Ich bekomme sehr viele Mails von neuen ENYAQ-Fahrer:innen, die ihren ENYAQ seit wenigen Tagen oder Wochen haben...und ich kann davon fast alle mit einem Standard-Mail beantworten (was ich nicht mache), weil fast immer gleiches drin steht: Erstes EV, Fahren toll, viel Platz, Leistung usw. und dann folgt nahezu immer: Verkehrszeichen und Geisterbremsen, Ladeplanung mit Wunsch-Anbieter, Speichern von Einstellungen in den Assistenten.
Ich habe zwar keine mail geschrieben, aber ich bin einer von denen.
Die Erfahrungen beschränken sich also auf rund 2000 km, diese allerdings weitgehend Langstrecke.
Geisterbremsungen hatten wir keine einzige und meine Erwartungshaltung an jede Verkehrszeichenerkennung ist überschaubar. Am Besten aus meiner Sicht war da mein ehemaliger Firmenwagen, ein OPEL Insignia. Der konnte Zusatzschilder lesen hat aber auch das eine oder andere mal irgendwoher Informationen gezogen, die zumindest nicht relevant waren. Mir ist das Thema auch nicht sonderlich wichtig, es ist allenfalls nice to have.
Ladeplanung mit Wunschanbieter wäre in der Tat nice gewesen. Ich hatte/habe eine Tesla-Mitgliedschaft weil in den NL Tesla hat super günstig ist. So musste ich kurz manuell in die Ladeplaung eingreifen, zun einen weil ich bei Tesla laden wollte aber auch weil ich nicht kurz vor der Grenze nochmal in D sondern erst kurz nach der Grenze in Holland laden wollte. Für einen nur gelegentlichen Langstreckler aber machbar. Mehr gestört hat mich eigentlich, dass Supercharger, die frei zugänglich waren, gar nicht aufgeführt wurden.
Vielleicht solltest Du mal hinterfragen was die Leute vorher so gefahren haben und was diese Autos konnten oder nicht. Vielleicht wird maches ja nur vermisst, weil es gerade auf FB gehypt wird. Zumindest das Thema Ladeplanung sollte doch jedem, der sich im Vorfeld mit dem Enyaq beschäftigt hat bekannt gewesen sein. Wenn das ein must have gewesen wäre, dann ist es schlicht das falsche Auto.
Ich verfolge die Teslaszene nur am Rand, aber ich kann nicht feststellen, dass jede Woche das fehlende head-up Display oder die weggefallenen Einparksensoren bemängelt werden.
Kann sein, dass ich als alter weißer Mann die neue digitale Welt nicht verstehe. Mir reichen die analogen Fähigkeiten meines Enyaq vollauf. Deshalb habe ich ihn auch gekauft. Nicht weil ich gehofft habe, dass er irgendwann mit neuer software fliegen kann. (Sorry mir ist gerade kein besseres Beispiel eingefallen)
Wenn ich an mein update von win 10 auf win 11 denke, dann ist das einzige was mir einfallt die neue Position des "Start-Buttons". Dafür hätte ICH kein anderes Betriebssystem gebraucht.