Beiträge von Misterdublex

    Ich kann ein Fazit zur Reise- und Ladeplanung auf unseren 2.500 km nach und von Frankreich ziehen:


    - Das eingebaute Navi lief, da es überhaupt nicht überzeugte nur 15 min. Warum es mich nicht überzeugt, hatte ich ja bereits ausgeführt.


    - ABRP mit OBD-Dongle und die TomTomApp waren mal wieder unschlagbar genial. Warum ist das so:


    1) Die TomTomApp bietet die beste Routenführung, die besten Verkehrsinformationen, die beste Übersichtlichkeit beim Navigieren und bei der Entscheidung, welche Route man bei Stau nehmen sollte,

    2) Die TomTomApp selber bietet zwar keine direkte Schnittstelle zu OBD, aber sie kannte 99% der gesuchten Ladesäulen. Nach meinem Eindruck mehr, als das eingebaute Navigationsgerät,

    3) ABRP hatte ich in der Standardversion im Hinblick auf den Verbrauch unseres Enyaq‘s über einen Monat Hinweg kalibriert:


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    Obwohl die Werte nicht 100%ig waren, überschätzte ABPR den SoC nur um 1-3%,

    4) ABRP ließ ich die Route berechnen und dann „stumm“ auf dem iPhone mitlaufen.

    5) Die von ABRP gefundene Route gab ich dann in der TomTomApp ein. Das ging sehr zügig, da unter dem Schlagwort „Tesla, Stadt XY“, sofort Vorschläge gemacht wurden und man nach kurzen Abgleich in der Karte, sie sofort übernehmen konnte.

    6) Die Reisezeiten von ABRP stimmten übrigens ziemlich gut. Einzig der Faktor Mensch führte bei der Rast zu längeren, als beabsichtigten Ladepausen.

    7) Wurde die Pausenzeit länger als geplant, z.B. statt bis 60% auf 95% SoC, dann habe ich ABPR einfach die Route neu berechnen lassen und die Route in der TomTomApp angepasst.


    Besonders überzeugt hätte es mich, wenn VW von Beginn an auf eine TomTom-Navigation im Fahrzeug gesetzt hätte. Zuletzt bin ich dienstlich einen Opel Astra Elektro gefahren und die dort implementierte TomTom-Navigation gefiel mir erheblich besser, als das VW eigene System in den MEB-Fahrzeugen oder gar in unserem vorherigen VW e-Golf.


    Einziges Manko an der ABRP-/TomTom-App-Navigation via AppleCarPlay ist, dass man einen kleinen Kühlakku unter das Handy in der Mittelkonsole legen muss. So überhitzte es dann auch nicht bei sehr heißen Temperaturen.

    Langstreckenfahrer :

    Ja, die Klimaanlage war permanent gut beschäftigt. 😀 Oft im Stand bei um die 3 kW.


    Die Durchnittsgeschwindigkeit in Frankreich ist überwiegend hoch. Lediglich die sehr lange Strecke Dijon - Lyon - Montpellier ist eine Katastrophe. Da sind wir durchgehend auf dem Hinweg selten konstant ein Tempo gefahren. Viel Stop & Go von 0 auf 120 km/h und 1.000 m weiter wieder runter auf 0. das war trotz pACC extrem anstrengend. Die Strecke würde ich zukünftig grundsätzlich meiden und immer via A79/A71/A75 und Zentral Massiv fahren. Auch wenn es 70 km mehr sind.

    Heute sind wir dann noch Dijon - Ruhrgebiet via Luxemburg und Eifel gefahren.


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    Der Abschnitt war ein wenig kühler 25 bis 33 Grad Celsius und ab und an ein Gewitter. Auch mit pACC auf 120 km/h.


    Geladen haben wir übrigens zu 80% bei IONITY deren Standorte in Frankreich einfach nur genial gestaltet sind. Die restlichen 20% bei Tesla. Wobei IONITY meist besser geeignet war. Im Regelfall weniger Andrang. Bei Tesla war es eigentlich immer richtig, richtig voll und wegen der dämlichen Anordnung der Ladesäulen, war oft nur die Hälfte der Ladepunkte nutzbar. Denn viele Nicht-Tesla mit Ladeanschluss rechts luden dort auf, so dass eigentlich an jedem Standort den wir angefahren haben, nur jeder 2. Ladepunkt genutzt werden konnte.


    Was bei Tesla noch negativ aufgefallen war, die Anschlusleistung der von uns angefahrenen Standorte war nicht immer optimal. In Luxemburg am Einkaufszentrum ging es los mit 120 kW und dann plötzlich runter auf 27 kW und dann erst nach und nach wieder mal auf 40 kW hoch und wieder runter. Da war IONITY zuverlässiger.


    Die Strecke Luxemburg - Ruhrgebiet (260 km) haben wir übrigens von 97 auf 5% gefahren. Ging ohne nachladen. Der 50er war die richtige Entscheidung. Nach einer so langen Strecke 3 Stunden Fahrt hätten wir ohnehin Pause machen müssen.

    Hallo zusammen,


    bei mir funktioniert Wireless AppleCarPlay nicht (mehr) richtig.


    Das Verbinden funktioniert zwar, jedoch hat das Handy danach keine Internetverbindung mehr. D.h. alle Programme die Internet benötigen laden dann nicht mehr.

    Nach 1.250 km an zwei Tagen vom Ruhrgebiet an die spanisch/französische Grenze vor einem Statement zur Ladeplanung:


    Boar, ist das eine weite Strecke. Elendig weit und die E-Mobilität ist dabei das kleinste Problem. Das Problem ist der ganze Verkehr!


    Auf der ersten 630 km Etappe sind wir sehr erfolgreich mit der TomTomApp gefahren. Die hatte sämtliche vorher mir ABRP berechnete Ladesäulen drin. ABPR lief überwiegend sehr zuverlässig nebenbei auf dem Handy. Die Navigation erfolgte mit TomTom.


    Auf der zweiten Etappe war es dann viel heißer, so 30-35 Grad Celsius. Schon nach 200 km schaltete sich das iPhone Temperatur bedingt ab und die Navigation via AppleCarPlay fiel aus. Wir sind dann spontan beim Fahren auf das eingebaute Navigationsgerät umgestiegen (von dem ich ja keine gute Meinung hatte).


    Da ging es auch schon los:

    Die nächste angedachte Tesla Ladestation war überhaupt gar nicht im Navi zu finden. Also ließen wir das Navi einfach mal selber was rechnen. Obwohl wir ausgewählt hatten „IONITY“ verenden, wurden ständig andere Ladesäulen vorgeschlagen. Meist waren die nicht einmal auf einem Rastplatz, sondern „Lidl“ war der häufigste Treffer. Über die „Suche“ in der Nähe oder über „Laura“ konnten dann IONITY ausfindig gemacht werden. Die hatte ich dann manuell ausgewählt. Eine IONITY bei an der A9 bei Narbonne wollte das Navigationsgerät einfach nicht verwenden und wenn, dann nur über Landstraße anfahren und einem Feldweg und auch wieder weg via Feldweg und Landstraße. Auch die Darstellung und Benutzung sind einfach total nicht intuitiv.


    Als dann nach 30 Minuten das iPhone wieder abgekühlt war, stellten wir wieder um auf die TomTomApp.


    Am Rande, ich war erstaunt, wie viele Dänen, Schweden und Norweger elektrisch bis nach Südfrankreich gefahren sind. Das waren nach den Franzosen die meisten Nutzer der Ladeinfrastruktur.