Vielleicht sollte man bei der ganzen Diskussion mal erwägen, dass es gar keinen Schuldigen gibt? Leider, unsere deutsch/österreichische Mentalität braucht immer einen Schuldigen (sicherheitshalber jemand anderes und nicht uns selbst ;-)), Situationsanalyse und Situationsverständnis ist da außen vor. Ich frage mich z.B. welche Schuld Skoda trifft, wenn in China ein Hafen in den Lockdown geschickt wird und damit globale Lieferketten ins Straucheln kommen. Oder was Skoda dafür kann, dass der Job des LKW-Fahrers inzwischen sehr unattraktiv ist und Speditionsunternehmen nicht mehr alle LKWs auf die Reise schicken könne. Oder welche Schuld Skoda trifft, wenn ein Zulieferer ein Steuergerät nicht liefern kann, weil Halbleiter weltweit gerade Mangelware sind.
Wenn Skoda Autos in der Reihenfolge bauen würde, wie sie bestellt wurden und alle gleichermaßen betroffen wären, wäre es so, wie du schreibst.
Aber es ist doch mittlerweile bekannt, das Skoda bzw. der VW Konzern aus betriebswirtschaftlichen Gründen Marken und Märkte unterschiedliche priorisiert. Da dies eine bewusste Unternehmensentscheidung ist, die in Teile aus deren Sicht vielleicht nachvollziehbar sind, tragen sie für diese Entscheidung und die hierdurch entstandene Verzögerungen der Betroffenen auch die Verantwortung.
Und dann noch die Händler, die über Marge verkauft haben und falsche oder fehlerhafte Aussagen getroffen haben.
Es ist so nicht so, das die ganze Probleme auf höhere Gewalt zurück zuführen ist.
Und meiner Meinung wird dies durch unglaublich schlechte Kommunikation nur noch verstärkt.
In normalen Zeiten fällt dies alles nicht auf oder so ins Gewicht, aber durch die von dir beschriebenen Probleme potenziert mit sich das.