Beiträge von Rumpelkammer

    Das Video fasst es gut zusammen. Nicht einfach nur die Zahlen marketingtechnisch raushauen, sondern direkt einordnen.

    Der ADAC hat sich da über den Tisch ziehen lassen bzw. seinen Namen und seine Kunden verkauft. Mit den Bedingungen hätte man das Angebot besser einstellen sollen und stattdessen als Lobbyist (was man eh schon ist) bei EU und Bund sich für faire und transparente Preise einsetzen sollen.


    Interessant ist am Ende der Abschnitt zum Energiepark Eglingen bzw. dessen Preise.

    Solar- und Windparks gibt es bereits einige und es gibt immer mehr. Gerade die Windparks sind in lokalen Händen. Wenn man bedenkt, dass die Einspeisevergütung relativ gering ist, Anlagen vom Netzbetreiber abgeschaltet bzw. gedrosselt werden und teilweise sogar vom Betreiber wegen Unwirtschaftlichkeit zeitweise abgeschaltet werden, könnte sich ein Geschäftsmodell ergeben.

    Ich verweise auf die AGB von EnBW: https://assets.ctfassets.net/u…s_Privatkunden_112022.pdf

    Interessant ist Paragraph 4 Abs. 2:

    Zitat

    Nach Abschluss des Ladevorgangs sind die Ladestation und der dazugehörige Standplatz unverzüglich wieder freizugeben.

    EnBW wird wahrscheinlich nicht beim ersten Trickparken aufmerksam werden. Sollten allerdings wiederholt verdächtige Parkvorgänge stattfinden, so besteht dioe Gefahr, dass es dann doch auffällt und EnBW den Vertrag mit Hinweis auf die AGB kündigt.

    Machen wir uns bitte nichts vor: es gibt in der Breite kein günstiges Laden! Bei den Konzernen stehen überall Business-Pläne mit dem Ziel maximaler Profit (Einnahmen hoch, Kosten runter) dahinter. Die Ladestationen selbst versprühen doch selbst kein wirkliches Flair. Da wird so parasitär an bestehende Infrastruktur (Burger King, Baumärkte, Einkaufscenter, Goldene Möwe usw.) angedockt. Überdachung wie bei EnBW wird als Komfort gefeiert.

    In meinen Augen gibt es drei Möglichkeiten, dass etwas passiert:

    1. Tesla macht Kampfpreise

    2. Wettbewerbsbehörden schalten sich ein. Aber natürlich nicht die deutschen, sondern europäische: Fachkreise aus Brüssel berichten, dass Wettbewerbs- und Kartelljuristen auf die Lage in Deutschland aufmerksam geworden sind. Faktisch existiert ein Oligopol, also ein Markt, in dem wenige große Anbieter die Bedingungen diktieren. https://www.electrive.net/2024…konkurrenz-fuers-roaming/)

    3. Jemand zieht mal wirklich eine Klage wegen Wucher durch.


    40Ct wären vermutlich profitabel für die Ladestationsbetreiber (bei guter Auslastung).

    Beim Deutschlandnetz hieß es in der ursprünglichen Variante, dass es maximal 44ct kosten soll. Daraus ist dann irgendwann ein atmender Deckel oder eine andere Politikersprech für "Im Edgecase bleibt es bei 44ct oder günstiger, aber in 95% der Fälle teurer"

    Du wirst kein Update auf 3.5 bekommen haben, sondern auf 3.7. Es braucht noch ein OTA-Update, damit es als 3.7 angezeigt wird.


    Die Problematik wird auch dort geschildert. Sicherung 3 ziehen soll helfen.

    Gleichzeitig hat man bei den Ladesäulen an Autobahnen einen Bock geschossen. Tank&Rast hat die Konzession für fast alle Raststätten an den Autobahnen. Diese Konzession hat man dann 2021 mit dem Schnellladergesetz um die Ladesäulen erweitert.

    Tesla und Fastned haben dagegen im Jahr 2022 Klage eingereicht. Das zuständige Gericht hat sich an den EuGH gewandt, ob die Vergabe dem europäischen Vergaberecht unterlag. Der Klage werden durchaus Chancen eingeräumt. Ein Urteil kommt nicht vor Herbst 2024.

    Vor zwei Tagen gab es eine Anhörung. EuGH-Urteil wahrscheinlich nicht vor Frühjahr 2025.

    Tauziehen um Autobahn-Lader: Fastned hofft auf schnelles Urteil - electrive.net
    Fastned und Tesla wollen nicht hinnehmen, dass das Quasi-Monopol von Tank & Rast und der Autobahn GmbH des Bundes an Autobahnraststätten auch auf das…
    www.electrive.net


    OLG Düsseldorf wird dann nicht vor Sommer 2025 urteilen. Sollten Fastned und Tesla Recht bekommen, sehe ich vor 2027 keine nennenswerte Anzahl an neuen Säulen an Autobahnraststätten.

    Rumpelkammer Dieses Setup ist aber evtl. mit Kanonen auf Spatzen schießen?


    Hier läuft alles auf Raspberry Pi‘s - die brauchen weniger Strom im Dauerbetrieb.


    Wenn es nur ein paar Docker-Container sind, ist alles in Ordnung. Ich wollte auf die Einschränkungen der Docker-Version von HA hinweisen. Dazu ist man mit DS220+ schnell am Performanceende. Problem ist, wenn du einmal damit anfängst und findest Interesse, dann können die Dinge auch mal ausarten (PiHole, Paperless, Vaultwarden, Uptime Kuma, InfluxDB, Grafana. Ich spreche da aus Erfahrung.

    Den PI sehe ich persönlich mittlerweile ambivalent. Wer die GPIOs braucht, okay. Wer es nur als System nutzen will, für den gibt es für ein paar mehr € deutlich mehr Leistung (Odroid, gebrauchte Mini-PC, China PCs mit aktuellen Intel N CPUs).

    Proxmox ist natürlich Overkill und man kann es ein Linux auch direkt installieren. Proxmox hat den Vorteil, dass man schnell restoren kann, wenn mal etwas schief läuft.