Beiträge von Bert2024

    Ich fand einige Aussagen in den letzten Posts hier schon recht steil und einige können sich sicher freuen, dass der admin wohl heute frei hat oder beschäftigt ist.


    Natürlich macht es für viele keinen Unterschied, ob ein Ladevorgang 30 oder 15 Minuten dauert. Außer halt bei der Entscheidungsfindung. Die meisten die elektrisch fahren, sehen die viel beschworenen Probleme bei Ladezeit und Reichweite sehr entspannt. Und trotzdem ist es eines der größten Gegenargumente derer, die noch Fossil fahren. Und immerhin entscheiden sich noch 80% der Neuwagenerwerber für Fossil und nur 20% für Elektrisch. Und im Bestand ist es vermutlich so 5% vs. 95%.


    Das ist aber nicht der Punkt. Hier gab es ja einige - ich glaube teile bewusst sehr provokante - Aussagen. Im Kern sehe ich dabei einen großen Punkt, der nicht von der Hand zu weisen ist:


    SSP kommt 2029 / 2030 mit 800V und ist dann vermutlich bis 2035 erst einmal gesetzt. Vorher wird der Konzern keinen Plattform - Nachfolger an den Start bringen. Das sind 10 Jahre! Diese Plattform wird sicherlich einiges mehr können als MEB, aber es wird sicherlich bis 2030 noch viele neue Entwicklungen geben und möglicherweise werden die mit SSP nicht vereinbar sein. In China stellt man die Fahrzeuge aber binnen 12 Monaten auf eine komplett neue Plattform. Das Entwicklungstempo hat sich in den letzten Jahren extrem erhöht und noch sehe ich nicht, dass die europäischen Hersteller da aufholen. Die aktuelle Fahrzeuggeneration spürt das vielleicht noch nicht so stark, aber 10 Jahre sind eine lange Strecke. Für SSP ist bereits jetzt Feature-Freeze, also werden alle nicht mehr auf der Plattform integrierbaren Neuerungen erst in ca. 10 Jahren für den VW Konzern integrierbar sein. Das ist der Punkt, der mich derzeit etwas sorgt. Nicht, dass ich oder die allermeisten das unbedingt benötigen werden, was auch immer es sein wird. Aber es sind Verkaufsargumente.

    Sind die Käufer der Autos alle dumm?

    Ich glaube nicht, dass die dumm sind. Da du schon den Zweiten fährst, würde ich den Gedanken auch nicht in mir aufkommen lassen :/ .

    Es ist halt immer noch ein Unterschied, ob ich mir bei Temu mal einen Satz Schraubenzieher auf Profiniveau für 10 EUR bestelle. Wenn die gut sind, ist gut, wenn Schrott, dann sind es nur 10 EUR. Bei einem Auto für 50.000 EUR ist das schon was anderes.

    Die Chinesischen Autos sind sicher nicht schlecht. Tesla ist auch sicher nicht schlecht. Aber sie sind auch nicht wesentlich günstiger als europäische Modelle. Und Tradition und Image kauft man halt auch immer mit.

    Tesla hatte es geschafft, sich ein Kult-Image aufzubauen (die Fan-Boys waren ja fast wie die bei Apple) und Elon hat es geschafft, dass in relativ kurzer Zeit wieder einzureißen.

    Die Chinesischen Marken müssen sich das erst aufbauen.

    Schau die XPENG an. Der G6 fast 50K, der G7 60K. Dafür bekommst du halt auch schon locker einen Enyaq oder ID.4 / ID.5.

    Und bei der Namanswahl sind sie halt auch immer nicht so glücklich. Ganz ehrlich: X-Peng? Da würde mich schon der Name vom Kauf abhalten. Bei 70% vom Preis eines vergleichbaren VW-Gruppen-Auto, also wenn ich gegenüber einem Enyaq mal locker 15K günstiger etwas sehr vergleichbares bekäme, ja, interessant. Aber zum fast gleichen Preis oder um 5K zu sparen, X-PENG statt einer etablierten europäischen Marke?


    Außerdem muss man hierbei bedenken, wie hoch der Anteil an Firmenleasing hierbei ist. Die werfen jetzt wegen der Restwerte Tesla raus. X-Peng wird man da kaum bestellen können. Mercedes, BMW, Audi oft aus der Preisrange, also landet man fast automatisch bei einem der MEB Fahrzeuge.

    Was mit da immer wieder erschaudern lässt, ist die Tatsache, dass "wir" jetzt seriennahe Fahrzeuge mit neuen Features vorstellen, die wir erst ein 4-5 Jahren auf dem Markt anbieten.

    Wenn da wirklich tolle neue Innovationen dabei sind und der Chinese sagt: Wow. Das ist mal eine tolle Idee - dann ist das ab 2027 dort in allen Fahrzeugen Serie.

    Da müssen wir echt irgendwann mal schneller werden.

    Wir können uns hoffentlich darauf verständigen, dass es hier keinen besseren oder schlechteren Akku gibt?

    Beide Akkus haben ein etwas unterschiedliches Ladeverhalten, dass unter dem Strich zur gleichen Ladezeit von 10% auf 80% führt.

    Der eine ist halt vorne raus etwas schneller und der andere hinten heraus etwas stabiler.

    Und natürlich gibt es immer spezifische Situationen, in denen der eine Akku vielleicht die gerade gestellte Anforderung ein kleines wenig schneller erfüllt.

    Die 175 kW Variante halt beim Laden von 5% auf 40%.

    Die 135 kW Variante halt beim Laden von 40% auf 70%.

    Und da sprechen wir sicherlich jeweils von einer Minute oder so. Es spielt einfach keine Rolle. Und ob einer der beiden vielleicht eine längere Lebensdauer hat . . . das wissen wir nicht.

    Danke für den guten Vergleich, mit dem du vollkommen Recht hast. Wobei die 175 kW Variante (habe ich) dank Pre-Heating auch vollkommen praktikabel ist.

    Den einzigen Vorteil der 175 kW hat man eventuell bei einem kurzen Nachladen von sagen wir mal 10-40%, um noch nach hause zu kommen. Und da reden wir wahrscheinlich von max. 1 Minute.

    Dem würde ich mich trotz nur rudimentärer juristischer Kenntnis anschließen.

    Wenn man ein "Plug and Charge" System installiert, dessen Sinn und primärer Vorteil es ist, sich automatisch mit einer Ladesäule zu verbinden und den Ladevorgang freizugeben, ist das ja eine bewusste Entscheidung.

    Wenn man dann an einer Ladesäule ansteckt und dieses System bewusst für einen Ladevorgang nicht benutzen will, muss man schon selbst aktiv werden (wie, weiß ich nicht - ob man Plug and Charge vorübergehend über einen Schalter in der App deaktivieren kann? Noch nicht benutzt).

    Hier wurde ja über Elli verbunden und abgerechnet. Die werden nicht einfach den Tarif eines anderen Anbieters, der mit ihnen nichts zu tun hat, abrechnen können. Ein Storno der Rechnung würde ja zu einer kostenlosen Ladung führen (der andere Anbieter weiß ja gar nichts vom Ladevorgang). Vielleicht machen sie ja etwas aus Kulanz und erstatten einen fixen Betrag. Das wäre Naheliegend unter dem Aspekt der Kundenbindung / Zufriedenheit / Einsicht in die Schwäche des eigenen Systems in solchen Fällen).

    Falls nicht, würde ich auf dem juristischen Weg hier auch (das ist aber mehr Bauchgefühl als Wissen) schlechte Karten sehen. Der Streitwert wäre mit vermutlich unter 50 EUR wohl auch Zeit, Aufwand und Ärger nicht wert.

    Wenn du in die Pizzeria gehst und mit Partner und Kind eine schlechte Pizza auf "Tiefkühlniveau" erwischst, ist der "Schaden" vermutlich gleich bis höher. Da ist die Folge, diesen Pizzabäcker künftig tunlichst zu vermeiden. Wie oben schon geschrieben: Abhaken unter "Lehrgeld". Und falls es eine Kulanz geben sollte, hier mal den Anbieter in den höchsten Tönen loben.

    Ein Update zum DCC würde mich auch brennend interessieren.

    Eventuell verbessert sich ja auch mit dem SW Update zu 5.4 etwas?

    Im Elroq scheint das ja sehr deutlich besser zu funktionieren.

    Ob es in den Enyaq Facelifts mit 5.4 auch besser ist, kann ich jetzt nicht erinnern.

    Speicher hatte ja irgendwann vor dem Sommer mal ein Softwareupdate des Steuergerätes im Video erwähnt, die Werkstatt wusste aber wenige Wochen danach davon nichts.

    Gibt es eigentlich schon irgendjemand, der von 5.2 (Matrix) auf 5.4 OTA hatte?

    Ich warte auch drauf, vermute aber, dass das noch eine gute Weile dauern wird. OTA updaten sie ja tausende von Fahrzeugen auf einmal. Wenn die am nächsten Tag alle mit Fehlermeldungen rum stehen, wird es lustig.

    Die aktuelle Kampagne wird sich auch ganz schön in die Länge ziehen, wenn aus fast jedem 3-4 Stunden das Fahrzeug in die Ecke stellen und updaten lassen 2-3 Tage Fehlersuche und probiere mit Unterstützung der Zentrale werden. Ich würde mir ja (auch für Skoda und VW), nicht nur aus Kundensicht wünschen, dass die diese Dinge mal in den Griff bekommen. Schlägt ja auch ganz schön aufs Image.

    Gibt es eigentlich Hinweise / Kenntnisse, dass es in der "Verbrennerwelt" ähnliche Probleme gibt? In Punkte Software dürften die Unterschiede da ja bis auf Ladeplanung nicht so arg groß sein. Die haben ja die gleichen Assistenzsysteme und die gleichen Komfortfunktionen an Bord.

    Nach der regen Diskussion hier habe ich auch mal meinen Antrag geprüft (emobility.energy).

    12/2024 beantragt für 2025 UND 2026. 2025 wartet noch auf Geldeingang und 2026 steht auf "in Prüfung". 49€ garantiert (flexibel). Ich bin gespannt.

    Mit war hier auch nicht bewusst, dass das Folgejahr gleich enthalten ist, steht aber auch so im Kleingedruckten der Bestätigung aus 12/2024. Na ja.

    Ich bin da extrem skeptisch.

    Der Verfall der Zertifikatspreise war ja unter anderem dadurch ausgelöst, dass extrem viele Zertifikate aufgrund sagen wir mal "zweifelhafter" Kompensationsmaßnahmen über waren.


    Vereinzelt gab es ja Berichte, dass auch mal Projekte abgelehnt wurden. Der Witz ist ja, dass Konzerne in Europa nachweisen, dass sie in China an einem Umweltprojekt beteiligt sind, das X Tonnen CO2 einspart und lassen sich das hier anrechnen. Nachweis liegt vor, Überprüfung nicht möglich, also wird es anerkannt, ob es existiert oder nicht. Im Zweifel setzen die Chinesen 1 Mio. Bäume irgendwo in die Wüste und lassen sie wieder vertrocknen. So lange sich Geld damit verdienen lässt. Ablehnungen wird es da wohl nur sehr vereinzelt geben. Glaubt ihr wirklich, dass es einen tatsächlichen Willen gibt, an der Praxis etwas zu ändern, so dass die Unternehmen tatsächlich gezwungen sind, große Summen für ihre Versäumnisse bei der Klimatransformation aufzuwenden?

    Unsere Regierung entlastet auch lieber beim Gas- als beim Strompreis. Die werden froh sein, dass die CO2 Kompensation für die Unternehmen weiter nur minimale Kosten verursacht.

    Als ich kürzlich gelesen habe, dass Katherina Reiche unter Peter Altmeier Staatssekretärin war, wurde mir klar, das nun abermals versucht wird, den Ausbau von Wind und PV zum erliegen zu bringen, um das Geschäftsmodell der alteingesessenen Energiewirtschaft nicht zu retten. Die tun einen Sch... um bei der Klimatransformation voran zu kommen.


    Ich würde ja echte sehr gerne weiter daran glauben, dass wir es irgendwie schaffen, zu einer weitgehend CO2 Neutralen Gesellschaft zu werden. Aber ich sehe absolut nicht, dass es in der Politik (und auch in sehr weiten Teilen der Gesellschaft nicht) einen echten Willen dazu hat.