Beiträge von enopol

    Ich verfolge diese Verkehrszeichenerkennungsthematik immer wieder hier... könnte mal vielleicht irgendjemand mit einem einigermaßen validen Zugang zu Skoda, VW, Audi, Seat, Lamborghini/einem Techniker/Komponentendatenbank, uns hier ein für alle Mal und endgültig erklären wie diese Technik letztendlich funktioniert.

    Interne Infos wären toll, sind aber, zumindest nach meiner bisherigen, langjährigen Erfahrung in Foren mit Fz des VW-Konzerns noch nicht passiert.

    Das ist bei anderen Themen auch nicht anders. Die meisten tiefer gehenden Infos sind durch Foren, Videos o.ä. zustande gekommen. s. z.b. Speicher.


    Es gibt z.b. einen Erklärfilm von VW zur Verkehrszeichenerkennung.

    Dort wird gesagt, dass die Verkehrszeichenerkennung unterschiedliche Informationen verarbeitet.

    Verkehrszeichen erkennt sie mit "einer Kamera im Spiegelfuß".

    Die Verkehrszeichen werden nicht über die Frontkamera vor dem Innenspiegel erkannt.

    Nachdem ich diese testweise blindgemacht habe, wurden mir die Verkehrszeichen immer noch im Tacho angezeigt. Eine weitere Kamera habe ich noch nicht gefunden, ausgenommen die Rückfahrkamera

    also erkennt dein Fz kein Verkehrszeichen, welches in der Datenbank nicht hinterlegt ist?


    Fährt es an jeder Kurzzeitbaustelle mit Geschwindigkeitsbeschränkung, ohne veränderte Geschwindigkeitsanzeige im Cockpit, auf die dort aufgestellten Schilder, unbeeindruckt weiter?


    Also meines kann das.....zumindest meistens


    Wieso werden im Cockpit/Navi teilweise Geschwindigkeiten angezeigt, die so nicht in der Heredatenbank vermerkt sind?

    Als Input für die Geschwindigkeit die gefahren werden soll (nur darum ging es bei der Bimmelei bei zu hoher Geschwindigkeit), können nur die festen Datenbankwerte und die vom Fz selbst erkannten Geschwindigkeitshinweise/Schilder infrage kommen.


    Das GPS, der Abstandsradar, die Radsensoren und die hinteren und vorderen Sensoren usw., haben mit der Geschwindigkeit, die laut geltenden Verkehrsregeln auf der aktuell befahrenen Straße maximal gefahren werden soll/darf absolut nichts zu tun.


    Die VZE kann ausschließlich über die Frontkamera als Input erfolgen. Sonst gibt es meines Wissens keinen Sensor, der Verkehrszeichen erkennen könnte und in der Heredatenbank sind nur Geschwindigkeiten für Straßenabschnitte gespeichert, aber m.E. keine VZ.

    Zudem haben fest gespeicherte Werte kaum etwas mit "Erkennung" zu tun.


    Welche einzelnen Komponenten im Fz, außer der Frontkamera als Sensor, für die VZE zuständig sind oder wie die Aufgabenverteilung zwischen unterschiedlichen Fz-Komponenten erfolgt, ist in dem Zusammenhang uninteressant.

    Die laut Fz geltende, maximal zulässige Geschwindigkeit erscheint auch in der kleinen Cockpitanzeige und im HUD. Deswegen werden diese Komponenten trotzdem nicht an der VZE beteiligt sein, sondern lediglich das Ergebnis anzeigen.


    Interessant ist nur, dass die VZE im Fz statt findet und daher für alle Fehler, die mit der VZE zusammenhängen, wie z.b. der von mir oben genannte Fall,, die VZE im Fz verantwortlich ist.

    Vor dem AC-Nachladen schaue ich auf die angezeigte Restreichweite und den SOC.

    Dann notiere ich mir im Fz (die App bietet diese wenigen zusätzlichen Daten ja leider nicht) im Fenster "Ab Laden":

    die gefahrenen km,

    die Durchschnittsgeschwindigkeit und den Verbrauch/100km.


    Nach dem Laden notiere ich wieder den SOC, die angezeigte Reichweite und die real geladene Energie laut Wallbox-Stromzähler.


    (Die Durchschnittsgeschwindigkeit dient für mich nur als Hinweis auf das Fahrprofil, so dass ich z.b. AB-Fahrten von meinen üblichen Landstrecken später ungefähr unterscheiden kann)


    Dadurch kann ich

    1. den realen Verbrauch/100km ab dem letzten Laden feststellen (Verbrauch laut Stromzähler/gefahrene km x 100)

    2. den Ladeverlust feststellen, da mir zusätzlich der Verbrauch/100km laut BC bekannt ist.

    3. den Energieinhalt für 100% SOC, aus der SOC-Differenz, BC-Gesamtverbrauch/100km und den gefahrenen km laut BC hochrechnen.

    Das erfüllt sicherlich keine wissenschaftlichen Ansprüche, aber es reicht mir persönlich als Überblick für den Batteriezustand.

    Ein OBD-Diagnose-Dongle ist dafür zudem nicht notwendig.


    Die einzige ernsthafte Unsicherheit sind bis hierhin, die %-Angaben des Bordcomputers für den SOC, denn die sind nun mal geschätzt.

    Alle anderen Werte sind mehr oder weniger genau gemessen/messbar.


    Zur Reichweitenanzeige:

    Wenn man mal feststellen möchte, wie sich der BC die Reichweite zusammen "würfelt", kann man die versprochene Reichweite nach dem letzten Laden mit der km-Zahl vergleichen, die sich aus der Summe der angezeigten Restreichweite vor dem nächsten laden und den gefahrenen km ergibt, sofern jeweils bis zum gleichen SOC (bei mir nahezu ausschließlich 80%) geladen wurde.

    Auch wenn sich die Außentemperatur und das Fahrprofil seit dem letzte Laden nicht sehr verändert haben, komme ich meist zu deutlichen Abweichungen.

    Mich stört, wenn die VZE als Input-Geber für die Umsetzung des Inputs „verantwortlich“ gemacht wird - nicht mehr, aber auch nicht weniger, und das musste ich heute halt mal schreiben.😀

    Ich hatte ja geschrieben, wofür die VZE verantwortlich ist.


    Bin vorhin bei einem 30er-Schild mit Zusatz "Mo-Fr, 150m" vorbeigefahren, welches schon seit Jahren dort steht:

    Mo-Fr kann die VZE leider nicht.

    150m kann die VZE leider auch nicht.

    Von daher wurden es dann runde 400m mit 30km/h, obwohl heute Sonntag ist und damit 50km/h erlaubt sind.

    In der Here-Datenbank, die ich für den Straßenabschnitt eben gerade überprüft habe, stehen in beide Fahrtrichtungen jeweils 50km/h.


    Der Inputgeber für diese Fehlleistung ist die Fz-Kamera. Verarbeitet werden diese Daten im Fz.

    Diese beiden Komponenten fasse ich mal als VZE zusammen und die sind dafür verantwortlich oder würdest du das anders sehen?

    hatte ich es vorher so beschrieben, dass das zu ungenau war?

    AMS (für die ja auch A.Bloch arbeitet) veröffentlicht für jedes Fz dessen Energiebedarf bei 130km/h.

    Das finde ich, gerade für Leute die mit E-Autos viel auf ABs unterwegs sind, durchaus interessant.


    Unter welchen Bedingungen dieser Wert wie bestimmt wird, weiß ich allerdings nicht. Ich hoffe aber mal, dass es sich um gut vergleichbare Werte handelt.


    Für die Verbrauchswerte, die AMS bei Fz-Tests ermittelt, trifft das ja leider nicht zu und wenn der Test im Winter stattfindet, sind die Verbrauchswerte halt erhöht und nicht mit denen von E-Fz-Tests aus dem Sommer vergleichbar.

    Welchen Sinn macht dann die Verkehrszeichenerkennung, wenn sie Kartendaten nicht verifizieren kann – dadurch, dass kein Tempolimit vor Ort erkannt wird, wenn es keins gibt?

    es gibt auf allen Straßen in D, außer auf einigen AB-Abschnitten, immer ein Tempolimit, welches zu beachten ist....wenn die VZE (auch ohne Datenbank...) sehr gut wäre, würde sie grundsätzlich das richtige Limit anzeigen.

    Davon ist die VZE aber meilenweit entfernt.

    Von einem Fahrer wird ja letztendlich verlangt, dass er jederzeit in der Lage ist, das korrekte Tempolimit zu beachten.


    Offenbar ist es bei der VZE manchmal so, dass, wenn eine zeitlang kein reales Geschwindigkeits-VZ auftaucht bzw. erkannt wird (ist ja nicht dasselbe...), auf die Geschwindigkeitswerte der Here-Datenbank zurück gegriffen wird.


    Wenn aber ein VZ auftaucht und die VZE es erkennt, dann gilt erst einmal die Geschwindigkeits-Info, welche die VZE meint erkannt zu haben.

    In dem Moment und noch eine bestimmte Strecke danach, spielen die Datenbankwerte keine Rolle.


    Ansonsten sind die Geschwindigkeitsdaten der Here-Datenbank hauptsächlich dazu da, bei Einsatz von TA, pACC oder D(A), voraus befindliche Geschwindigkeitsreduktionen zu erkennen und rechtzeitig die Bremsung/Rekuperation ein zu leiten.

    Die VZE selbst ist dazu ja nicht in der Lage....