Hallo zusammen,
wie so viele vor mir sind auch wir als vierköpfige Familie dabei, nach einem Verbrenner auf ein BEV umzusteigen und dabei zwangsläufig bei Skoda gelandet.
In Q1/2025 standen wir schon kurz davor, sind Enyaqs probegefahren, haben uns neue Elroq rechnen lassen und so weiter.
Realisiert hatten wir es da noch nicht, da wir dann zunächst abwarten wollten, was eine am Horizont schon sichtbare neue Förderung mit sich bringt.
Die Förderung ist jetzt da und bekannt, wir profitieren nicht davon.
Mit diesem Wissen geht die Suche jetzt wieder los und wir haben da ein paar Fahrzeuge im Blick.
Uns stellt sich aktuell eine grundsätzliche Frage:
Ein iV 80 aus der ersten Generation (Q3/2022) mit irgendwas zwischen 60.000 km und 100.000 km, die so in einer Spanne von 24 TEUR bis 26 TEUR liegen (je nach Ausstattung).
Oder lieber deutlich neuere 85/85x aus 2025 mit unter 10.000 km, welche dafür zwischen 40 TEUR und 45 TEUR aufrufen.
Die technischen Aspekte wie neuere Software, andere Zellchemie, Akku-Vorkonditionierung etc. sind uns soweit bekannt.
Wegen eigener PV mit dementsprechend überwiegend AC-laden ist z.B. letzteres für uns gar nicht sooo wichtig, aber trotzdem immer ein Argument bei späterem Verkauf.
Wir sind echt unentschlossen, ob runde 20 TEUR Mehrpreis eine gute Investition sind.
Oder ob für ein erstes Familien-BEV nicht auch das "alte" Modell die bessere Wahl ist.
Andererseits könnte angesichts von Laufleistungen um die 100.000 km, der damit anzunehmenden Degradation, Verschleiss an Fahrwerkskomponenten etc. das auch ein Sparen an der falschen Stelle bedeuten.
Wir wissen es nicht.
Wenn mittelfristig die Leasingrückläufer der zweiten Generation und mehr Facelift-Gebrauchte auf dem Markt auftauchen, werden die Enyaqs der ersten Generation perspektivisch sicher immer uninteressanter.
Ein Wiederverkauf in drei, vier, x Jahren macht dann kaum Sinn, so ein Fahrzeug müsste man dann eigentlich bis an sein EoL fahren.
Habt ihr noch Gedanken dazu?
Enyaq-Kauf: Grundsatzfrage
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Überlege, wieviel Geld du monatlich für dein Auto ausgeben willst. Wenn du einen gebrauchten kaufst, musst du die Kosten (Anschaffung, Wertverlust, Verschleiß) auf die Nutzungszeit umlegen. Bei einem Gebrauchten ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas kaputt geht. Meist greift dann auch keine Garantie mehr.
Wenn dein Budget groß genug ist, Lease einen Neuwagen. Dann hast du kalkulierbare monatliche Kosten ohne Überraschungen. Wenn etwas kaputt geht, greift die Garantie. Du kannst noch entscheiden, ob du den einen obligatorischen Service (bei drei Jahren Laufzeit, bei vier wären es 2 Services) gleich mit der Leasingrate bezahlst, oder ob du den jemand machen lässt, der dich nicht über'n Tisch zieht. Viele Autohäuser haben für die BEV die Pauschalen erhöht, damit sie mit dem Service genug verdienen. Da gibt es nämlich nicht so viel zu tun, wie beim Verbrenner.
Bei drei Jahren Laufzeit hättest du alle drei Jahre das aktuellste Modell. Es gibt noch viel Entwicklungspotential. Das könnte sich also lohnen.
Andererseits ist der Verschleiß beim BEV geringer. Abhängig vom Nutzungsszenario könnte sich also auch ein junger Gebrauchter lohnen. Garantie auf den Akku gibt es bis 160.000 km. Erfahrungen zeigen, dass die länger hält. Ich würde das für einen Zweitwagen (so ich ihn denn mal brauchen sollte) in Erwägung ziehen. Der wäre dann auch nur auf kurzen Strecken unterwegs.
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Hier gibt es ja noch einen zweiten Threat irgendwo mit der TOC Betrachtung zwischen einem neuen Enyaq und einem im Bestand befindlichen Gebrauchtwagen.
Ich finde es aktuell (und eigentlich immer!) sehr schwer, den Wert eines Gebrauchtwagen in 5 Jahren abzuschätzen. Was wissen wir schon, wie die Welt in 5 Jahren aussieht. Im Moment sind wir froh, wenn die nächste Woche noch einigermaßen ähnlich zur vorangegangenen Woche ist.
- Verbrenner könnten in 5 Jahren dank niedriger Ölpreise und weiterer Verschleppung der CO2 Bepreisung und Fernhalten günstiger Importfahrzeuge immer noch 80% der Neuzulassungen ausmachen. Das würde einen sehr stark unter Druck befindlichen Gebrauchtwagenmarkt für BEV bedeuten.
- Verbrenner könnten in 5 Jahren aufgrund gestiegener Ölpreise, der trotzdem durchgezogenen CO2 Bepreisung sehr ins Hintertreffen geraten und die Lieferzeiten für neue BEV wieder stark ansteigen, sowie den Gebrauchtwagenmarkt leergefegt dastehen lassen.
Ich finde, dass ist im Moment nur schwer zu prognostizieren, weshalb die Option, das Auto einfach so lange zu fahren, wie es möglich ist, immer valide ist. Der Wertverlust eines Autos ist halt nicht linear, weshalb es immer umso teurer ist, je neuer du es kaufst.
- kannst du dass drei Jahre alte Fahrzeug für 25K noch 7 Jahre fahren, kostet es sich 3,5 K pro Jahr.
- kannst du dass neue Fahrzeug für 45K noch 10 Jahre fahren, kostet es sich 4,5 K pro Jahr.
Da beißt die Maus keinen Faden ab. Neuer = teurer.
Aber dafür hast du ja auch zu jedem Zeitpunkt ein neueres Auto. Bei dem einen sitzt du halt nach 2 Jahren in 5 Jahre alten Sitzen, bei dem anderen erst in 5 Jahren.
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Alles richtig, was ihr schreibt.
Es gibt so einige Pros und Cons.Leasing kann auch eine Option sein, aber wirklich attraktive Angebote sehe ich derzeit nicht.
Wir tendieren aktuell zu einem Jahreswagen (Facelift schon), der aber deutlich über 40k liegt.
Konfiguriere ich mir den heute neu, liegt der Listenpreis bei rund 58k.
Mit Rabatt schätze ich den Straßenpreis auf 50k oder leicht drüber.Für den besagten Jahreswagen sind das halt "nur" 6k/7k/8k Wertverlust, mehr als 10%. Klingt fair.
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Das kommt halt eben extrem auf den use case an…. ist es für meine Frau, die nicht weit fährt undimmer dahin, wo sie es schon kennt. Ist alles was ich für einen 85 mehr zahle eine Fehlinvestition… rein rechnerisch.
Geht es um mich, der das Navi braucht, öfter mal schnelladen muss und die Planung auch brauche und auch um die effizienz froh bin, mal ein wenig weiter kommen zu können….
Wenn du aber den 80 direkt zahlen kannst und den 85er nicht, nimm den 80er, wenn die ähnliche km leistungen haben… Wenn du einen 80 findest mit 99% SOH, nimm den, anstelle eines 85er mit 96%…… Es gibt da so viel mehr…
Wenn du einen 80er mit 3.8 gefahren bist und vielleicht noch ne Stunde mit der SW gespielt hast undsagst passt, brauche nicht mehr, weil man nicht weiss was da noch kommt, warum nicht einen 80er?
Ach habt ihr in DE auch flottenrabatte, weil wenn ich sehe was wir kriegen, müsste der nicht nur 10% günstiger sein als neu…
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Man sollte sich ein Auto aber auch immer so Kaufen / Leasen / Finanzieren wie man es haben möchte da es nicht gerade wenig Geld ist. Ich habe auch lange Überlegt und bin seit dem 30.01.2026 von meinen Seat Leon ST Cuupra 300 4drive auf den Enyaq RS umgestiegen und bin bis jetzt Happy mit der Entscheidung. 😊
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