Beiträge von Stella

    Die Testbedingungen (u.A. z.B. Reifendrücke) müssen für jeden durchgeführten Test in einem WLTP-Prüfbericht penibel festgehalten werden. Es wäre der Transparenz zuträglich, wenn diese Prüfberichte öffentlich zugänglich wären, z.B. über die Seite des KBA. Dann könnte man eher nachvollziehen, wer was überhaupt getestet hat.

    Bei Fahrzeugen der Klasse 3 besteht der WLTC-Fahrzyklus aus den vier Abschnitten Low, Medium, High und Extra High. Die Verbrauchsangabe setzt sich letztlich aus diesen vier Teilwerten zusammen. Hier wäre es auch hilfreich, wenn der Hersteller diese Teilverbräuche angeben muss. Es entsteht daraus kein Mehraufwand (z.B. für weitere Tests zur Abbildung von Stadt- oder AB-Verbräuchen), da diese Zahlen ja vorliegen. Ggf. auch im Rahmen des zu veröffentlichen Prüfberichts.

    Wenn diese Teilverbräuche bekannt sind, kann sich jeder nach seinem Fahrprofil seinen individuellen WLTP-Verbrauch zusammenstellen. Vielleicht greifen die online-Reichweitenrechner der Hersteller (z.B. der Skoda) ja auf genau diese Zahlen zurück, das weiß man aber nicht mit Sicherheit.

    jodi22

    Ich weiß nicht, warum man im Enyaq-Alternativen-Thread gleich so "giftig" reagiert hat. Ich fand es ganz gut, dass du das Thema WLTP vs. Realverbrauch mal so aufgegriffen hast. Der Ansatz, die WLTP-Verbräuche zweier Fahrzeuge zu vergleichen und dann diese Relation auf den realen Verbrauch zu projizieren, ist imho der richtige Ansatz und genau der Punkt, an dem die Klatschpresse gewöhnlich den Absprung verpasst. Der WLTP dient ja nunmal nur zum Vergleich verschiedener Fahrzeuge untereinander. Die Verhältnisse sollten sich dann aber im Realverbrauch irgendwo wiederfinden, sonst kann man sich das ganze im Sinne der Verbraucherinformation auch sparen und den Wert ggf. noch höchstens für die KfZ-Steuereinstufung heranziehen.

    Ich denke, um dem ganzen etwas näher zu kommen, müsste man sich genau anschauen, wo das WLTP-Prüfverfahren Freiheiten und Toleranzen in welchem Maße gewährt. Das kommt auf den einfachen Erklärseiten und in den hübschen Erklärvideos der Hersteller und anderen Institutionen nämlich nicht vor. Und dann kommt es auch noch darauf an, wie sehr die einzelnen Hersteller bei der Prüfung ihrer Fahrzeuge diese Freiheiten ausnutzen. Wenn da Reifen auf 4,5bar aufgepumpt und Karosseriespalte abgeklebt werden mag das alles Verfahrenskonform sein, hat aber mit dem realen Zustand später auf der Straße nichts zu tun. Andere Hersteller machen das vielleicht nicht so exzessiv, erreichen dafür aber eine schlechtere WLTP-Einstufung einerseits, eine praxisnähere Verbrauchsangabe andererseits.

    Man wird nun freilich nicht herausfinden können, welcher Hersteller wie stark diese gewährten Freiheiten ausnutzt. Also müsste man in einem ersten Schritt erstmal herausarbeiten, welche Freiheiten das Prüfverfahren in welchem Maße gewährt. Solange sich die Hersteller im Rahmen des Prüfverfahrens bewegen, kann ihnen da kein Betrug oder Schummelei vorgeworfen werden. Allzu große Freiheiten, die zu größeren Abweichungen vergleichbarer Fahrzeuge führen müssen ausschließlich dem Prüfverfahren selbst angelastet werden. Evtl. haben bei der Ausgestaltung des Prüfverfahrens auch Lobbyverbände mitgewirkt, die eine engere/genauere Vorgabe verhindert haben.

    Letztlich können größere Abweichungen zwischen WLTP und Realverbrauch wohl auf eine agressivere Ausnutzung der vom Prüfverfahren gewährten Freiheiten rückschließen lassen. Es wäre aus meiner Sicht auf jeden Fall erstmal interessant, an welchen Stellen das Verfahren welche Freiheiten gewährt.

    Tabo

    Bei Porsche glaub ich das mittlerweile nicht mehr. Der Macan steht technisch ordentlich da und den neuen Taycan haben sie auch gut weiterentwickelt. Bis sie sich an den 911er ran trauen wird es vielleicht noch etwas dauern.


    Bei BMW kann mich der i5 nicht so recht überzeugen. Da muss man abwarten was sie auf der neuen Plattform der neuen Klasse demnächst rausbringen. Denke dass der aktuelle i4 und auch der i5 dann relativ schnell alt aussehen werden.

    Gestern das Video von Nextmove zum Taycan-Facelift gesehen. Sicher keine Alternative zum Enyaq, weder vom Preis noch von der Kategorie. Aber was Porsche da raushaut find ich schon beeindruckend. Allein wie der Herr Geiger da die letzten anderthalb Minuten am HPC stehend erzählt und der SoC in dieser kurzen Zeit von 25 auf 33% klettert, bei über 300kW Ladeleistung, fett!

    Ich bewundere die erneute Diskussion um die Versionsnummern. Das war doch alles geklärt... 🤔

    Es gab Fahrzeuge, die mit 3.7 ausgeliefert wurden, bei denen aber noch 3.6 im Fahrzeug angezeigt wurde. Das wurde bei diesen Fahrzeugen korrigiert, also kein "richtiges" Update. Und Pre-ME4 sollen jetzt alle erstmal in Richtung 3.7 glattgezogen werden, bevor dann evtl. noch weitere Funktionen dazukommen.

    "BILD sagt, wie es trotzdem klappt."

    Im nächsten Artikel?

    Hab ich auch drüber gegrübelt. Wie kommt man denn nun an das Geld? Der Lösungsvorschlag soll wohl darin liegen:


    Screenshot_20240208_004110_Chrome.jpg


    Also einfach den Sparfochs bei Bild anschreiben. Der kümmert sich dann drum. Aber pssst, nicht dem Händler weitersagen. Sonst wittert der noch seine Chance, sich seinen Anteil an der Lösung zu sparen, wenn der clevere Sparfochs den ganzen Betrag bei Skoda selbst lockermachen kann. 🤫