Das ganze gerät zwar weg vom ursprünglichen Thema, das m.E. eigentlich abschließend zum Ende gekommen ist. Es tut sich was mit den Plaketten, ich sehe da aber kein Riesenproblem, meine habe ich für lau vom Händler bekommen. Zur Not sind 5€ Gebühr zu verkraften.
Die Regelungen in den Nachbarländern sind teils noch chaotischer, da oftmals jede Stadt das individuell regelt. Da blickt kaum einer durch, umgekehrt sind die Strafen bei nicht regelkonformer Einfahrt drakonisch.
In meiner Stadt ist, wie schon angesprochen, ein großes internationales und ein großes nationales Unternehmen, im Bekanntenkreis sind viele, die dort im mittleren und höheren Management arbeiten und Dienstwagen gestellt bekommen. Darunter Hybride aufwärts ab A6 und Q5, kein BEV, die allermeisten allerdings Diesel. Keiner von den Hybridfahrern hat eine WB, nur ganz wenige nutzen die Lademöglichkeit im Betrieb, weil sie nach kurzer Zeit, wenn die Mini-Batterie voll ist, das Auto wegfahren müssen. Dann ist kein nahegelegener Parkplatz mehr frei, sie müssen dann 5 Minuten zum Büro zurück laufen.
Also gleich zum Parkplatz nahe am Büro und dann gelegentlich zum Benzintanken (Kosten egal, übernimmt die Firma). Die E-Reichweite würde auch nur allenfalls für Fahrten von zu Hause in die Firma reichen, zurück nur für die, die nahe genug wohnen. Einer von den Bekannten fährt privat aus Überzeugung ein BEV, er lädt tatsächlich seinen Diensthybrid zu Hause, ärgert sich, für Dienstreisen mit Benzin fahren zu müssen...und ärgert sich noch mehr über die Kollegen, die auch für die Kurzstrecken nie elektrisch fahren.
Einer der Geschäftsführer fährt einen Taycan, der, wenn voll geladen, von der Sekretärin auf einen reservierten Parkplatz umgeparkt wird.
Das Hybridmodell ist durch die Sonder-Afa und reduzierte Pauschalbesteuerung für die private Nutzung sowohl für die Firma, als auch für die Nutzer höchst lukrativ, aber nützt der Umwelt nix.
Es mag sicher einige Enthusiasten geben, die mit einem Hybrid viel elektrisch fahren, aber die breite Masse der Nutzer interessiert sich nur für die 0,5% Steuer.
Das ist kein Bashing, sondern Realität.
Man kann es denen auch nicht verübeln, diese vom Staat angebote Gelegenheit zu nutzen!
Die Bundesregierung müsste der gelebten (und nicht der gewünschten) Realität in die Augen blicken, sich den Sand der von den Lobbyisten in dieselben gestreut entfernen, dann dieses Umweltfeigenblatt entsorgen, die freiwerdenden Gelder den BEV-Besitzern zugute kommen lassen, um da den Absatz anzukurbeln.