Nach nur 4 Jahren und 8 Monaten (09/2021) und 77.000 km hat mein Enyaq einen Antriebsschaden.
Vor rund 4 Wochen sind wir zu dritt mit 3 Fahrrädern auf dem Heckträger zum Gardasee gefahren, ans Westufer, wo es bergig ist. Die Zufahrtsstraße hatte auf den ersten 2 Kilometern eine Steigung mit ca. 10 bis 12 %, die letzten 200 Meter dann mit ca. 17 bis 20%. Wir haben das Auto abgestellt und über Nacht auf 80% aufgeladen. Also nichts besonderes. Am nächsten Abend wollten wir ohne Gepäck wieder runterfahren, doch es kamen mehrere Meldungen das Assistenzsystem, e-Sound und Antrieb ein Problem haben. Da das Auto seit Beginn Softwareprobleme hatte die Skoda nie so richtig lösen konnte oder wollte, hieß es dann, alle Aussteigen, Verriegeln, einen Moment warten und dann losfahren. Diesmal ohne Probleme losgefahren, dann aber 100 Meter später fällt der Motor aus. Mit Getriebe ratternd dann noch weitere 25 Meter den Berg runtergerollt. Wieder die ganzen Meldungen. Nach etwas rumprobieren wurde der Schutzbrief in Anspruch genommen und das Auto nun 3 Wochen später bei meinem Skoda Händler abgeliefert.
Der stellt dann fest, dass beim Auslesen keine sinnvollen Infos ausgegeben werden. Daraufhin werden die TPIs , die zu den Symptomen passen geprüft, dann soll der Motorwechselrichter ausgetauscht werden (EUR 3100 Material/ EUR 2100 Arbeit). Erster Kulanzantrag wird wegen Alter abgelehnt. Im zweiten Anlauf will sich Skoda dann doch beteiligen. Aber ich hab noch nicht beauftragt, da mich der Spaß erstmal rund EUR 2900 kosten soll und ich nicht weiß was noch alles kaputt ist.
Unter den TPIs befindet sich eine, bezüglich eines Kabels von der Schwinge zum Rest des Autos. Angeblich wurde die geprüft und soll in Ordnung sein. Nachdem sich herausstellt das die Filiale gar keine Hochvoltthemen bearbeitet, es aber bei dem Kabel um kein Hochvoltkabel geht, bekomme ich so meine Zweifel. Die Stelle lässt sich nur mit einem Endoskop einsehen. Wenn das jemand checkt, der gar nicht weiß was er checken soll, dann ist es ein Glücksspiel. Also wurde auf meinen Wunsch der Enyaq zu den Hochvoltkollegen verlegt und heute erfahre ich auf mein Drängen das ein aufgeriebener und angeschmorter Kabelstrang im Bereich der hinteren Schwinge gefunden wurde.
Ich frage mich, ob mein Enyaq unter Last und dem zusätzlichen Hebel durch den Kupplungsfahrradträger, dieses Kabel so gedehnt hat, dass es angerissen und angeschmort ist.
Wenn das wirklich in die Richtung geht, dann sieht das ja eher nach einem konstruktiven Problem aus. Ist nun nur das Kabel hinüber, oder auch der Motorwechselrichter, der Motor, das 1-Gang Getriebe?
Hat jemand anderes auch schonmal so ein Problem gehabt? Was war da letztendlich alles auszutauschen? Und wie hat sich Skoda bei sowas in anderen Fällen verhalten? Im Internet kann ich da nicht wirklich was zu finden.