins Auge:

    Das Auto bleibt etwas länger kalt, es hat keine beheizbare Frontscheibe und der Motor macht halt merkwürdige Geräusche, wenn man anfährt oder mal etwas flotter beschleunigen will.


    Ansonsten gibt es einige Dinge, an die man sich nicht erneut gewöhnen muss:

    Z.B. Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent sind genau so "toll", wie beim Enyaq. Wirklich sehr ähnliches Verhalten, mit exakt den gleichen Fehlern an den gleichen Stellen, wie beim Enyaq.


    Zum Verbrauch bei, bis jetzt, ausschließlich leichten Frost (ca minus 1-3 Grad):

    Der Minimalverbrauch betrug 5,9L/100km Benzin auf der Landstraße.

    nach dem morgendlichen Start bin ich nach 8km bereits bei 7,5L/100km und ab dann geht es relativ zügig auf 6,5L/100km.


    An diese Relation kommen ich mit dem Enyaq unter den gleichen Bedingungen nicht heran und es ist nach fast einem Jahr durchaus mal wieder ein angenehmes Gefühl, nach rund 250km mit meist Kurzstrecke im Winter, noch 600km als Reichweite angezeigt zu bekommen.


    Trotzdem freue ich mich, wenn der Enyaq wieder fahrbereit ist. Er fährt sich angenehmer, die Wärme kostet zwar Reichweite, aber dafür ist sie auch zeitnah vorhanden. Ein beheizbares Lenkrad ist ebenfalls eine gute Sache...


    Die "Automatik" des Enyaq ist zudem um Welten besser, als die unharmonisch abgestimmte Kombination von DSG mit kleinem Benziner beim Skoda Scala.

    Die Reparatur eines Enyaqs kann schon zu einem Abenteuer werden.

    Ein Grund, mir keinen Tesla zu bestellen war übrigens, dass ich meinte, beim VW-Konzern diesbezüglich besser aufgehoben wäre....

    Vielen Dank.

    wenn ich mir die Verhältnisse bei meinem Enyaq anschaue, müsste man allerdings an vielen Stellen, auch in den unteren Front- und Heck-Etagen, für entsprechende Komponenten sorgen, die den Marder bei Berührung vertreiben.

    Der wird sich ja nicht unbedingt dort aufhalten, wo man es sich denkt...

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das von Erfolg gekrönt sein wird, denn es gibt sehr viele Bereiche, wo sich ein Marder aufhalten kann.


    Bei mir ist es ja nun anders gekommen.

    Es ist ein Garantiefall und durch den Umstand, dass es offenbar sehr schwierig für ein größeres Autohaus ist, so einen elektroniklosen Wärmetauscher mit insgesamt genau 4 Rohr-Anschlüssen, zu tauschen habe ich jetzt, nach genau einer Woche, einen Ersatzwagen bekommen.....


    Die Schwierigkeiten, die mir genannt wurden sind:

    Personalknappheit in Zusammenwirken mit fehlender Befähigung für HV-Komponenten (obwohl der WT selbst kein Hochvoltbauteil ist)

    Zu vermuten ist daher zudem:

    Ersatzteil kommt nicht schnell genug und/oder eventuell fehlende Kenntnisse/Einrichtungen für R744-Anlagen (Wärmepumpe). Soviel Erfahrung dürfte bei VW/Skoda-Service mit dem R744-Kältemittelkreislauf noch nicht vorhanden sein, denn den gab es erst ab ID.3.

    Wir haben es hier mit einer externen Wärmetransfer zu tun von einer Flüssigkeit auf einen Festkörper. Das Fraunhofer Institut (ISI und ICT) hat dazu einmal ausgesagt man kann die Li Ion Batterie in ihrer spezifische Wärmekapazität mit Aluminium gleichsetzen, somit hätten wir ca. 900Joule pro Kilogramm Kelvin. Somit hätten wir also bei unserem ENYAQ mit 350-490kg Batteriegewicht, wenn er sie von 0 auf 20 Grad bringen soll:

    350-490 * 900 * 20 = 6'300'000 - 8'820'000 Joule = 1750 - 2450 Wh

    Bedeutet im Umkehrschluss, dass der PTC-Heizer eine knappe halbe Stunde für gerade mal 20 Grad Temperaturdifferenz benötigen würde, sofern sich die Batterie in einem gut isolierten Behältnis mit geringer Wärmekapazität befinden würde.


    Dass die Abkühlung durch einen entsprechend kalten Fahrtwind (im genannten Fall meist ca 0 Grad), eventuell noch mit zusätzlicher Verdunstungskälte (Spritzwasser am Fz-Boden durch nasse Fahrbahn), erheblich ist, wurde hier im Forum m.E. mit Auskühlungskurven ja schon belegt.


    Die rund 3% Energieaufwand (unter Laborbedingungen) in Relation zum Nennenergieinhalt der großen Batterie wären zwar wenig, die Heizleistung in Anbetracht der Batteriemasse und der real immer vorhandenen Auskühlung durch kälteren Fahrtwind aber auch.

    so wie du es in deinem Fall geschildert hast, soll es bei mir auch sein.

    Der Wärmetauscher (zum Kühlkreis Batterie/Antrieb) könnte daher ein kritischer Punkt des Enyaq werden.....


    Jetzt muss der Enyaq allerdings erst einmal zu einer anderen Werkstatt, die dafür ausreichend zertifiziert ist.....immerhin kommen keine Kosten auf mich zu.

    Gibt es eigentlich einen wirksamen Einbau-Marderschutz für den Enyaq?

    Soweit ich es sehe, wird sich das Loch vermutlich ziemlich tief im Vorderwagen befinden müssen. Da würde es nicht viel nützen, in der obersten Etage des iV80 irgendwelche geladene Plättchen zu befestigen....


    Am Heck befindet sich m.E. die andere Haupteinflugschneise für Getier....

    Ist beim Verbrenner nicht so viel anders, nach einer Tankfüllung auf der AB mit Vollgas ist die errechnete Reichweite eine andere, als nach einer Füllung im Rentner Tempo auf der Landstraße. 8o Nur beim E Auto sind die Umwelteinflüsse stärker zu merken. Regen, Schnee, Gegenwind und Kälte treiben den Verbrauch straff nach oben.

    mein Enyaq zeigt mir in gut 90% der Fälle nach meiner AC-Standardladung auf 80% einen zu optimistischen Reichweitenwert an.

    Ich führe darüber bei jeder Ladung Buch.....


    Autobahn fahre ich so gut wie nie.

    Es geht eigentlich nur immer um die selben Stadt- und Landstraßenstrecken und ich fahre auch nicht mal schnell und mal langsam, sondern immer ziemlich gleich bleibend.


    Dass man die Reichweite bei einer schnellen AB-Fahrt, nicht mit der bei einer gemäßigten Landstraßenfahrt vergleichen sollte, dürfte selbst in Verbrennerkreisen einen größeren Bekanntheitsgrad haben.