Man muss das Rad ja nicht neu erfinden.
Der Skoda Enyaq ist ja nicht das einzige und schon gar nicht das erste KfZ mit Lithium-Ionen-Akku und Schnelllade-Fähigkeit, etc.
Bei allem was seit vielen Jahren von Nutzern z.B. in goe diskutiert wird, z.B. über den i-MiEV seit 2009, ist mein Eindruck, dass nichts besser über den Akkuzustand bescheid weiß als
das BMS,
aus dem man über OBD und z.B. Carscanner meist einen SOH sei es in Ah oder kWh auslesen kann.
Brutto zu Netto
Natürlich sieht man hier ggf. nur Netto-Werte und es gibt Fahrzeuge, die vom Rest-Brutto über die Zeit mehr Netto frei geben. Was mir bei MEB aber noch nicht bekannt ist oder ggf. auch noch die wenigsten Fahrzeuge eine Degradation erreicht haben, wo es relevant wird.
Speicher : ist hierzu etwas bekannt?
Und natürlich könnte man VW und Co. aus der Erfahrung der Diesel-Vergangenheit Manipulation der eigenen BMS-Werte unterstellen. Naheliegender wäre eine Skepsis aber IMO gegenüber Werten von externen Dienstleistern, die keine Autos mit Messwerten, sondern ausschließlich einen Messwert "SOH" im Portfolio haben und damit ein noch größeres wirtschaftliches Interesse, dass ihre Rechnemodelle einen Wert möglichst hoch schätzen und damit deren Dienst bei Verkäufern häufiger in Anspruch genommen wird.
Laden oder Entladen?
Wenn man vergleichbare Werte erwartet, kann es auch hier IMO nur eine Antwort geben:
Entladen in der Praxis ist niemals vergleichbar, weswegen meines Wissens das BMS dies auch nur sekundär zur Bewertung heran zieht.
Ein möglichst vollständiger ungestörter Ladcyclus ca. 5 - 100 % mit 11 kW bei gleicher Starttemperatur, wird sich dagegen primär durch die Restkapazität der Akkus unterscheiden, die man eben messen will und in Folge sehr gute vergleichbare Ergebnisse liefert.
Degradationseinfluss: Akku-Pflege und Fahrverhalten,
kann man dann noch differenzieren, in dem man seinen eigenen SOH-Werte gegen andere vergleicht, entweder anhand der rechnerischen Vollladecyclen oder über die Laufleistung. Wobei man bei beiden langfristig auch noch die kalendarische Alterung mit betrachten sollte, was aber bei max. 3 Jahre alten Fahrzeugen aktuell noch nicht entscheidend sein sollte.
Die eigentlichen Fragen und Antworten,
die daraus abzuleiten, mir relevant erscheinen:
"Altert mein Akku im Vergleich vorschnell, aufgrund
1. eines technischen Problems?
2. noch optimierbarem Nutzungsverhaltens sei es bei Akku-Pflege oder Fahrverhalten?"
Sollte man so IMO beantworten können, hier nochmal die Liste mit Grafik: