Beiträge von ichderarnd

    Dann erhelle uns und lass uns nicht unwissend sterben.:saint:

    Es ist eigentlich nicht mehr, als ich geschrieben habe. Über meinen Energieversorger erweitere ich meinen Vertrag indem ich die IDs meiner Fahrzeuge angebe. Ob mein Energieversorger für mich einen Pauschalpreis für alle Fahrstromanbieter oder Einzelpreise für z.B. IONITY ausgehandelt hat, bleibt ihm überlassen. Ich wähle ja den Energieversorger aus.

    Ich stecke mein Fahrzeug an irgendeine Ladesäule und der Ladevorgang beginnt. Eine Preisanzeige und eine Bezahlmöglichkeit an der Säule wird nicht benötigt. Daten wie die geladene Energiemenge, die Ladeleistung und der aufgelaufene Betrag werden im Fahrzeugdisplay angezeigt und im Fahrzeug aufgezeichnet.


    „Irgendeine Ladesäule“ kann auch eine in der Tiefgarage meines Vermieters sein.

    Oder auf dem Garagenhof, der einen eigenen Stromanschluss von den Stadtwerken erhält.

    Oder an der Parkbucht vor meiner Wohnung.

    Oder oder oder…


    Ich habe EINE Übersicht, über alle meine Ladevorgänge (zur Abrechnung mit dem Arbeitgeber oder weil es mich interessiert).


    Hätte man also jetzt statt der neuen Ladesäulenverordnung festgelegt, dass alle ab 1.7.2022 neu gebauten Säulen und neu zugelassenen Fahrzeuge Plug&Charge unterstützen müssen, wären wir sehr viel schneller an diesem Ziel.


    Die jetzige Gesetzgebung führt zu noch komplexeren, fehleranfälligeren, teureren und schwerer zu bedienenden Ladesäulen, die auf Jahre hinaus in der Fläche nicht verfügbar sein werden. Bestehende müssen ja nicht umgerüstet werden. Also fahre ich weiter mit mindestens drei Ladekarten durch die Gegend und Plug&Charge verzögert sich weiter, weil der Termin 1.7.2023 gehalten werden muss und Ressourcen entsprechend eingeplant werden.


    Kermit: Es spricht nichts dagegen, dass die bestehenden Fahrzeuge die Ladekarten weiter benutzen oder im Fall der MEB-Plattform mit P&C nachgerüstet werden.


    Ich hoffe, ich konnte es etwas verständlicher rüberbringen.

    Mir hat alles am Markt verfügbare nicht gefallen und hatte zudem keinen WAF.

    Dann ist diese Selbstbaulösung dabei herausgekommen. Die Säule ist so platziert, dass sowohl Links-, Rechts- und Nasenlader angeschlossen werden können. Das Standard 6 m Kabel reicht auch für an der Straße parkende Fahrzeuge noch da es vor unserem Grundstück keinen Bürgersteig gibt.


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    Mir würde es völlig reichen, wenn man anstatt mit Ladekarte einfach mit Giro- und Kreditkarte zahlen könnte.
    Wenn die Freischaltung zuverlässig funktioniert, ist das mit den Karten kein Problem und dennoch einfach als der Tankvorgang mit einem Verbrenner.

    Das kommt ja verpflichtend für alle ab 1.7.2023 neu in Betrieb genommene Ladesäulen. Ist für die Fläche also noch einige Jahre hin.

    Hier wird politisch für die nächstens Jahre nichts anderes als ein Flickenteppich manifestiert und Chancen vertan.

    Irgendwann ist die Menüführung der Ladesäulen dann so kompliziert wie beim Fahrkartenautomat…


    Achso: Nochmal der Hinweis, dass ich sowieso einen Vertrag für die Stromabnahme benötige. Vielleicht kann sich der ein oder andere mal von der „Tank-Historie“ gedanklich lösen ;). Die Kartenzahlung an den Ladesäulen ist langfristig kontraproduktiv.

    Die Ladesäulen benötigen nichtmal ein Display. Alles unnötiger Overhead.

    Die meisten Leser werden mich allerdings nicht verstehen :(. Vielleicht in 10 oder 20 Jahren.

    Ist eine Ersparnis von vielleicht 20 Sekunden den ganzen Aufwand wert?

    Auf unserer Anreise nach Südfrankreich habe ich an zwei IONITY Standorten insgesamt 45 Minuten damit verbracht, den Ladevorgang zu starten. Und ich bin definitiv kein Anfänger. Ob es nun per Plug&Charge oder wie hier beschrieben „Ladesäulenbedienung gelöst wird: Es MUSS besser werden.


    Den Einwand des bei Plug&Charge fest gebundenen Ladetarifs sehen viele. Aber das ist kurzsichtig aus der jetzigen Perspektive des Ladekarten-Dschungels gedacht.

    Zuhause kann ich meinen Stromtarif ja auch wechseln ohne neuen Hausanschluss und neuen Zähler. Für mich macht der Energieversorger das Rennen, der mir zuhause UND unterwegs das beste Gesamtangebot machen kann. Und natürlich wird das ein Geben und Nehmen sein. Zuhause PV und Speicher, im Netz Überschuss und kurzfristiger Bedarf.

    Klar, das dauert alles noch. Aber das ist kein Grund damit nicht zu starten.

    Das „einfach“ bezieht sich dabei auf die Anwendung. Also Ladekabel einstecken, das wars. Es muss nur vorher das Fahrzeug einmalig mit einem Ladetarif verknüpft werden.


    Warum gibt es das nicht schon längst? Na ja, technisch ist das recht aufwändig. Über das Ladekabel wird über IPv6 eine TLS verschlüsselte Verbindung ähnlich wie bei Powerline Adaptern aufgebaut. Das ist zumindest für kleinere Microcontroller eine große Aufgabe. Dazu kommen eine datenschutzkonforme Auslegung und ein paar Sicherheitsaspekte.


    Tesla nutzt Plug & Charge meines Wissens aktuell noch nicht. Ihre Lösung ist schlichter und vermutlich einfacher zu implementieren aber macht das gleiche.

    OK, ich verstehe - und für diesen Fall ist m.W. der kleine runde Taster rechts an der Lenksäule noch sinnvoll. Jedenfalls nutze ich den immer, wenn ich von der Beifahrerseite aus den ENYAQ auf ON schalte.

    Ich hab‘s genau einmal geschafft, mit dem Start/Stopp Knopf das WLAN aktiv zu lassen. Danach bei keinem weiteren Ladestopp mehr.

    Klima ging in keinem Fall während des Ladens.

    Von daher kann ich das mit der Klima-Anlage und WLAN im Moment nicht einordnen.:/

    Das Szenario ist Langstrecke mit mehreren Personen. Beim Laden will man nicht im Auto sitzen bleiben sondern sich bewegen, bleibt aber oft in der Nähe. Wenn ein Teil doch im Auto bleibt, dann sollte WLAN funktionieren. Und Klima, weil es heiß ist und man ja irgendwann weiterfahren will…

    Habe gerade mal getestet.

    Auto hängt am Kabel und lädt. Ich schließe auf, setze mich auf den Fahrersitz und trete auf die Bremse.


    Die Klimataste ist jetzt ohne Funktion. Auch im Menü keine Möglichkeit, die Klimaanlage zu aktivieren. Die Temperaturanzeige im Display fehlt.

    Also über Menü in „Standklima“. Auch dort finde ich keine Möglichkeit, spontan die Klimaanlage zu starten. Es ist jetzt 10:00 Uhr, der Enyaq steht hier in Frankreich in der prallen Sonne. Also Abfahrzeit 10:15 programmiert. Die Klimaanlage rührt sich nicht.


    Also erstmal das Scheibenwaschen getestet. Das klappt heute interessanterweise!

    Und sogar das Schiebedach lässt sich öffnen. Auch das ging bei den letzten Ladestopps nicht (allerdings DC und nicht AC wie beim heutigen Test).


    Jetzt ist es 10:04 Uhr. Die Klimaanlage geht an. Immerhin :). Ich nehme die Standklima-Planung wieder raus, in der Hoffnung, die Klimatisierung wieder beenden zu können. Das Laden soll ja weiter laufen. Aber das geht nicht. Die Klimatisierung ließ sich nur über die App beenden.

    Mit dem Beenden des Ladevorgangs und abschließender Abfahrt wäre die Klimatisierung allerdings beendet worden.


    Fazit: Ich wünsche mir, dass die Klima-Taste auch während des Ladens ihre Funktion hat.

    Das gleiche gilt für den WLAN Hotspot, der aktuell nur während „Zündung an“ funktioniert. Ich werde das Abo also nicht verlängern.