Beiträge von Hansi aus dem Hinterland

    Hinsichtlich der kleinen oder großen Updates wird es spannend bleiben.


    Auf der VW-Seite zur SW 6 (https://www.volkswagen.de/de/e…/neueste-id-software.html) werden sehr viele Features beschrieben, die in 5.x schon längst umgesetzt sind.

    Vielleicht eher eine Beschreibung des Gesamtumfangs, als die der Neuerungen.


    Als definitiv neu bei der Durchsicht der Seiten auf dem Handy ist mir aufgefallen: die Ampelerkennung, ein Rückwärtsfahrassistent, Übernachtungsmodus (zu dem Thema hat Matthias Speicher ein YT-Video für den Eni gemacht, wie es auch jetzt schon klappt), V2L mit Adapter an der Ladesteckdose.


    Von einer auf der Liste der Kundenwünsche weit oben stehenden Vorauswahlmöglichkeit der Ladekarten für die Navi-Planung oder gar Plug&Charge außer für Powerpass/Elli konnte ich nix finden.

    Bleibt also weiter nur ABRP, Chargeprice und Konsorten, für die, die preiswerte Ladestopps vorplanen möchten, mit anschließender manueller Übertragung ins Auto-Navi.

    That's what I mean, da gibt es die irrsinnigsten Ausstattungsausschlüsse bzw. wird was in Paketen kombiniert, wo sich der Laie fragt: warum...

    Skoda hat da einen Schritt nach vorne gemacht und bietet kaum noch Einzelausstattung an, dafür 3 Pakete. Der Kunde muss in den großen Paketen aber immer was mitkaufen, was er eigentlich nicht braucht/möchte.

    Früher war es in etwa ähnlich, weil Paket A nur mit Ausstattung B möglich war, B aber Pillepalle und unnötig war, angesichts der Vielzahl der einzelnen Merkmale die Anzahl der notwendigen Kombis bzw. Ausschlüsse aber unüberschaubar wurde.


    Zur Konfig meines Passats 2012 habe ich eine Excel-Tabelle mit den Dingen angelegt, die möchte, dann die Grundausstattung der einzelnen Ausstattungslinien/Zusatzoptionen dagegen gestellt und die preiswerteste Variante vs. kleinstes Übel (sprich wo muss ich das Wenigste zwangsweise mitkaufen, was ich nicht will) verglichen.

    So, führt alles vom Thema weg...

    Fakt ist:

    Spiegelheizung dauerhaft an ist nicht gut, daher IMHO die gesondert erforderliche Einschaltung sinnvoll. (Wobei, wenn ich den Knopf auf Heizung vergesse..bringt es auch nix)

    Das manuelle Umstellen zum Einparken finde ich persönlich handhabbar. Das Umschalten zum Einparken zwingt mich, die Heizung auszuschalten..


    Daher finde ich unter der Berücksichtigung, was ein neuer Spiegel bei Ausfall der Heizung kostet, die aktuell realisierte Möglichkeit für ökonomisch und vertretbar, auch wenn sie im Einzelfall unpraktisch erscheinen mag.

    Scheint VW-Konzern-typisch zu sein:

    ein Wirrwarr, so wie jetzt bei den Enis mit den SW-Updates...auf Version x.x nur von y.y und nur mit Matrix, sofern nach dem 3. Advent ausgeliefert und es geregnet hat. Seufz...


    Aber zurück zum Problem zu Anfang:

    Es gibt sicher keine Lösung, die alle zufrieden stellt. Immer muss einer für seine individuelle Situation tatsächlich manuell tätig werden. Scheint eher Jammern auf hohem Niveau....

    Der alte Kadett B, den ich von meinem Opa geerbt hatte, fuhr fantastisch ohne jegliche Assistenten. Gas, Kupplung, Bremse, Blinker, Lenkradschaltung, Zündverteiler, mechanische Seitenscheiben. Da könnte man sogar noch selber was reparieren, keine 85 Steuergeräte, die irgendwie immer rumspuken.

    Das mit dem Absenken nur auf R ist in der Tat eine seltsame Idee, bei meinem Passat B7 ist das per Einstellung im Setup mit dem Rückwärtsgang gekoppelt, finde ich gut gelöst. Wer es braucht, macht dort sein Häkchen...

    Andererseits: so oft parke ich nicht bei Regen/Eis ein, dass ich nicht mal eben von Heizung vorübergehend auf R umstellen könnte. Da stören mich eher die Tropfen auf der Seitenscheibe.....und es dann rein regnet, wenn ich die runterfahre.


    @Spiegelheizung:

    Dauer-An tut ihr nicht gut!

    Beim B6 war die werksseitig immer an, nach 3 Jahren kaputt, durchgebrannt. Lt Freundlichem bekanntes Problem...

    Gab es nicht einzeln, nur als kompletten Spiegel, plus Lackierung in Wagenfarbe 😭. VW hat gelernt, daher beim B7 nur extra, bei Bedarf, zu schalten.

    zu diversen Äußerungen von vt1816 :


    Augenscheinlich hast du einen sehr vertieften Einblick in Strukturen und Abläufe des VW-Konzerns, wie die hier dargelegten Details nahelegen. Schön, da Einiges erklärt zu bekommen, aber vielleicht wäre es ein Weg, die gewisse Unzufriedenheit etlicher Forumsmitglieder/Kunden, insbesondere mit der Softwarepolitik aufzugreifen und an entsprechenden Stellen zu positionieren, statt den Konzern hier permanent in Schutz zu nehmen?


    Mich als Endkunde interessiert es nicht, dass MEB "in Eile zusammengeschustert" und viele Probleme daraus erwachsen, die anfangs nicht zu erwarten waren/berücksichtigt wurden. Es mag erklärend sein, warum der status quo ist, wie er ist, doch das hilft mir als Enyaqfahrer im Alltag nicht weiter. Wir reden hier nicht von Kfz aus dem Billigsegment, für ein Auto >50K€ Anschaffungspreis darf ich ein gewisses Mass an Ausgewogenheit, Stabilität und Funktionalität erwarten. Leider ist sehr oft bei Software in vielen Bereichen zu bemerken, dass es nicht gelingt, die alten Zöpfe abzuschneiden, eine "vernünftige" neue Software losgelöst vom Bisherigen zu entwickeln, die abwärtskompatibel ist, statt auf Uraltfunktionen immer wieder noch was dazuzufrickeln, bis am Ende keiner mehr durchblickt. Oder ist es "normal", dass Enyaqs für Tage bis Wochen in der Werkstatt bleiben müssen, um ein Update zu korrigieren und zerschossene Steuergeräte neu eingebaut werden müssen? Da wird einerseits konzernintern mit Zehntel-Centbeträgen kalkuliert, doch die Kosten für sowas spielen keine Rolle?


    Du schriebst: "das ganze kostet Geld". Ja da hast du recht....,
    Wenn nur ein Bruchteil der Milliarden, die VW als Strafzahlungen im Dieselgate bezahlen musste, in die Entwicklung der Software gesteckt wurde, wäre schon viel gewonnen. (Wer hat wohl damals die Mogelsoftware entwickelt?) Als Kunde auch sauer aufstossend, wenn Boni der Vorstände nicht gewinnorientiert bemessen werden, sondern trotz miserabler Finanzsituation in voller Höhe ausbezahlt werden, vom angepassten Rest davon könnten Mannjahre für Programmierer finanziert werden. Es wurden Milliarden für Porsche bezahlt, doch leider entwickeln sich die Umsatzzahlen rückläufig. Schicksal? Alte BWL-Weisheit: eine Investition muss sich irgendwann rentieren....., Schulden bringen kein Gewinn!


    Leider hat VW bei der hektischen Umsetzung auf E-Mobilität im Prinzip in der durchgeführten Art und Weise ein Stück weit aufs falsche Pferd gesetzt: E-Mobilität ist weiterhin vor allem ein Wunschkind der Politik, die das recht einseitig als Rettungsweg des Klimas propagiert und mit viel Steuermitteln gefördert hat. Beim "Volk" ist das noch nicht angekommen (wir hier im Forum sind ein Haufen exklusiver Enthusiasten)! Ein Produkt, dass nur mit Subventionen gekauft wird, kann auf Dauer nicht gewinnbringend produziert werden, wie der massive Einbruch der Absatzzahlen nach Wegfall der E-Prämie gezeigt hat und VW ins Trudeln bringt.
    Jahre zuvor hat VW massiv in allen damaligen PKW-Konzernsparten den CNG-Sektor aufgebaut und viel Geld und Zeit in die Entwicklung gesteckt. Der dann doch mit dem Beginn des "E-Wahnsinns" aber sang- und klanglos unterging, wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wurde, statt dass VW mit seiner Lobbymacht in der Politik für eine Anrechnung von BioCNG auf die Flottenemissionen agiert hätte. Das hätte Zeit gebracht, den E-Sektor vernünftig und in Ruhe aufzubauen, die jetztigen Unzulänglichkeiten wären vermieden worden.


    Nichts desto trotz habe ich mich bewußt für den Enyaq entschieden, als unser CNG-Zafi nach 16 Jahren wegen zu hoher Reparaturerwartungen im konventionellen Bereich verkauft wurde. Ich hadere gelegentlich mit den bekannten Unzulänglichkeiten des Enyaq (meine Frau eher wegen der Reichweite und Ladedauer, ist halt Temperamentssache) , fahre meinen alten CNG-Passat parallel weiter und bin in Summe auf jeden deutlich umweltfreundlicher unterwegs, als die Mehrzahl der Diesel-/Benzinfahrer.

    Im Grunde gibt es hier im Thread zwei Fraktionen, die einen erwarten, dass die Software ihres Enyaq weiterentwickelt wird und der Enyaq regelmäßige OTA Updates bekommt und den anderen ist das nicht so wichtig, sie sagen ich habe das Auto so gekauft und solange alles funktioniert bin ich damit zufrieden.


    So weit so gut. Das ist ja auch nicht schlimm. Was ich aber partout nicht verstehe, warum wettert die zweitgenannte Gruppe so vehement gegen die Meinung und Erwartungshaltung der erstgenannten Gruppe? Was hat man davon?

    Nur am Rande zum Thema, aber muss mal gesagt werden:


    Leider wird besonders seit Verbreitung der sog. „Sozialen Medien“ eine Tendenz in den Gesellschaften beobachtet, die einen zunehmend raueren Umgangston bewirkt, sowie die Tendenz, nur seine eigene Meinung als gerechtfertigt anzusehen.


    Das beobachte ich auch in diversen Foren, so auch hier. Statt ein Miteinander und Freude am Thema zu haben, Argumente das anderen zu akzeptieren, werden Glaubenskriege ausgekämpft. Es gibt in jedem Forum ein Rudel Hyänen, das sofort angreift, wenn eine Meinung, die nur ein Jota vom Mainstream abweicht, kundgetan wird.

    Schade….


    Es gab doch mal einen Artikel im Grundgesetz…..

    Schön wie immer alle alles besser wissen als die Leute deren Job es ist :)

    Meine Liebe, hier geht es nicht um Besserwisserei, sondern um Organisation und Kundenfreundlichkeit.

    "Die Leute" mögen einen Job so gut machen, wie sie es aufgetragen bekommen. Aber wenn das nicht reicht?

    Ich kenne aus dem Studium genug Leute, die bei Automobilherstellern oder -zulieferern arbeiten. Was die so aus dem Nähkästchen darüber erzählen...