Beiträge von DaMax

    Jetzt nochmal nachgehakt:


    Wenn Du darüber nachdenkst, eine blaue CEE Dose zu installieren (inkl. Leitung und Absicherung), dann würde ich den Elektriker unverbindlich fragen wie hoch die Mehrkosten bei einer 11 kW Dose sind. Leitung und Dose muss er dann doch so oder so verlegen und installieren - bei der Absicherung kommen etwas höhere Kosten. Die gesamten Materialkosten waren knapp 200,- bei mir. Am Ende zahlst Du vielleicht gar nicht soviel mehr und kannst Dir auf der Rechnung direkt "Vorbereitung Montage Wallbox" vermerken lassen. Das macht eine eventuelle spätere Nachrüstung einer WB einfacher.

    Warum siehst du das so? (siehe auch die Antwort von Lunatic21) Abgesehen von der langsamen Ladegeschwindigkeit, wäre das doch bei einer entsprechenden Steckdose safe bzw. unproblematisch. Welche Nachteile siehst du hier?


    2.

    Hast du dir für diesen Anschluss einen zweiten Stromzähler setzen lassen (müssen)?

    Ich muss unbedingt mal gucken, wie der Strom der meiner Tiefgarage/-stellplatz abgerechnet wird, bzw. ob der auch an unserem Wohnungszähler hängt. Wenn nicht, käme das Zählersetzen im Worst-Case ja noch oben drauf.

    Also zum einen dauert mir das Laden an 2,3 kW einfach zu lange - bei meinem normalen Ladeverhalten (fahren bis ca. 20% SoC, laden bis 80% SoC) müsste ich das Auto knapp 20 Stunden laden lassen. Mit 11 kW dauert das gerade einmal 4-5 Stunden. Laden über Schuko ist also arg langsam und in meinem Alltag schlicht untauglich, und allein deswegen nur eine Notlösung.


    Zum anderen, und damit möchte ich auch direkt Lunatic21 antworten:


    Es geht nicht darum Angst zu machen - aber warum raten die meisten Elektriker dazu, Verbraucher mit mehr als 2000 W Leistung mit einem eigenen Stromkreis separat abzusichern? Mikrowellen, Backöfen, Waschmaschinen, Wäschetrockner etc. Diese Geräte laufen bei uns in der Regel zwischen nur 2 Minuten und 4 Stunden. In unserem Haus waren (bevor wir es gekauft haben) bereits 2003 bei einer Kernsanierung separate Absicherungen für all diese Verbraucher angelegt worden. Dafür gibt es wohl einen guten Grund.


    Der Ladeziegel lädt je nach Fahrzeug und Ladestand deutlich länger als 10 Stunden unter Vollast. Ich habe im Keller, direkt neben dem Fenster zum Stellplatz hin zwei separate abgesicherte Schukosteckdosen für Waschmaschine und Wäschetrockner. Da könnte (und würde) ich ohne Bedenken laden, die Leitung ist nur 3 Meter lang, unter der Decke verlegt und dick genug.


    Die anderen Steckdosen im Haus sind aber z.T. nun 18 Jahre alt und ich kann nicht in die Wände schauen um zu sehen in welchem Zustand die verkabelung ist. Wenn ich per CEE mit 11 kW lade, wird das dicke Kabel bei einer Außentemperatur um 15 °C bereits handwarm. Wie warm werden die tendenziell eher dünneren Drähte in der Wand bei 10+ Stunden Dauerlast?


    Das ist ein geringes, aber existierendes Risiko, welches ich einfach nicht eingehen möchte. Und da ich generell nicht weiß wie die Elektrik bei anderen aussieht empfehle ich lieber eine 11 kW Dose oder zumindest eine separat abgesicherte neue Schukodose mit neuer Leitung als den Leuten zu sagen "keine Angst, Feuer frei, steckt das Ding an eure Altbaudose und ladet 20 Stunden, es kann gar nichts passieren".


    Thema Zähler:


    Ich lasse mir mit der Wallbox einen einfachen, ungeeichten Zähler einsetzen, einfach für meine Kontrolle, da die WB keinen Zähler hat. Da das haus mein Eigentum ist und wir die einzigen sind die dort laden ist das eine reine "nice to have" Sache bei uns.

    Ja, Du benötigst einen dreiphasigen Anschluss für eine 11 kW Box für die Förderung.


    Ich lade mit dem mobilen Ladegerät von Skoda an einer eigens dafür gebauten CEE (Stark-/Drehstrom-) Dose mit 11 kW.

    Der Elektriker hat für die Installation knapp 400,- genommen:


    - Überprüfung der örtlichen und technischen Gegebenheiten

    - Strom nach dem Zähler, aber vor dem FI des Hauses abgegriffen,

    - mit eigenem FI und Sicherungsautomat gesichert,

    - ca. 5 Meter Leitung (Erdkabel schwarz) vom Sicherungskasten zur Außenwand verlegt

    - Wanddurchbruch nach außen

    - Montage der CEE Dose in Kniehöhe mit genug Leitung als "Reserve" für die spätere Wallbox-installation


    Alles natürlich offiziell und entsprechend aller gültigen Normen und Vorschriften.


    An der Schukodose mit 230V würde ich nur laden, wenn 11 kW mit drei Phasen absolut keine Option ist.

    Aber dann würde ich mir diese Steckdose auch separat und neu verlegen lassen, mit ausreichend dimensionierter Absicherung und Kabeln, die diese Dauerlast vertragen.


    Heute habe ich die Rückmeldung meines Elektrikers bekommen: Sobald ich meine Wallbox geliefert bekomme, kann er sie für ca. 299,- anschließen und anmelden - die Vorbereitung dafür ist ja vollständig.


    Alles in allem:


    Wallbox (Elli Charger Connect mit 7,5 m Kabel) € 752,-

    Installation CEE Dose / Vorbereitung Wallbox € 400,-

    Installation/Anmeldung Wallbox € 300,-

    Abzgl. Förderung KfW - € 900,-


    Damit zahle ich effektiv € 552,- für die Wallbox inkl. Installation, Anmeldung und vorübergehender Lademöglichkeit über CEE.

    Danke für die Info. Ich blicke nicht durch, warum löschen gut sein soll, nextmove hat empfohlen, nicht zu löschen. Heißt das, wenn ich nichts mache, schenke ich das Zertifikat/das Geld dem Bund? Muss nicht sein.

    Ja, wenn Du gar nichts machst, darf der Bund. Insofern ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich darum zu kümmern und sich bei einem der vielen Anbieter anzumelden. Da hast Du dann wenigstens eine Wahl und etwas Einfluss, was mit dem Geld passiert - ob Du es selber einsteckst, spendest, reinvestierst, einen Teil einem Projekt zuführst und den Rest behältst .......

    Ich habe jetzt einen für mich passenden Weg gefunden.

    Anbieter wie die NGO compensators.org können mit unseren Zertifikaten direkt leider nichts anfangen, da die THG-Quote wohl anders aufgebaut ist.

    Sie nehmen Spendengelder an und kaufen damit CO2 Zertifikate am Markt, um diese dann löschen zu lassen.


    Mein Workaround sieht nun so aus:

    Da ich nicht möchte dass der Bund mein Zertifikat für wenig Geld versteigert habe ich mich jetzt bei einer der Plattformen registriert (Greenergy Fairnergy) und dort die Auszahlung des Erlöses gewählt.

    Einen Teil des Geldes verwendet der Anbieter zur Förderung verschiedener "grüner" Projekte, einen Teil zur Weiterentwicklung des Unternehmens.


    Ich wiederum kann meinen Anteil auszahlen lassen und dann als Spende an compensators.org weiterreichen die dann damit Zertifikate löschen.


    So weit, so gut ...

    Es gibt Vereine denen man sein Zertifikat "spenden" kann und die löschen es dann.

    Dann bekommt man zwar kein Geld dafür, aber es ist sicher vom Markt verschwunden.

    Bei denen kann man auch Geld spenden, und für das Geld kaufen sie dann Zertifikate um sie zu löschen.


    Ich muss da auch mal tief meditieren und ausloten welche Optionen die sinnvollsten sind ...

    So hier einmal meine ersten Erfahrungen im überwiegend städtischen Kurzstreckenverkehr. Gefahren wurden Strecken bis 20 km (mehrmals zur Arbeit gependelt, Eltern besucht, Einkäufe, Fahrten mit der Familie zum Dojo) - also überwiegend kurze Strecken und bis auf 4 Fahrten zum Büro nur Stadtverkehr und ein bisschen Landstraße.


    Gestartet bin ich am 21.9. mit einem SoC von 81% (am 20.9. abends geladen). nach 279 km mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 14,9 kWh/100 km kam dann heute bei 20% SoC ein Hinweis zum Laden bei einer errechneten Restreichweite von 129 km.


    Ich hatte etwa die Hälfte der Zeit die A/C an, als Temperatur zwischen 18 - 20°C eingestellt und an drei Tagen das Fahrzeug morgens auf 18°C per Standheizung (Wärmepumpe) vorgewärmt.


    Die Lenkrad- und die Sitzheizung (meistens nur Fahrer) ist ca. 1 Stunde in Betrieb gewesen.


    Wir sind ausschließlich im Modus "B" und "Normal" unterwegs gewesen, auf der Autobahn maximal 120 km/h gefahren und haben sanft beschleunigt.


    Damit glaube ich könnte ich die 500 km tatsächlich knapp erreichen, wenn ich den Akku auf 100% lade und komplett leer fahre.


    Die Ladedauer mit dem mobilen iV Charger von 21% auf 81% an der heimischen 11kW-Dose liegt mit etwas mehr als 4 Stunden bei durchschnittlich 10,5 kW/h genau da wo ich sie erwartet habe.


    Mein Individuelles Fazit: Für den Alltagsgebrauch absolut tauglich und die Reichweite bei unserer Anforderung mehr als ausreichend, und ca. 1x pro Woche für 4-5 Stunden aufladen ist auch ok.

    Wir haben immer diese einfachen, faltbaren 15,- Dinger mit Saugnapf benutzt die es bei ATU, vielen Tankstellen, Amazon und auch bei Autohändlern gibt.

    Hat immer ausreichend funktioniert. Die gibt es auch selbsthaftend ohne Saugnapf.