Ihr und eure Glaskugeln 
Und "wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll" ohne eigene Wallbox kann ich auch nicht unterschreiben.
Ich habe im Moment Stromkosten von 9,75-10,50 Euro/100km bei einem Durchschnittsverbrauch von 20kwh/100km (an der Ladesäule, nicht im Auto). Günstigster Preis ist für mich 49ct die kwh an öffentlichen Säulen (abgesehen von Supermärkten, aber da steht man ja nicht 3h).
Im Sommer war's besser, jetzt wirds halt schlechter.
Das war bei meinem Diesel vorher auch so, im Sommer ist der Passat mit 5,5L ausgekommen, im Winter 6,5.
Bei 1,60Euro/l sind das 8,80-10,40 Euro/100km. Das ist jetzt auch nicht soweit weg, dass man dort von spürbarem Unterschied reden kann.
Bleiben die restlichen Kosten, also Kauf, Versichernung und Steuern. Kauf geht schnell: einen gleichwertig ausgestatteten 2L-Diesel-Passat bekomme ich nicht billiger als den Enyaq. Kann man vermutlich auch mit dem passenden Skoda-SUV machen, was wär das, der Karoq oder der Kodiaq?
Steuern kostet mich die nächsten Jahre nix und die Versicherung ist tatsächlich günstiger geworden (wobei die kurz nach meinem Kauf fast 50% erhöht wurde, da hatte ich Glück).
Was ich mit dem Enyaq habe ist mehr Aufwand. Statt 1x für 1000-1200km tanken häng ich halt zweimal die Woche für 3h an der Ladesäule eine Straße weiter und ab und an am Schnellader, wenns sein muss. Das ist aber vertretbar, wenns nicht gerade regnet.
Von den Kosten sehe ich da noch keinen wirklichen Unterschied im Großen und Ganzen.
Abgesehen davon, wirklich wirtschaftlich ist das sowieso alles nicht. Weder Neuwagenkauf noch Leasing, das verbrennt alles nur unnütz Geld. Wenn man wirklich auf die Taler achten muss, dann kauft man sich ein gebrauchtes Auto seiner Preisklasse und je nach km-Anforderung als Diesel oder Benziner. Das ist die günstigste Form, mobil zu sein.
Das wär in meinem Fall z.B.ein gebrauchter Golf Kombi 1,4L trendline ohne alles, 3 Jahre alt für 14k€. Alles andere ist Luxus und hat mit "wirtschaftlich" nix mehr zu tun.
Der ganze Mist um die Wildwest-Ladeinfrastruktur, das ist es eher, was alle Leute abschreckt, zumindest nach meinen begrenzten Erfahrungen. Selbst bei E-Auto-interessierten Leuten ist spätestens dann Schluß, wenn ich mein Ladekarten-Portmonnaie raushole.
Und das hat nix mit Diesel-Dietern oder Petrolheads zu tun - das ist für die Leute einfach unglaublich, was man für Verrenkungen machen muss, um vernünftig in der Republik zu laden. Ist am Ende gar nicht so schlimm, aber die Abschreckung ist da.