Rein von den Messwerten her ist der Enyaq 80 ein Stück spritziger als eine Zoe (0-100 8.5 zu 9.5, 80-120 6.3 zu 7.1) , aber die Zoe ist gefühlt viel leichtfüssiger. Schade, wird die Zoe nicht mehr gebaut, bin sie auch gefahren und war sehr positiv überrascht.
Aber bei der Vorgeschichte hätte ich von besagtem Enyaq auch die Finger gelassen. Nicht zuletzt auch wegen der Bremsen: Die packen zu, das konnte ich bei 3 Enyaqs ausprobieren und ich musste auf den ersten 20‘000 km das eine oder andere Mal richtig in die Eisen.
...und wer weiß schon, wie schnell der Enyaq mit repariertem Akku tatsächlich noch beschleunigt?
Klar, der iV80 ist von der Fahrdynamik her, wenn man ähnlich große Fz als Vergleich nimmt, oftmals quasi ein E-Auto im Dauer-Eco-Modus.
Absolut gesehen, sind die 8,5sec von 0 auf 100km/h, die ein iV80 gem. A.Bloch auch noch bei halb vollem Akku schafft, gut ausreichend. Von 0 auf 50km/h (also der tägliche Ampelsprint
...), soll er mit 3,2sec auch minimal flotter sein. als der schnellste Serien-Zoe (R135) und das, obwohl der Zoe durch ein stärker untersetztes Getriebe nochmals 20km/h langsamer ist, als ein iV80.
z.B ein erheblich leichterer Golf 8 mit 150PS Benziner (ca 700kg leichter als ein iV80...), der immerhin über 220km/h schafft, ist nicht flotter auf 100km/h, als ein iV80.
Um 8,5sec mit so einem Golf zu schaffen, muss man, zumindest wenn noch ein Handschaltgetriebe mit Fußkupplung vorhanden ist, zudem durchaus etwas fahren können und konzentriert sein.
Mit der maximal möglichen Beschleunigung des iV80, die zudem (wie bei jedem E-Auto) jeder Fahranfänger ohne Probleme realisieren kann, ist man in der städtischen Fahrpraxis ganz sicher einer der schnellsten....
Anders sieht es bei der Beschleunigung aus höherer Geschwindigkeit (für mich ab 70km/h) aus. Da ist der iV80 m.E. tatsächlich merklich (zu) lahm und deshalb hätte ich in solchen Fällen absolut nichts gegen einen 85er-Enyaq.