Naja, die Automobilhersteller haben schon eine starke Lobby, die besonders bei VW als Quasi-Staatsbetrieb mit Anteilen des Landes NDS schon Einfluss hätten.
Nach Durchrechnen der CO2-Flottenbilanz wurde zunächst massiv auf CNG gesetzt, die Sparte groß aufgestellt, wäre eine gute emissionsfreundliche, CO2-neutrale Technik gewesen unter Beibehaltung der ganzen Konstruktion der Verbrennermodelle. Nur wurde versäumt zu betrachten, dass Erdgas nicht CO2-neutral ist, sondern nur Bio-CNG und dann das Ganze wie eine heiße Kartoffel fallengelassen, weil keine Anrechnung auf den Flottenwert erfolgte. Ein Vorstoß in Richtung Politik ist, nach Aussage von Abgeordneten auf Bundes- und Europaebene, die von unserer CNG-Initiative befragt wurden, wohl nicht bzw. nur halbherzig unternommen wurden, da der Abbau der Sparte schon beschlossen war. Der Schwenk auf E ist eher panikartig und nicht gut geplant, sondern mit heißer Nadel gestrickt vollzogen worden. Auf Seiten der Verbrenner ist die geplante Weiterentwicklung incl. Ausbau von Werken parallel fortgesetzt worden.
Die Auswirkungen kommen logischerweise mit einer Verzögerung von Jahren.
So leiden die Fahrer von MEB-Kfz unter den Unzulänglichkeiten, der radikale Schnitt mit Massenentlassungen und Werksschließungen ist Realität.
Man hätte sich z.B. die Zulassungszahlen der einzelnen Modelle, getrennt nach Privat- und Flottenkunden ansehen müssen, um abzuschätzen, welche Modelltypen auch bei E gewünscht würden.
Der Privatfahrer eines Polo wird nicht plötzlich einen ID3, größer als der Golf, kaufen. Auch ein Passatfahrer wird sich überlegen, für den ID7 5-stellig mehr im Vergleich zum "gleichwertigen" Verbrenner-Passat auszugeben.