Danke für den Tipp, aber das getraue ich mich nicht (wenn ich dann wüsste wie). Ich habe heute in „meiner“ Garage angerufen, die meinten man kann die Scheinwerfer nicht manuell einstellen. Dann bin ich zur nächsten Skoda Vertretung hier in Frankreich gefahren. Dort sagten sie auch, dass man die Scheinwerfer nicht manuell einstellen kann. Sie hätten den Wagen zwar behalten zur Fehleranalyse, aber ohne Zusicherung, dass sie bis Samstag eine Reparatur machen können, wenn sie dazu Ersatzteile bestellen müssten. Das bringt mir dann auch nichts.
In beiden Autohäusern hörte es sich nicht an, als ob dieser Fehler bekannt wäre. Ich kann das nicht wirklich glauben, beides sind grössere Vertretungen mit relativ grossem Einzugsgebiet.
Naja, wir schauen jetzt, dass wir möglichst wenig bei Nacht fahren. Und am 6.1. werde ich zur angestammten Werkstatt fahren.
Ich musste bei meinem Enyaq auch die Scheinwerfer einstellen, da diese zu tief eingestellt waren.. Die Autohersteller sind fast alle zu vorauseilend mit dem Gehorsam. Dasselbe hatte ich bei meinem Polo AW (2019) mit LED und bei meiner B-Klasse mit LED (2015). ABer auch schon vorher mit diversen E-Klasse Mercedes (W210/211). Allesamt zu tief gewesen.
Aus 20 Jahren Taxibetrieb hier meine eigene Lernerfahrung:
Aus Fachbüchern, weiß ich, wie man das machen muss. Habe sogar noch ein altes ADAC AUTOBUCH von 1974 im Regal (zu den Zeiten war das noch Grundwissen).
1.) Man stelle den Wagen mit der Schnauze gerade (bündig) zu einer kontrastarmen (unifarben) Wand. (Wichtig hier: Hinter dem Wagen sollten 3-5 Meter ebene Strecke zum Rückwärtsrollen sein.)
2.) Licht anschalten, überprüfen ob die LWR auf 0 steht, und Höhe des austretenden Lichtkegels messen (müsste irgendwas um die 86 cm sein).
3.) Den Lichtfleck einmal mittig hochkant und einmal unterhalb der Lichtkante oben (hell-Dunkel-Grenze) horizontal (seitwärts) markieren (Stift-Klebeband etc.). am ende sollte man ein Kreuz sehen, dessen horizontale Arme länger als der vertikale Arm des "Fadenkreuzes" sind, und die Mitte des Lichtkegels auch die Mitte des Kreuzes markiert (dazu gleich mehr).
4.) den Wagen langsam und auf jeden Fall ohne Lenkradbewegung gerade (also immer noch zur Wand hin ausgerichtet) rückwärts rollen lassen (mindestens 4-5 Meter, wenn möglich 10 Meter).
5.) Die zurückgelegte Strecke (egal wieviel Meter das waren) von der Wand bis zur "Nasenspitze" des Autos mit einem Zollstock oder Maßband genau messen (noch genauer: bis zum seitlichen Ende des Scheinwerfergehäuses. Es sollten der Einfachheit halber, Volle Meter, vielleicht halbe Meter, aber nichts dazwischen sein. (Also 3m, 3,5m, 5m, usw...).
6.) Der Wagen steht jetzt zb. 4,5 Meter von der Wand weg. Ihr seht an der Wand in etwa folgende Lichtsignatur ___/ ___/ und die markierten Kreuze an der Wand befinden sich genau an dem asymetrischen Knick, wo das Licht den Schwenk nach rechts ob macht.
7.) Von der gemessenen Lichtaustrittshöhe (im Beispiel 86cm) zieht ihr jetzt, je nach Abstand zur Wand, die Zahl ab, so weit wie ihr entfernt steht.
(BEISPIEL: Lichtaustrittshöhe 86 cm, Auto 5 Meter entfernt. 86-5= 81 cm. (1m Abstand zur Wand= 1 cm in der Höhe)
(HINWEIS: Das Rechenbespiel gilt für Fahrzeuge, bei denen Als NEIGUNGSFAKTOR 1,0 % auf dem Scheinwerfer Gehäuse angegeben ist. Höhere oder niedrigere Werte erfordern entsprechend andere Rechenschritte.)
8.) Letzte Prüfmöglichkeiten, ob ihr alles richtig gemacht habt, habt ihr, wenn die Schnittpunkte der horizontalen Hell-Dunkel-Grenze zur vertikalen Steigung (die Stelle wo das Licht den Knick nach rechts oben macht) bei beiden Scheinwerfern exakt gleich hoch liegt.
Diese Vorgehensweise ist gewissermaßen "Tüv geprüft" da nachfolgende Messungen mit den Profigeräten mit horizontal zum Messgerät fixiertem Auto, korrektem Luftdruck und Hightechcomputer mir immer eine akkurate Einstellung bescheinigten.