Ich versuche mal, zum eigentlichen Thema zurück zu kommen:
- Entfall der KFZ-Steuer bis 2030
- Steuervorteil bei Firmenwagen
- Verkauf der THG Quote (dafür gab es ja mal merklich Geld, jetzt und in ferner Zukunft vermutlich nicht mehr (??), so ca. 100 € p.a.)
- Kostenloses Parken während des Laden an vielen Orten (für meine Cousine in Mainz ist das z.B. eines der wesentlichen Gründe, elektrisch zu fahren, sie meint immer, sonst ist es kompliziert und teuer, zu parken, mit dem Stromer ist das total easy, zumal sie zu Hause keine Lademöglichkeit hat. Die Planen essen gehen und Kinobesuch schon wenn möglich so, dass es mit leerem Akku einhergeht).
- Teilweise andere Kleinigkeiten wie kostenloses Parken, Nutzen der Busspur und in Österreich teilweise entfall von Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Ich bin der Meinung, je mehr BEV es geben wird, je mehr dieser kleineren Vorteile werden entfallen. Bordsteinladen wird hoffentlich mit der Zeit an vielen Stellen möglich sein, aber vermutlich dann nur mit Anwohnerparkausweis oder mit normalem Parkticket.
Daneben spart man ja noch einiges bei der Inspektion, was nicht zu vernachlässigen ist. Mein Diesel kostet mich alle 12 Monate im Schnitt 700 EUR, beim BEV sind das (auf 12 Monate gerechnet) 300 EUR (ich nehme mal 600 EUR für die Inspektion an, wohl wissend, welche Unterschiede es da gibt). Beim Diesel sind KFZ Steuer (250 EUR) plus Inspektion (400 EUR) = 650 EUR pro Jahr, ergo in fünf Jahren 3.250 EUR.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass die KFZ Steuer und die Ersparnis bei der Inspektion die nennbaren Vorteile sind, die einen deutlichen Kostenvorteil im Unterhalt ausmachen.
- Für die THG Quote muss man schon wieder aktiv etwas tun.
- Die anderen Vorteile (Parken usw.) treffen ggfs. nicht auf jeden und nicht regelmäßig zu und daran wird m.E. niemand eine Kaufentscheidung treffen.
Am Ende bin ich der Meinung, dass ein BEV bei der Anschaffung kostenmäßig eine 50/50 Entscheidung bei vergleichbaren Fahrzeugen / Ausstattung sein muss. Derzeit ist die Anschaffung eines BEV ja (vor allem im günstigeren Fahrzeugsegment) noch deutlich teurer. So lange sich das nicht ändert, wird es immer eine große Mehrheit geben, die nur Anschaffungskosten und niedrigere Reichweite sehen. Ich vermute, wenn die Anschaffungskosten einmal gleich sind, dann wird man die niedrigere Reichweite (die wird ja vermutlich bleiben) in Relation zu den übrigen Vorteilen setzen. Und dank des günstigeren Unterhalts wird man dann schnell einen klaren finanziellen Vorteil. Viele fahren ja nur 10K KM im Jahr, da wirken sich günstige Stromkosten (je nach Situation) gar nicht so stark aus, höhere Anschaffungskosten aber umso mehr.