Wobei: Heute bei 38,5 Grad Außentemperatur in HH geladen (kein anderer Parkplatz frei, deshalb etwas „nachgetankt“)
Nach 1h 5min und 11,5kWh konnte man das gelbe „ab-Werk-Kabel“ bei voller „Besonnung“ kaum anfassen. Es war wachsweich (die Isolierung).
Hierfür dürfte aber in erster Linie die Wärmestrahlung von außen durch unser Zentralgestirn verantwortlich gewesen sein. Die Wärmeabgabe des Kabels "von innen" bleibt schließlich bei jeder Temperatur konstant. Bei 11 kW Ladeleistung ist die Verlustleistung des Kabels (fast) konstant (abgesehen davon, dass der ohmsche Widerstand bei höherer Temperatur etwas ansteigt). Dann fließt die Wärme, getrieben durch die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen, in die Umgebung ab. Bei einer bestimmten Temperaturdifferenz zwischen innen und außen wird genauso viel Wärmeleistung abgeführt wie erzeugt wird und die Temperatur des Kabels bleibt konstant. Die Veränderung des Widerstands durch hohe Temperaturen vernachlässigend kann man also davon ausgehen, dass das Kabel immer meinetwegen 10 °C wärmer sein wird als die umgebende Luft. Bei direkter Sonneneinstrahlung kommt halt noch die Erwärmung von außen durch die Strahlungs hinzu, die zusätzlich noch durch Konvektion und Abstrahlung weggeschafft werden muss. Das sollte aber beim Kabeldesign alles berücksichtigt worden sein.
Schwierig wird es, wenn die entstehende Wärme nicht abgeführt werden kann, z.B. weil das Kabel nicht frei oder in einer gut wärmeleitenden Umgebung verlegt ist, sondern in einer wärmeisolierenden Umgebung. Dann kann schon eine relativ geringe Verlustleistung ausreichen, die Temperatur in kritische Bereich zu bringen. Schönes Beispiel dafür: Selbstentzündung, wie sie früher gerne in Heuschobern und heute z.B. in Komposthaufen vorkommt. Da reicht dann die relativ geringe Abwärme, die Bakterien bei der Vergärung erzeugen aus, das Heu oder das Kompostgut tief im Inneren des Haufens zu entzünden.