Also mit dem Verbrenner bin ich öfters mit Minus Reichweite an der Tanke angekommen als mit dem Enyaq.
Und: Wurde der Enyaq über eine weitere Strecke bewegt, dann kannst Du auch bei kalten Aussentemperaturen unter die 10% SoC fahren ohne eine Schildkröte zu sehen.
Ich habe bei unserem Enyaq noch nie eine gesehen.
Was man jedoch nicht machen sollte (bei winterlichen Temperaturen):
Den Wagen mit z.B. 5% SoC über Nacht abstellen um dann am nächsten morgen den 3 km entfernten HPC Ladepark anzufahren. Dass kann in die Hose gehen
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Also ich gehöre und gehörte immer zu der Fraktion, die spätestens ab 1/4 "Tank"inhalt nachgetankt hat und für mich gibt und gab es auch keinen Grund, das zu ändern.
Beim Verbrenner ohnehin nicht:
1. dort tankt man, auch wenn dies schon bei 1/4 geschieht, in Summe trotzdem seltener, als man beim E-Auto, wenn man dies bis unter 10% fährt, nachladen muss und
2. dauert es immer, völlig unabhängig von Temperaturen, Pre-Heating und Restinhalt keine 10 Minuten.
Von daher gibt es für mich keinen Grund, nicht ungefähr schon ab unterhalb von 1/4, völlig entspannt, irgendwo (weil kein Zeitdruck herrscht, eventuell auch günstig) zu tanken.
Warum sollte ich mich dem Streß aussetzen, bei sehr knappem Tankinhalt "irgendwo" unbedingt tanken zu müssen?
Beim Enyaq würde ich nur dann bis unter 10% fahren, wenn ich genau weiß, dass es am Ziel/Zwischenladung mit dem Nachladen klappt, also möglichst nur wenn ich die Strecke/Ladesäulen kenne und wenn keine unvorhergesehenen Streckenverlängerungen vorkommen können.
Im Urlaub (Ausland), wenn man sich nicht so auskennt und wenn man sich zudem in Touristengegenden aufhält, wo die Schnellladeinfrastruktur nicht gerade ausgeprägt ist, würde ich niemals so planen, dass ich irgendwo mit 10% oder weniger ankomme.
Unser letztjähriger Schwedenurlaub hat das bestätigt.
Solange man an Hauptstraßen, möglichst in der Nähe von größeren Städten fährt, ist alles ok. Wenn man sich mit dem Fz relativ weit ab davon befindet, ist aus meiner Sicht, ein möglichst voll geladener Akku an zu streben und bei guter Gelegenheit, würde ich dann auch relativ früh nachladen, denn eine Schnellladung ist dann oftmals gar nicht möglich und auf eine 11kW-Ladung möchte ich unterwegs nicht angewiesen sein.
Beim Nachladen an der heimischen Wallbox stellt sich die Frage ohnehin nicht.
Warum sollte ich, wenn ich das Fz abends mit 20% oder 30% SOC sowieso neben der Wallbox parke, nicht laden?
Das macht in meinen Augen Null Sinn....das ist zudem so ziemlich der einzige Vorteil, den man durch ein E-Auto bezüglich der Energieversorgung hat.
Wir fahren zudem fast nur Kurzstrecke, was nun mal im Winter beim Enyaq zu hohem Verbrauch/100km führt und bei uns kommen relativ häufig ungeplante Zusatzfahrten hinzu.