Weil öffentliches Laden einfach ÜBERALL und bei jedem Anbieter zu teuer ist und die Betriebskosten eines BEVs soweit erhöhen, dass sich die höheren Anschaffungskosten wirtschaftlich nicht mehr amortisieren.
Echt? Gut, dass unsere Buchhaltung rechnen kann und das anders sieht. Mit der Kombi aus 70% daheim laden (mit Rückvergütung durch den AG) und 30% Laden mit der EnBW-L-Karte ergeben sich Verbrauchskosten von aktuell 7,00 € / 100 km. Der Vorgänger-Diesel kam bei den Dieselpreisen vom ersten Halbjahr 2021 (also deutlich billiger als jetzt) auf ca. 11,50 € / 100 km. Dazu noch die deutlich niedrigeren Kosten für Wartung und Inspektion, THG-Vergütung, eingesparte KFZ-Steuer...
Kurzum: die Betriebskosten des Enyaq sind deutlich günstiger als die jedes vergleichbaren Verbrenners. Im Gegensatz zu allen Verbrennern in der Firma (ca. 100 Firmenwagen) bringen die BEV (aktuell 6) über die an die Auftraggeber verrechneten Kilometersätze (85 Cent / km) mehr Geld ein als sie kosten - trotz unbeschränkter privater Nutzung. Der Jahresüberschuss bei meinem beträgt ca. 1.000 € / Jahr, das Jahresminus beim Vorgänger betrug - 1.700 € / Jahr. Kein Wunder, dass der Chef als Nachfolger den neuen Enyaq mit nahezu voller Hütte einfach durchgewunken hat. Mein Kollege wollte einen deutlich weniger gut ausgestatteten Seat Taracan (oder wie die Kiste heißt) mit niedrigerem BLP und niedrigerer Leasingrate, der muss zuzahlen 