Beides vollkommen uninteressant, weil Ottomormalbürger im Schnitt bei 30 % soc ansteckt und auch nur 1x im Jahr überhaupt 400 km + fährt.
Als Nicht-Ottonormalbürger, der ich regelmäßig auch dienstliche Langstrecken fahre, ist die Ladegeschwindigkeit kein hartes Kriterium für mich.
Ich sage mal so: das Laden kombiniere ich mit sowieso fälligen Pausen. Beim Enyaq ist das Laden von 10 auf 80 % in der Zeit erledigt, die man für das Trinken und das wegbringen eines Kaffees benötigt. Wenn man in der Ladepause auch noch Essen will, muss man schon auf 100 % Soll-SoC stellen, damit man mit dem Essen vor dem Laden fertig ist.
So betrachtet bringt mir eine schnellere Ladezeit nur dann etwas, wenn ich in der Zeit am Auto bleibe, dieses dann umparke und anschließend Kaffee / Essen etc. zu mir nehme. Also max. 10 Minuten. Alle Zeiten dazwischen wären doof: zu lang um zu warten, zu kurz um sinnvoll während des Ladens Pause machen zu können.
Aber auch die viel gelobte 800 V-Technik macht nicht automatisch alles besser. Die hat die gleichen grundsätzlichen Grenzen, wie die 400 V-Technik auch. Ein warmgefahrener Enyaq-Akku mit Start SoC unter 10 % "schlägt" einen kalten Ioniq-Akku mit Start SoC >20 %. Habe ich selber schon probieren bzw. beobachten dürfen. Nach dem Ioniq 5-Hype vor vier Jahren, als alle anderen BEV zum alten Eisen erklärt wurden, wurde es ja auch wieder recht still zu diesem Thema...