Ich verstehe rein technisch auch gar nicht, was die Feuerwehr für Probleme mit PV hat, speziell wie in diesem Falle nachts, wo die PV spannungsfrei ist. Klar, die Module behindern das Löschen rein mechanisch. Sie sind ja im Weg. Aber ich habe jetzt schon etliche Male gehört, dass die einen Dach-(stuhl)brand bei vorhandener PV bestenfalls kontrolliert ablaufen lassen, aber nicht löschen. Wegen Stromschlaggefahr. Auch nachts, wo Modulspannungen bis höchstens im niedrigen einstelligen Bereich liegen? Ist das wirklich so?
Nein. Da wurde in den frühen 2000ern etwas Panikmache betrieben. Mit den Gefahren durch Strom hat die FW bei fast jedem Brandeinsatz zu tun. Bei uns werden z.B. noch in einigen Ortschaften bzw. Straßenzügen die Häuser über das Dach mit Freileitungen versorgt. Bis Nachts und am WE der Stromversorger vor Ort ist, vergeht schon mal eine halbe Stunde. Da stehen wir so lange auch nicht daneben und schauen zu, auch die Drehleiter nicht.
Wieviel Spannung durch Beleuchtung erzeugt wird, kann man ja überschlägig berechnen. Ein Scheinwerfer hat eine Leistungsaufnahme von 1.000 W. Lichtleistung also allerhöchstens 200 W. Lasd im Einsatz mal 10 Scheinwerfer in Betrieb sein, von denen keiner (außer vielleicht zwei von der Drehleiter) direkt auf die PV-Anlage strahlen dann kann man abschätzen, wie wenig Leistung diese nachts durch die künstliche Beleuchtung umsetzt: vernachlässigbar.
Beim Dachstuhlbrand ist die PV-Anlage allerdings lästig, da ich sie für einen Zugang von außen erst vom Dach flexen muss...