Ich dachte mir, zum Thema Probleme Klimatisierung Fahrerseite helfen vielleicht ein paar Fakten.
Ich hatte "zufällig" die richtigen Teile in der Bastelkiste: Einen Raspberry Pi zero 2 und 10 Dallas Temperatursensoren.
Sieht zusammengebaut dann so aus:
RPI.jpg
Auf dem kleinen PI habe ich dann den ioBroker installiert und das WLAN als Hotspot konfiguriert. Schon kann ich per Tablet darauf zugreifen.
Stromversorgung im Auto per Powerbank. Die Sensoren sind recht genau. Diese zehn hatten untereinander eine Abweichung von plus/minus 0,08 Grad.
Der ioBroker zeichnet mit dem History Adapter alle 15 Sekunden die 10 Temperaturen auf.
Acht Sensoren habe ich in die Luftaustrittsdüsen auf Fahrer und Beifahrerseite gesteckt. Jeweils 4 auf einer Seite. Die verbliebenen zwei Sensoren habe ich an der Kopfstütze von Fahrer und Beifahrer befestigt (im Bild grün).
Ich bin für jeweils ca. 1 Stunde dieselbe Strecke hin und zurück gefahren (mein Weg zur Arbeit). Auf dem Hinweg war nur mein Gurt gesteckt, auf dem Rückweg auch der des Beifahrers (Sitz leer).
Außentemperatur jeweils 5 bis 6 Grad. Beim Start wegen der Garage leicht wärmer im Fahrzeug.
A/C war ausgeschaltet, Automatik mit Lüfterstellung sanft aktiviert. Temperatur auf 21 Grad und SYNC. Der Enyaq hat ME3.0.
Hier das Ergebnis:
Temperaturmessung.png
Ich hätte jetzt gesagt, das Bild auf der Beifahrerseite bei nicht gestecktem Gurt hätte ich mir auf der Fahrerseite gewünscht. Euer Eindruck war also richtig.
Bitte beachten: Was ich nicht messen kann, sind die Luftmengen. In der Grafik Fahrerseite ohne gesteckten Beifahrergurt war deutlich zu merken, dass aus der linken Mitteldüse keine Luft kam, aus der rechten kam warme.
Der Temperatursensor (in der Grafik gelb) wurde also in diesem Fall im Wesentlichen durch die Umgebung erwärmt.
P.S.: Die Uhrzeiten stimmen nicht, weil der PI sich keine Zeit aus dem Internet holen konnte.