Es ist also eine bewusste Designentscheidung, auf eine Getriebesperre zu verzichten und das Risiko einer festgehenden Bremse dem Käufer aufzuladen. Das könnte man als Mangel sehen. Stand der Technik ist es nicht.
Das wäre die einzige Lösung: Getriebesperre als Alternative zur Handbremse über die Bremstrommel. Oder, wie bei Fahrzeugen mit Scheibenbremse hinten: neben der Betriebsbremse noch eine kleine Trommelbremse nur für die Feststellbremse. Das sind aber beides Maßnahmen, die man nicht als Nachrüstung bei bereits ausgelieferten Fahrzeugen umsetzen kann.
Aber:
Bei einer Trommelbremse ist das Kleben unvermeidbar. Kann man auch durch andere Werkstoffe (Alternativen sind da sowieso kaum möglich) nicht vermeiden, da es sich hier um reine Physik, unabhängig von den Werkstoffen, handelt. Wer einmal versucht hat, zwei nasse Glasscheiben aufeinander zu legen und dann wieder zu trennen weiß, welche Kräfte da wirksam werden. Kapseln der Trommelbremsen ist auch nicht vollständig möglich, da diese nicht absolut dicht herzustellen sind und ja auch ein Druckausgleich möglich sein muss. Ob Scheibenbremsen hinten eine bessere Wahl gewesen wäre? Muss man mal in Audi Q4-Foren spicken, ob da etwas von gammelnden Bremsen hinten geschrieben wird...