Beiträge von Hannes1971

    Wobei: Heute bei 38,5 Grad Außentemperatur in HH geladen (kein anderer Parkplatz frei, deshalb etwas „nachgetankt“)

    Nach 1h 5min und 11,5kWh konnte man das gelbe „ab-Werk-Kabel“ bei voller „Besonnung“ kaum anfassen. Es war wachsweich (die Isolierung).

    Hierfür dürfte aber in erster Linie die Wärmestrahlung von außen durch unser Zentralgestirn verantwortlich gewesen sein. Die Wärmeabgabe des Kabels "von innen" bleibt schließlich bei jeder Temperatur konstant. Bei 11 kW Ladeleistung ist die Verlustleistung des Kabels (fast) konstant (abgesehen davon, dass der ohmsche Widerstand bei höherer Temperatur etwas ansteigt). Dann fließt die Wärme, getrieben durch die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen, in die Umgebung ab. Bei einer bestimmten Temperaturdifferenz zwischen innen und außen wird genauso viel Wärmeleistung abgeführt wie erzeugt wird und die Temperatur des Kabels bleibt konstant. Die Veränderung des Widerstands durch hohe Temperaturen vernachlässigend kann man also davon ausgehen, dass das Kabel immer meinetwegen 10 °C wärmer sein wird als die umgebende Luft. Bei direkter Sonneneinstrahlung kommt halt noch die Erwärmung von außen durch die Strahlungs hinzu, die zusätzlich noch durch Konvektion und Abstrahlung weggeschafft werden muss. Das sollte aber beim Kabeldesign alles berücksichtigt worden sein.


    Schwierig wird es, wenn die entstehende Wärme nicht abgeführt werden kann, z.B. weil das Kabel nicht frei oder in einer gut wärmeleitenden Umgebung verlegt ist, sondern in einer wärmeisolierenden Umgebung. Dann kann schon eine relativ geringe Verlustleistung ausreichen, die Temperatur in kritische Bereich zu bringen. Schönes Beispiel dafür: Selbstentzündung, wie sie früher gerne in Heuschobern und heute z.B. in Komposthaufen vorkommt. Da reicht dann die relativ geringe Abwärme, die Bakterien bei der Vergärung erzeugen aus, das Heu oder das Kompostgut tief im Inneren des Haufens zu entzünden.

    Wichtig ist nicht konkret die Autorisierung mit Karte sondern, dass die Ladebox in den Ladezustand geschalten wird, sodass am Auto strom anliegt, aber das Auto den Strom erst zur gewünschten Ladezeit annimmt, also den internen Lader schaltet.

    Das passiert aber nicht. Die WB ist ja mehr als ein simpler Schalter, neben den Leistungskabel gibt es auch ein Kommunikationskabel. Darüber "fragt" die WB beim Auto "Willst Du Strom?", Auto sagt "nö, jetzt nicht". Dann gibt es auch keinen Strom...


    Wie gesagt: das Problem ist ein massiver Bug in der Programmierung der Ladeorte im Auto. Wenn ich die Ladezeiten in der Wallbox hinterlege, ist es gar kein Problem. Wenn ich im Auto hinterlege, "lade ab 22:00 Uhr und sorge dafür, dass um 06:00 Uhr der SoC bei 80% liegt" ist es ja nicht so, dass die Ladung gar nicht anspringt. Nur die 80% werden ziemlich zuverlässig nicht erreicht...

    Ja, wenn ich mir ein einfaches Ladekabel für 11kW anschauen, wird da ja auch 2,5mm² verwendet.

    https://www.conrad.de/de/p/bla…kabel-8-00-m-2355695.html

    5*2.5mm2+2*0.5mm2, steht sogar im Datenblatt.

    Das ist 8m und brennt ja auch nicht auf, wenn ich es verwende.

    Blaupunkt ist nicht mehr das Blaupunkt aus Hildesheim, das für hohe Qualität bekannt war. Der Markenname ist irgendwo in die Türkei verkauft worden und steht mittlerweile auf allen möglichen Artikeln...


    Welcher Kabelquerschnitt wird denn für ein 16A-Kabel von Lapp verwendet?


    Edit:

    Ich habe geschaut: 2,5 mm²...

    Zum Thema, wo würde es denn Brennen, wenn man nur einen Klingeldraht verlegt, Kritisch sind doch nur die Übergänge zur Wallbox und zum Sicherungskasten.

    Wie bereits beschrieben würde es vermutlich eher "indirekt" zum Brand führen, da der hohe Widerstand des Klingeldrahts dafür sorgt, dass bei einem Kurzschluss z.B. irgendwo an der Wallbox der Strom nicht hoch genug ansteigt (wir erinnern uns: I = U / R => R groß, I klein), dass die Sicherung schnell reagiert.

    Und wie immer gilt: die 4mm² sind je nach Länge völlig ok, so wie du es schreibst sind das 10-15m? Und 3 Phasig, also bei einer 11kw WB 16A.

    Kein wunder dass da der Elektriker nicht anmerkt dass das nicht passt.

    Eher 20 m: aus dem Sicherungskasten rauf in die Betondecke, einmal quer durch das Haus, in der Außenwand "um die Ecke" in Richtung Carport, rauf in den Schuppen, dort (jetzt ohne Leerrohr) nach oben, über die Tür hinweg, wieder runter und durch die Wand in die Wallbox. Das 4 mm² durch das Schei...-Leerrohr ziehen (3x 90° um die Ecke) hat uns eine Zugspirale gekostet. Schinderei pur...

    Das mit den 1,5mm2 ist nicht ganz richtig. Das gilt laut VDE nur für Umgebungstemperatur 25 °C. Kannst man bei Dauerbelastung nicht sicherstellen. Deswegen wird man mindestens 2,5 mm2 oder höher nehmen. Im Aussenbereich eher 10mm2. Sonne ist auch nicht zu unterschätzen.

    Zeig mir mal die Wallbox, in deren Klemmen Du 10 mm² bekommst...


    Bei meiner WB (außen an der Schuppenwand, Kabel durch Leerrohre aus dem Keller in den Carport und dort innen aufputz (bzw. holz) zur WB geführt hat der Elektriker ohne Murren das selbst verlegte 4 mm²-Kabel (mehr ging nicht durch das Leerrohr) angeklemmt und die Anmeldung erledigt.

    Aber derjenige, der seine Wallbox mit 1,5mm² in 25m länge verknüppelt, auch wenn diese auf 16A begrenzt ist, wird seiner Versicherung im Nachgang beweisen müssen, dass das alles völlig korrekt war und den geltenden Richtlinien entsprochen hat.

    Kann er das nicht, wird die Versicherung die Zahlung dankend ablehnen. Das können die nämlich ziemlich gut und da sitzt eine gut bezahlte Horde von Gutachtern und Anwälten, die sich auf genau solchen Pfusch freuen....

    Das machen dann Kollegen von mir, ich mache nur Maschinen- und Transportschäden...


    Wer aber solch einen Schaden hat und kein gelernter Elektriker ist, sollte dann die Rechnung seines Elektrikers griffbereit haben. Im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung ist der Verzicht auf den Einwand "Grobe Fahrlässigkeit" in der Sachversicherung eher die Ausnahme. Dann wäre es sehr hilfreich, wenn man die abgefackelte Installation nicht selber verlegt (und vor allem angeschlossen) hat.

    Der für mich wichtigste Punkt pro WP ist: das Kältemittel ist CO² und nicht der Chemicoktail von Dupont, der im Brandfall feinste Flussäure frei setzt. :/

    Wenn Du ein paar kräftige Lungenzüge Brandrauch nimmst, wirst Du den Unterschied nicht merken. Da finden sich genug andere fluorierte Kohlenwasserstoffe, die bei der Verbrennung HF freisetzen...