Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass es sich um eine Alibi-Reparatur handelt, da man letztendlich nicht viel machen kann und die normale Garantiezeit kostengünstig überstehen muss.
Die Bremstrommel abnehmen, etwas Dichtmittel im Nabenbereich verteilen und das Ganze wieder zusammenbauen wäre relativ kostengünstig....
manchmal darf man seinem eigenen Urteil auch trauen, vor allem dann, wenn es für die TPI (so sehe ich es) keine grundsätzlich passende Begründung für das Phänomen gibt, um das es hier geht.
mein Kenntnisstand ist, dass der Bereich an der Nabe nach außen mit einem Dichtmittel abgedichtet wird.
Dort gibt es anscheinend "Öffnungen" zum Trommelinneren.
Gegen was dichtet so eine Maßnahme ab?
Gegen flüssiges Wasser, welches von außen kommt und eventuell schon auf der Trommelaußenfläche war.
In welchen Zustand verhindert diese Abdichtung den Wassereintritt?
Nahezu nur im Stand, denn während der Fahrt würde sämtliche Flüssigkeit auf der Trommel nach außen gedrängt werden und könnte gar nicht bis zur Nabe vordringen.
Wenn das Fz komplett abgedeckt ist und daher auch kein flüssiges Wasser an die Räder kommt, dürfte es auch ohne Abdichtung niemals zum Knallen kommen.
Kommt es aber....
Selbst wenn ein paar Tropfen im Stand im Bereich der Nabe ins Innere der Trommel kommen :
Die kommen nicht an die Bremsbeläge, weil sich die Tropfen im Stand senkrecht nach unten bewegen.
Im unteren Bereich der Trommel liegen die Bremsbeläge nicht an.....
Verhindert diese Abdichtung Kondensation im Innern der Trommel?
Eindeutig: Nein.
Die größte Öffnung der Trommel nach außen ist nach wie vor der äußere Ringspalt und der ist nicht von der TPI betroffen und er ist mit "etwas Dichtmittel" auch nicht ab zu dichten.
Über den Ringspalt kann die Außenluft jederzeit ins Innere der Trommel gelangen und wenn die physikalischen Voraussetzungen vorhanden sind, kann die Feuchtigkeit der Luft an allen Bauteilen der Bremse kondensieren.
Dann befindet sich überall Wasser (Tropfen) in der Trommel und nicht nur an derem unteren Rand....