Nun, Du hattest geschrieben, dass der Vorteil des Temperierens mit einem höheren Verbrauch vor dem Laden erkauft wird.
Das ist natürlich vollkommen richtig. Aber wenn ich 250 km ein effizienteres Auto fahre (die neuen Motoren sind nun mal sparsamer) und die letzten 50 km davon temperiere, bin ich 200 km sparsamer unterwegs gewesen und verbrauche die letzten km eben durch das Vortemperieren etwas mehr.
In Summe wird der Neuere für die Strecke incl. Akkukonditionierung nicht mehr kWh brauchen, als der Ältere ohne Vortemperierung. Vermutlich sogar weniger. Man wird mit dem Neueren incl. Vortemperieren mindestens so weit fahren können wie mit dem Alten ohne Vortemperieren.
Somit bleibt das schnellere Laden durch die Temperierung als Vorteil, ohne in im Gesamten, mit einem höheren Verbrauch bezahlt werden zu müssen. Während des Akkuheizens verbraucht man natürlich mehr, was aber unterm Strich auf die Gesamtstrecke keinen Nachteil gegenüber dem Alten darstellt.
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Es ging doch um die Wirkung des pre-Heating auf den Verbrauch....und nicht um die wirkung des etwas effizienteren, neuen Antrieb (betrifft Motor und Getriebe)
Somit fährst du, laut deiner Rechnung 200 der 250km mit nicht effizienterer, kälterer Batterie und erst im Verlauf der letzten 50km würde die Batterie effizienter werden.
(Da der neue Antrieb effizienter arbeitet, wird die Batterie durch dessen Abwärme übrigens weniger schnell warm...)
Darum geht es aber gar nicht, wenn man vom Verbrauch/100km spricht.....
Der Verbrauch/100km, der dir im Cockpit angezeigt wird, hat die Leistungsaufnahme von allen aktiven Verbrauchern als Grundlage.
Mehr nicht.....
Was in der Batterie dabei besser oder schlechter funktioniert interessiert bei dieser Betrachtung nicht, denn der Verbrauch spielt sich quasi "hinter" der Batterie ab und die dafür zuständigen Sensoren (Spannung und Strom) befinden sich am Ausgang der Batterie.
Wenn der reine Antrieb (Motor, Motorelektronik und Getriebe) z.b. 20kW bei 100km/h benötigt, dann ändert sich dieser Bedarf nicht, wenn die Batterie effizienter funktioniert.
Der bleibt bei 20kWh/100km....auch wenn du, unterstellt, mit einer bereits völlig ausgenudelten 52kWh-Batterie fahren würdest.
Was sich etwas ändert, wenn die Batterie effizienter funktioniert, ist die erzielbare Reichweite, aber nicht der Verbrauch/100km.
Was sich ebenfalls ändert, sind der Ladewirkungsgrad, sowie die maximal mögliche Batterieleistung.
Beides spielt beim Verbrauch ebenfalls keine Rolle.
Die Wirkung der zudem erst auf den letzten 50km langsam steigenden Batterieeffizienz auf die Gesamtreichweite, dürfte sehr übersichtlich sein.
Der reine Antriebsverbrauch wären für deine 250km Gesamtstrecke in dem Fall halt 50kWh.
Wenn du die letzten 50km, also ca 30 Minuten, preheating (PTC mit 5kW) aktivierst, kommen für diese letzten 50km 2,5kWh hinzu, so dass dein Verbrauch für die gesamte Strecke in dem Beispiel 52,5kWh und daher 21kWh/100km, anstatt, ohne pre-Heating, 20kWh/100km beträgt.
Das zumindest steht eindeutig fest...
Wie effektiv deine Batterie funktioniert, spielt dabei keine Rolle.
Es gibt m.E. nur ein Szenario, wo sich die bessere Effizienz der auf den letzten 50km langsam erwärmten Batterie auch etwas auf den angezeigten Verbrauch/100km auswirken könnte.
Das wäre der Fall, wenn man die etwas bessere, mögliche Rekuperationsleistung (= höhere Ladeleistung) der wärmeren Batterie auf den letzten Kilometern der Gesamtstrecke häufiger ausnutzen würde/könnte.
Wenn man nur stumpf eine ebene Straße mit ziemlich gleichförimiger Geschwindigkeit fährt, ist es daher eher kaum wahrscheinlich, dass dadurch noch der Gesamtverbrauch von 21kWh/100km für die gesamte Strecke von 250km auf unter 20kWh/100km gedrückt werden kann.
Je geringer die Durchschnittsgeschwindigkeit, desto heftiger wirkt sie jede E-Heizung, so auch der PTC-Batterieheizer, auf den Verbrauch/100km aus.