Beiträge von luckymecky

    Also nach 230km kurz 10kwh aufgeschnupft und dann die letzten 25km bis zum Ziel gerollt.

    Wenn man regelmäßig, auch im Winter, über 200km Distanz zurücklegen muss und eine Zwischenladung keine Option ist, dann hat man mit dem kleinen Akku sicherlich nicht die optimale Wahl getroffen.

    Im Sommer geht das noch ganz gut, da dann die Heizleistung reduziert ist, aber im Winter eher Suboptimal.


    Unsere Erfahrungen

    Fahrzeug ohne besondere Belastung (Anhänger, Dachbox etc.)

    Sommer Verbrauch unter 20kWh: 1000km Fahrstrecke Autobahn, nachts, Tempo 130km/h wo immer möglich

    Winter Verbrauch ~25kWh: Autobahn, Außentemperatur kurz unter 0 Grad, Tempo 130km/h wo immer möglich


    Damit kann ich die Reichweite auf Autobahnen bei Tempo 130 und für meine Frau stressfreier Restkappa im Akku für mich ganz gut abschätzen:

    Sommer: ~ 250-270km

    Winter: ~ 200-220km


    Nebenbei, da wir regelmäßig auch mit einem gut gefüllten (ca 1000kg) Anhänger mit Bordwanderhöhung unterwegs sind:

    Unser Anhänger macht sich in der Kalkulation kaum bemerkbar, da die Mehrbealstung offenbar durch die geringere Geschwindigkeit (100km/h wo möglich) kompensiert wird.

    Und auf der Hin und Rückreise hat sich wieder gezeigt, wie wichtig es ist den Akku möglichst leer zu fahren.
    Wie man es nicht machen sollte: Nach 150 km auf der Landstraße angesteckt und mit mageren 50kw "belohnt" worden

    Am Sonntag wurde das auch bei uns mal wieder trotz knapp 170 km AB mit satten 43,5kW bei 36% Restinhalt "bestraft", aber wir hatten leider keine Alternative:
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    Auch der Unterschied zwischen wärmerer und kälterer Umgebung wurde deutlich:

    Hin- und Rückfahrt identische Strecke von 168 km, kaum Wind, 130km/h mit Tempomat, Fahrzeit knapp 10 Minuten Unterschied (in der Stadt lief es nachts halt flüssiger):

    Mittags bei 15-17 Grad: Verbrauch 64% (37,12 kWh)

    Nachts bei 1-4 Grad: Verbrauch 75% (43,5 kWh)

    Die letzten Tage war mal wieder eine längere Strecke (690km) fällig.

    Fazit: bei Tempo 130km/h per TA und wenig Verkehr, 2 bis 6 Grad Außentermperatur, 22 Grad Innenraumtemperatur wurden zwischen 23 - 25 kWh/100km verbraucht. Hier waren Gegenwind und Seitenwind wohl die wesentliche Ursache für den Verbrauchsunterschied.

    Bemerkenswert: nur die erste Ladung lief schleppend, da die Batterie noch kühl war. Danach lag die Batterie dauerhaft über mindestens 23Grad (teilweise über 30Grad), so dass die folgenden Ladungen bei gut unter 20% SoC mit ordentlicher Leistung (über 100kW) starteten. Für die einzelnen Ladevorgänge (32-38 kwH) wurden 32-36 Lademinuten fällig.

    Letzte Nacht stand die Rückreise aus dem Urlaub an. 990km aus Lechbruck (bei Füssen) einmal die komplette A7 hoch bis kurz vor Flensburg, inkl. 70km Landstraße (2x Umleitung auf Grund Sperrung der A7).

    Durchgehend mit TA, wo es erlaubt war 130km/h, Außentemperatur lag meist bei 10-13⁰, Innentemperatur kann man ablesen,beladen mit zwei Personen, zwei Hunden und reichlich Gepäck. Insgesamt vier Ladepausen.

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    Natürlich sind diese, aus Verbrenner umgerechnet nur ca 20L ein Zugeständnis an die letztendlich noch nicht ausgereifte Batterietechnik. Diese relativ geringe speicherbare Energie ist daher aber nicht Realität, weil es grundsätzlich Vorteile bietet.

    Wenns technisch/kostenmäßig möglich wäre, hätten alle E-Autos größere Akkus, als jetzt der Fall.

    ganz sicher....

    Die E-Mobilität ist in der Entwicklung im Vergleich zum Verbrenner einfach noch jung, und die Entwicklung der Energievolumen, Ladegeschwindigkeiten und Ladeinfrastruktur ebenso.

    Wenn man dann jetzt schon Berichte von Ladevorgängen mit knapp 70kWh in 15Minuten liest (800V, z.B. KIA), kann man den zügigen Fortschritt dort schon gut erkennen.

    Bei der Verbrauchsoptimierung ist man auch schon auf einem guten Weg, wenn auch nicht ganz so rasant. Unsere von der Entwicklung ältere ZOE fahren wir bei gleichem Fahrprofil mit sogar etwas höheren Verbrauch als den Enyaq (ZOE ca 17-8 vs Enyaq ca 15-16 kWh im Alltagsumfeld im Sommer), und der Enyaq ist deutlich größer und schwerer.

    Dazu kommt dann noch die Weiterentwicklung der Batterietechnologie, was für mich den erheblichsten Anteil ausmacht.

    Ich fürchte nur, dass die Lade-Infra gar nicht so schnell hinterher kommt. Das war in diesem Jahr gut zu erkennen, als die skandinavischen Länder Sommerurlaub hatten und die Ladestationen oftmals komplett ausgelastet waren. Wenn jetzt noch mehr Mitteleuropäer den Weg zur E-Mobilität finden, dann kann das sehr schnell sehr eng werden.

    Zurück zum eigentlichen Thema:

    Die Ausflugsfahrt gestern war sicherlich auch nicht repräsentativ, aber höchst erfreulich:20250831_173848.jpg