Beiträge von enopol

    ist halt recht unterschiedlich, wie man eine Geschwindigkeitsübertretung wahrnimmt....


    30km/h in einer Spielstraße sind bereits eine deutliche Überschreitung der zul Geschwindigkeit.

    Gilt übrigens auch für Fahrräder....

    Ab ca 35km/h können laut Bussgeldrechner 143,50€ plus 1 Punkt die Folge sein.

    Wenn jemand lustig mit 50km/h in so einer Zone fährt, wäre man schon im Bereich von über 200€, mindestens 1 Punkt und Fahrverbot.

    Darüber machen sich aber offensichtlich nur wenige Leute Gedanken bzw. wird die zul Geschwindigkeit in solchen Zonen m.E. von den meisten Fahrern deutlich überschritten.


    Stattdessen wird das, absolut Bussgeld-freie, genaue Einhalten der jeweils zul Geschwindigkeit per Offset bereits teilweise angeprangert....muss man nicht unbedingt verstehen.

    Ich möchte mal wissen, wie das im Durchschnitt bei Spielstraßen ist....dort ist eigentlich nur "Schrittgeschwindigkeit" erlaubt, wobei 7-10km/h offenbar geduldet sein sollen.

    Nach meinen Beobachtungen werden Spielstraßen oftmals eher als 30er-Zonen interpretiert, denn das ist ansonsten die langsamste Zone, die man so kennt....


    Fz, die ernsthaft zwischen 7 und10km/h fahren, sehe ich dort so gut wie nie und das ist, je nach Streckenlänge, jedenfalls bei mir, eine Folge dessen, dass der Tempomat in dem Bereich ohne Funktion ist.

    (ich weiß es tatsächlich nicht: wie ist es bei TA/pACC?)


    Offenbar ist die Schwelle, selbst, aus dem Bauch heraus, zu bestimmen, was noch richtig ist, dort um ein Vielfaches niedriger, als auf normalen Straßen.


    Hier ging es dagegen, im Zusammenhang mit pACC/TA ja lediglich um einen Geschwindigkeits-Offset, der, sofern richtig ermittelt und eingehalten, niemals zu einer Übertretung der zul. Höchstgeschwindigkeit führt.

    Ich frage mich vorallem, wie lange das System die Dauerlast aushält. Also nehmen wir mal an Akku ist voll, 20°C draußen mit Sonnenschein und leere Autobahn. Wie lange kann ich da geradeaus mit 180km/h fahren?

    In den Test von Auto. Motor und Sport wird seit einiger Zeit u.a. auch der Leistungsbedarf von Fz bei 130km/h angegeben.

    Enyaqs mit "Normal"-Karosserie kommen dabei so ca auf 30kW.

    Mit dieser Angabe als "Kontrollwert" und den (zumindest teilweise) bekannten Angaben des Enyaqs bezüglich Querschnittsfläche, CW-Wert und Gewicht komme ich für 180km/h bei einem unbeladenen Enyaq auf ca 67kW.

    Für 160km/h auf gute 49kW.


    Es ist also beim iV85, wenn der 180km/h quasi unter Laborbedingungen fährt (keine Steigung, kein Wind, sehr gute Fahrbahn) in jedem Fall noch ca 10% Luft nach oben, bis dessen Dauerleistung von 77kW, die er ja 30 Minuten durchhalten sollte, erreicht ist.

    90km am Stück mit wirklich konstant 180km/h dürften in der Realität in D nicht zu fahren sein.


    Mit dem Verbrenner kann man die Temperaturentwicklung des Antriebs nicht wirklich vergleichen. Der Verbrenner hat einen Antriebs-Wirkungsgrad von 30 bis bestenfalls 40%.

    D.h. im Umkehrschluss, dass insgesamt 60-70% der im Fz eingesetzten Leistung als Wärme abgeführt werden müssen.


    Bei einem mechanischen Leistungsbedarf von rund 70kW (bei konstant 180km/h) reden wir daher von rund 140kW-Gesamt-Wärmeleistung.

    Davon geht natürlich auch ein großer Teil über die heißen Abgase in die Umwelt.

    Ca (ganz grob geschätzt) mit der gleichen Leistung, die dem Antrieb mechanisch zukommt, wird das Kühlwasser und der Motorblock erwärmt, also grob geschätzt ebenfalls rund 70kW.


    Beim Enyaq ist der Teil der eingesetzen (Batterie-)Leistung, der für die (ungewollte) Erwärmung des Antriebs infrage kommt, deutlich geringer.

    Der Motor plus Regel-Elektronik/12V-Ladewandler usw. hat geschätzt rund 90-95% Wirkungsgrad und die Batterie m.E. ungefähr 95%.

    Grob geschätzt komme ich dann auf einen Gesamt (Fz-internen)-wirkungsgrad von rund 90%, so dass bei 180km/h, ebenfalls grob geschätzt, nicht mal 10kW, also nur ein Bruchteil, wie beim Verbrenner, für die Erwärmung des Kühlwassers sorgen werden.

    Einfach mal beim nächsten Blitzer mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei fahren und notieren, wie schnell man war - man bekommt dann relativ bald die amtliche Geschwindigkeit mitgeteilt.

    Auf dem Wasser reicht die GPS-Geschwindigkeit die unser Schiff der Polizei selbstständig übermittelt, durchaus, um als ausreichend "amtlich" zu gelten.....

    wenn man etwas genauer hinschaut, wird man bei einer Tempomat-Konstantfahrt vermutlich unschwer erkennen, ob die GPS-Geschwindigkeitsbestimmung ausreichend genau ist oder nicht.

    Schwankungen von nur 1km/h sind ja bereits brauchbar.

    Das sehe ich auch so und darüber brauchen wir auch nicht weiter schreiben. Genauer, als mit der Stoppuhr unter Realbedingungen wird es trotzdem sein....


    Von den hier genannten 0,0216km/h in 95% der Fälle muss man sich in der Realität mit Smartphone im Auto aber definitiv verabschieden....


    Trotzdem ist es kein Nachteil, wenn man gute Außenbedingungen hat und da man die Geschwindigkeits-Differenz vermutlich nicht häufiger überprüfen wird/möchte, ist es m.E. keine große Tat, sich dabei etwas Mühe zu geben....eine Stoppuhrmessung wird man vermutlich auch nicht unbedingt dann machen, wenn die Bedingungen (z.b. Begrenzungspfahlabstand augenscheinlich nicht unbedingt gleich oder Messung in Kurven) ungünstig sind.


    Bei einfachen GPS-Empfängern wird die Geschwindigkeit anhand von Positionsdifferenzen in kurzen Zeitabschnitten errechnet. Wenn man z.b. in Häuserschluchten oder unter einem unregelmässigen Blätterdach fährt, kann sich die Genauigkeit der Einzelpositionen sehr schnell verschlechtern und dadurch können Fehler bei der Geschwindigkeitsberechnung auftreten.


    Es gibt zudem GPS-Empfänger, welche die Geschwindigkeit anhand des Dopplereffekts mithilfe der Satelliten-Trägerfequenzen ermitteln. Auch dann wird die Genauigkeit unter den o.a. Bedingungen ganz sicher nicht besser.


    Die Navigation mit dem Smartphone auf dem Wasser klappt übrigens bei uns sehr gut, u.a. da es dort eher selten Häuserschluchten und Fahrten unter Blätterdächern gibt....