Ich spiele mal das pessimistische Orakel:
Da ja so langsam die Zahl der „Superschnellader“ (800 Volt Autos) steigt, werden die Tarife noch um die „Highspeed-Komponente“ wachsen. (So wie es das ja schon gibt mit bis 50 und über 50 kW)
Wer über 200 kW Ladeleistung „zieht“, zahlt einen unbedeutenden Aufschlag. Die Höhe wird dann kreativ für jeden Ladestandort und die Belegung desselben festgelegt.
Hier im Forum gibt es ein Posting (sogar hier im Thread?), wo ein User (arbeitet in einer Kette mit mehreren Märkten mit entsprechendem Stromverbrauch) erklärt, was Lastspitzen an Netzentgelten kosten.
Lass mal die Porsche Entwicklungsabteilung einen Betriebsausflug mit dem Taycan Facelift machen (bis 320kW Ladepeak), die halten mit 5% SoC an einem Ladepark und belagern alle Säulen. Da freut sich der CPO
Entweder muss der Park bzw. Säule dann drosseln oder er hat entsprechende Kosten. Hier wird man Abwägungen treffen müssen. Einen Taycan-Fahrer, der mit 250-280kW laden könnte, auf 100kW zu drosseln, findet der nicht toll und ist tendenziell bald ein Nicht-Kunde.
Ein anderer Punkt ist der Einkaufspreis. Wenn man sich den Börsenstrompreis ansieht, bekommt man die Sprünge mit.
Ich bin gespannt, welche intelligenten Modelle man sich einfallen lässt. Ich sehe es nicht ein, wenn der Börsenstrompreis wegen Sonne und Wind quasi 0 ist und der Enyaq gerade mal mit 100kW nuckelt, nur ein paar Cent oder gar nichts weniger zu zahlen als der Taycan-Fahrer, der bei Dunkelflaute (Börsenstrompreis >30ct) die Ladesäule ausquetscht.