Steile Thesen - überleben nur den Faktencheck nicht.
Leoni hat schon am 23.03. (!!) via Reuters gemeldet, dass 4.000 von 7.000 Mitarbeiterinnen in die beiden ukrainischen Werke zurückgekehrt sind, trotz Ausgangssperren konnten nach Angaben des Unternehmens zumindest zwei Schichten wieder hochgefahren werden - was den Schluß zuläßt, dass im Normalfall 3 Schichten gefahren werden, die 24 von den 24/7 hätten wir also schon mal, aber typischerweise läuft die Produktion im Automobil/Zulieferersektor NICHT 7 Tage die Woche, auch nicht in Osteuropa ![]()
Leoni hat in der gleichen Pressemeldung mitgeteilt, dass etwa 10% des Liefervolumens für europäische PKW-Hersteller aus den Werken der Ukraine stammen, dass läßt den Schluß zu, dass 90% aus Werken stammen, die nicht im Kriegsgebiet liegen und somit nicht geschlossen waren.
Seit den kriegsbedingten Werksschließungen in der Ukraine sind laut Leoni Werke in Rumänien, Serbien, Tunesien und Marokko eingesprungen, soviel zur These der fehlenden freien Kapazitäten.
Doch am Montag in der Ukraine ungeplant ratzfatz zumachen und ab Dienstag die Kabelbäume dann mal fix aus Marokko liefern - dieses Zauberkunststückchen funktioniert so nicht.
Doch ich verstehe den Unmut derer, die ewig auf ihren Enyaq warten müssen, aus welchen Gründen auch immer, das ist wohl der Preis, den hochkomplexe und somit störanfällige supply-chains vom Endverbraucher einfordern.