Beiträge von Mr.StickBreaker

    Kam mit meiner Formulierung möglicherweise nicht eindeutig rüber: das ist bei der Temperatur auch für mich gut bis sehr gut, ich bin damit mehr als zufrieden, es war nur die erste große Tour nach dem Update, und hoch hatte ich ja fast die 175kW, ich war dann natürlich neugierig, wie sich das bei komplett durchgewärmtem Antriebsstrang bei 8°C so anlässt. Vor ME3 kam ich bei solchen Bedingungen selten über 100kW.

    Ergänzung zu #297 die Rückfahrt stand gestern an.

    Erster Stop nach 150km, davon 1/3 Landstraße und 2/3 BAB mit ACC bis Richtgeschwindigkeit, mit 10°C merklich kühler als auf der Hinfahrt, er stand auch zwei Nächte auf dem Parkplatz, zudem gabs kurz hinter Rostock Regen, da hat mich der mit 2 Bikes hinten und reichlich Gepäck beladene Enyaq mit mehr als 28kWh/100km überrascht, hatte ich bisher nie, 26kWh/100km waren das bisherige Maximum. Also immer noch wetterfühlig . . .

    Erster Stop dann natürlich Heiligengrabe/Liebenthal, SoC um die 20%, da waren gerade mal 100kW Ladeleistung drin, war eben nix mit schön warmem Akku. Im weiteren Verlauf wurde es zunehmend trocken mit deutlichem Einfluß auf den Verbrauch, allerdings hat er sich knapp unter 25kWh/100km eingependelt, man merkt, winter is coming :P


    Ausflug in die alte Welt . . .

    Ionity Nempitz haben wir ausgelassen, die Raststätte . . . no comment, ich habe meiner Frau einen voraussichtlich guten Cappuccino im Porsche Experience Center vorgeschlagen incl. Porsche-HPCs "testen", das Navi wollte mich an einer verschlossenen weil unbewachten Zufahrt quer durchs Werk lotsen, hatte immerhin fast alle Wege im Werk angezeigt! Einfach Tor 1/Besucher nehmen, gut ausgeschildert, findet man auch ohne Navi.

    12x HPC, alles frei, PowerPass geht, Meiner Frau fiel fast das Kabel aus der Hand, als hinter der kleinen Böschung plötzlich röhrend und quietschend irgendeine Höllenmaschine den Track unsicher gemacht hat. Mitfahrgelegenheit für Werksbesucher in einem 911 GT3, man kann von der Terrasse wunderbar beobachten, wie der Porsche-Instruktor die erste Runde die Bergauf-Rechts mit Links-auf-der Kuppe noch recht manierlich nahm - um dann in der zweiten Runde in zwei heftigen Drifts zu demonstrieren, wozu ein 911 in der Lage ist und gebaut wurde - herrlich. Einer der Mitfahrer, mittleren Alters, ist dann mit merklich wackeligen Beinen ausgestiegen ;)

    Wir lieben unseren Enyaq, wir lieben diese unglaublich ruhige und entspannte Art des Reisens - aber wenn ein GT3 mit mehr als 8.000U/min. angeflogen kommt und röhrend, schreiend und brüllend diese Kuppe hochballert, das hat sogar meiner Frau Gänsehaut verschafft. Einfach irre, ein Traum auf dem Track - aber nur dort, für alles andere gibt es für mich nur elektrisches. Ach ja, Cappuccino sehr lecker, nettes Cafe, wirklich empfehlenswert, man wird an der Werkseinfahrt wie im Cafe sehr zuvorkommend behandelt . . . man könnte ja doch einen Porsche in der Garage haben . . .

    . . . und back to reality

    Letzter Ladestop nach 700km Ionity Köschinger Forst, trocken, aber nur noch 8°C, SoC bei 8%, mehr als 135kW ging nicht, erwartungsgemäß, war aber kein wirkliches Problem, ich brauchte nur für knapp 150km Power.

    Für solche Artikel werden Volontäre oder Zeilenabgestellte benutzt, erwartet ihr wirklich hochqualifizierte Journalisten in diesem Bereich. Ich habe auch ein SZ Abo, aber nicht zu Autothemen, da gibt es qualifiziertere 🤷🏼

    Wow, nur weil ein Freier Mitarbeiter ordentlich neben der Spur schreibt - neben den "Fehlfarben" waren ja noch weitere Fehltritte zu finden - kann man der SZ nicht wirklich vorwerfen, keine hochqualifizierten Journalisten in diesem Bereich bieten zu können.

    Ich empfehle als Beleg Artikel von Joachim Becker - und Georg Kacher ist schon eine Nummer bei den Auto-Journalisten, außerdem können beide nicht nur Auto, die können auch Sprache ;) in beidem und von beiden kann der Herr Reek noch sehr, sehr viel lernen, iss ja noch jung, hat er noch Zeit für :saint:

    Den Artikel fand ich auch gruselig, die Anhäufung von Halbwahrheiten und faktischen Fehlern ist für die SZ ungewöhnlich, auch wenn sie keine Autozeitschrift/zeitung ist.

    Als Blindbesteller habe ich meinen am 26.05.2021 bekommen - und ja, es sind Zellen verbaut ;) bitte nicht böse sein wegen der flapsigen Antwort, ich weiß, es wird heftig hin-und-her gepostet und gemutmaßt, welche Zellen nun drin sein könnten/sollten/müssten . . . mir ist das ehrlich gesagt egal, denn ich kann das ja nicht ändern.

    Pre-ME3 hat er im besten Fall mit 125kW losgelegt und war einmal im Sommer sogar in weniger als 30 Minuten auf 80%, jetzt mit ME3 legt er mit 163kW los - nächsten Sommer vielleicht auch mal mit 175kW? - und ich freue mich über jede Minute, die er schneller auf 80% ist.

    Das einzige, was mich beeindruckt, sind die mehr als 410A, die da bei Ionity reingepfiffen sind, auf mögliche 175kW hochgerechnet würden daraus fast 470A werden - da staunt nicht nur der Inschinör!

    Das war ja das Ding: Halten fürs Laden!

    Sobald man losgelassen hat, wurde der Ladevorgang unterbrochen, jedoch noch nicht abgebrochen, ein paar Sekunden Zeit blieb dabei, den Stecker wieder korrekt sitzend hinzubekommen, und das Laden ging weiter, nach einer halben Minute falsch sitzendem Stecker etwa wurde ansonsten der Ladevorgang vollständig abgebrochen.

    Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass auch andere E-Autos manchmal ein Problem mit den CCS-Buchsen haben, ob Hyundai da dabei war? Ich weiß es nicht mehr. Nun verstehe ich wenigstens, was damit gemeint war.

    Auf der großen Tour von Bayern an die Ostsee musste der Enyaq nach dem ME3-Update mal zeigen, wie das so ist mit der verbesserten Ladeleistung.

    Nach mehr als 600km Autobahn mit ACC bis Richtgeschwindigkeit, 20" WR, A/C 21-22°C, ordentlich bepackt samt zwei Bikes hinten drauf - ergibt dann reichlich 22,5kWh/100km Verbrauch - habe ich dann den letzten Ladestop bei Ionity Heiligengrabe angesteuert, alles nagelneu in die Pampa gesetzt.

    Angesteckt bei 16% SoC, Außentemperatur waren noch gute 18°C, da hat er sich innerhalb 15 bis 20 Sekunden schön gleichmäßig hochgeschraubt auf 163kW Ladeleistung - Chapeau!

    Ging dann gut weiter, leider habe ich vergessen, den Peak zu dokumentieren

    02' - 21% - 153kW - 4,1kWh

    04' - 26% - 144kW - 8,4kWh

    05' - 31% - 130kW - 11,6kWh

    09' - 42% - 110kW - 19,6kWh

    15' - 56% - 91kW - 30,6kWh ==> durchschnittlich 122,4kW Ladeleistung

    18' - 60% - 84kW - ?? leider nicht richtig abgelichtet

    31' - 79% - 61kW - 48,7kWh ==> durchschnittlich 94,2kW Ladeleistung


    kurz und bündig: mir reicht das, bis weit über 50% SoC mit gemittelt mehr als 120kW Reichweite reingeballert, was will man mehr.

    Für mich ist der ausschließlich unter optimalen Bedingungen mögliche Peak nur was für den Stammtisch, ich erwarte, dass ich 80% SoC +/- innerhalb höchstens 30 Minuten +/- reinbekomme, auch wenn der SoC mal nicht unter 10% liegt, es etwas kühler ist oder ... oder ...


    Amüsante Ladeweile: kurz nach mir bog ein Genesis G80 ein, schickes Teil, außen wie innen, nachdem ich neugierig war, wie so ein 800V-Bolide loslegen könnte/sollte/müsste, habe ich Kontakt aufgenommen, die beiden haben den G80 für eine Probefahrt in Berlin bekommen, sie sind mit kaum mehr als 100km/h über die A24/A19 hoch, der hatte nur noch knapp 40km Reichweite drin, der Fahrer sagte, ab 50km Rest hat der Genesis im Display angezeigt, dass er unbedingt geladen werden will und die Fahrleistungen einschränkt! Erst mal isser an der Ionity-App verzweifelt, zwei verschiedene Kreditkarten und auch Apple Pay haben nicht funktioniert, die App hat es zwar akzeptiert, die Säule aber nicht - "ungültige Kartendaten" oder so ähnlich. Säule gewechselt, keine Besserung.

    Ich habe dann Hilfe angeboten, Laden über meinen PowerPass, hat er nach fast 20 Minuten App-Karten-Säulen-Stress gerne angenommen, aber kurz nach Ladebeginn bricht er gleich wieder ab. Ein weiterer Enyaq-Fahrer, der in der Zwischenzeit ankam, hatte die Idee, es könnte am vibrierenden Stecker liegen - das wars, der jüngere Beifahrer kniet also vorne beim Nasenlader und hält den HPC-Stecker fest umklammert . . . an einer Luxus-Karosse >80.000€!! Hätte ich nicht gedacht, die Koreaner können auch in den oberen Klassen verdammt gute Autos bauen, ich hatte vor dem Enyaq einen Kia Stinger, wer es nicht wusste, glaubte in einem Auto eines europäischen Herstellers zu sitzen. Wie so oft scheiterte es nicht an den großen, sondern an den kleinen Dingen, an der CCS-Buchse.

    Ach ja, fast vergessen: trotz 800V-System und 225kW Ladepeak kam er bei diesem extrem niedrigen SoC (nicht vergessen: mit eingeschränkten Fahrleistungen) nicht über 165kW hinaus, Säule hat sie Spannungslage mit irgendwas um die 560V angezeigt.