Westnetz ist übrigens die Netzbetreiber Gesellschaft im E.ON Konzern.
Beiträge von HAL01
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Ich habe vor ca. 6 Jahren die Genehmigung einer 22 KW Wallbox bei den örtlichen Stadtwerken beantragt. Der zuständige Mitarbeiter der Stadtwerke hat das quasi durchgewunken. Seine Begründung, dadurch dass ich eine PV Anlage auf dem Dach hätte, würde eine zusätzliche Belastung des vorgelagerten Netzes nicht wirklich stattfinden.
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Und wenn es bei Wochenendhaus geht, warum soll es nicht in größerem Maßstab auch beim Laden gehen?
Klar ist das Aufwand. Aber bei den Strommengen, um die es geht, sollte das über die Menge mit einem kleinen Aufschlag möglich sein, dies zu refinanzieren.
Genau das habe ich weiter oben ausführlich beschrieben, den Unterschied zwischen Wochenendhaus und unterwegs Laden zum heimischen Tarif.
Und ehrlich, Du hast vollkommen falsche Vorstellungen von Strommengen und von Margen der Lieferanten. Die Strommengen, über die wir hier reden, also in einem solchen Szenario. Da stehen Aufwand und Verdienstmöglichkeiten in keinem Verhältnis.
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Theoretisch wäre der Lieferant am Ferienhaus der Netzbetreiber und theoretisch müsste es dem egal sein, wessen Strom er durchleitet. Und theoretisch müsste es auch dem Stromanbieter egal sein, wo dessen Kunde seinen Strom verbraucht.
Etwas viel Theorie. Aber das ganze muss halt abgerechnet werden und dazu muss die Abrechnung und alle notwendigen Geschäftsprozesse in der Software abgebildet werden. Und somit sind wir bei meinem Post weiter oben, in dem ich geschildert habe wie kompliziert und teuere das wäre und warum mobiles Laden kein Wochenendhaus ist.
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Muss ja nicht dem Zähler zugeordnet werden. Nur dem Lieferanten und der Kundennummer dort. Der Wert wird auch sicher nicht dem Zähler zugeschlagen, sondern einfach, wie bisher, als Ladevorgang abgerechnet.
Wenn man also von seinem Stromanbieter eine Ladekarte erhält, so wäre die Abrechnung ähnlich wie beim Roaming und damit auch schon mit der vorhandenen Infrastruktur abrechenbar.Man muss es nicht künstlich verkomplizieren.
Das wäre dann nicht ähnlich wie Roaming, das wäre das ungeliebte Roaming und entspricht genau dem wie es heute läuft.
Unsere Diskussion läuft etwas aus dem Thema. Die Ausgangsbasis der Diskussion ist: Es sollte möglich sein, seinen Haushaltstarif, also den Preis den man zu Hause zahlt, also seinen Tarif, quasi mitzunehmen und damit überall laden können. Das ist das bisher diskutierte Szenario und das entspräche einer echten Durchleitung, nicht Roaming. So wie mit einem Wochenendhaus, dass man von seinem heimischen Versorger beliefern lassen kann, sofern der heimische Lieferant das anbietet und möchte.
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Vielen Dank für den interessanten Bericht! Gute Heimfahrt, und bei der Confiserie nicht zu viele Kcal laden

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Ich finde die Ladeplanung im Enyaq ist unbrauchbar.
Da ich nicht ordentlich hinterlegen kann welche Ladekarten ich habe und welche ich meiden will.
Bei mir will er immer dahin wo man mit dem Skoda Pass Laden kann. Der Skoda Pass ist VIEL zu teuer.Ich benutze immer ARBRP App vom Handy. Da kann man genau sagen welche Ladekarten man hat und
festlegen in welcher Priorität man diese nutzen möchte.Das ist hier schon oft, auch noch nicht lange her, heftig und teilweise kontrovers diskutiert worden. Wirf mal die Suche hier im Forum an und suche nach „Filter Ladeanbieter“.
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Ich sehe einfach, dass das im LKW Bereich kommt, und bei Privatkunden nicht gehen soll.
Das kann man nicht wegdiskutieren.
Was da kommt, für wen es kommt, und wie es realisiert wird steht noch in den Sternen. Das ist alles noch im Planungsstadium. Es gibt erst eine Handvoll LkW im Fernverkehr, Schwerlastverkehr, die elektrisch fahren, geschweige denn Ladeparks. Das wird noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Und selbst, ob sich die Batterietechnik oder nicht doch die Wasserstofftechnik bei LKW durchsetzt steht in den Sternen. Und die neue Regierung ist da eher für Technologieoffenheit.
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Renault und EnBW ist das ungeliebte Roaming und keine Durchleitung. Das ist ein riesiger Unterschied.
Und ich sehe das nicht durch die Brille eines Lobbyisten, sondern durch die pragmatische Brille eines Projektleiters, der das im Prozessmanagement und in der Software umsetzen müsste.
Und Fahrstrom kann man realistisch nicht 1 zu 1 mit Haushaltsstrom vergleichen, alleine schon weil die Technik, Infrastruktur, und die Kostenstruktur eine andere ist. Das kann höchstens als Anhaltspunkt herhalten.
Und zum Wettbewerb gehören immer zwei, wenn die Kunden bei der Auswahl des Anbieters, der Ladesäule nicht ausreichend preissensitiv sind, passiert auch nichts. Und da sind wir u.a. wieder beim Thema Filter nach Anbietern in der Ladeplanung der Autos.
Nicht falsch verstehen, ich bin ja auf Deiner Seite, dass Ladstrom günstiger werden muss, aber ich sehe die Dinge halt realistisch, mit meinem Wissen im Hintergrund. Ich arbeite seit über 10 Jahren bei keinem Energieversorger mehr.
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Die sollen sich gar nicht erst damit aufhalten, eine "Lex EnBW" zu verfassen.
Durchleitungspflicht des "Zu Hause Stroms" mit gedeckeltem, geringem Aufschlag.
Da sich die notwendigen Investitionen in Grenzen halten, und sich nicht für die Anbieter bei der ersten Ladung rechnen müssen, darf der Aufschlag auch nur klein sein.
Schließlich geht es nur noch um die Abrechnung an verschiedenen Verbrauchsstellen.
Alles Andere bietet die Chance des Lobby-Eingriffs.
Alles gut, aber dass sich die notwendigen Investitionen in Grenzen halten, stimmt nicht. Höchstens, wenn Du immer an der gleichen Ladesäule laden würdest. Wir reden hier ja nicht von einem Wochenendhaus mit eine, fix eingebauten Zähler. Sondern, man fährt das ganze Jahr lang durch die Republik und lädt an zig Ladesäulen von zig Anbietern. Das ist eine ganz andere Nummer. Da sind erhebliche Investitionen in Software, Schnittstellen und IT notwendig und das bei jedem einzelnen Marktteilnehmer.
Wir reden ja davon, dass Du z.B. an einer EnBW Säule in Bayern lädst, dass EnBW dann weiß, wo Du Deinen Vertrag für Haushaltsstrom hast, die geladene Menge KWh von EnBW an Deine z.B. heimischen Stadtwerke gemeldet werden und die heimischen Stadtwerke Dir dann den geladenen Strom zum Preis des Haushaltsstroms in Rechnung stellen. Und dass soll dann mit jedem Säulenanbieter und mit jedem Anbieter von Haushaltsstrom untereinander reibungslos funktionieren? Und die dazwischenliegenden Netzbetreiber, die den Strom durchleiten müssten kommen dann auch noch ins Spiel.
Nur eine Detailfrage von vielen. In der Regel erhält man nur einmal im Jahr eine Stromrechnung für Haushaltsstrom. Soll dann Dein heimischer Versorger gegenüber dem Ladeanbieter unterjährig in Vorleistung treten? Oder soll Dir Dein heimischer Versorger monatlich eine separate Rechnung für Ladestrom zusätzlich schicken? Oder soll der heimische Versorger die monatlichen Abschläge erhöhen, aber um wieviel, er weiß ja nicht wann und wieviel Du laden wirst? Dein heimischer Versorger wird sich bedanken.
Nur mal so eine weitere Detailfrage. Wenn Du zu Hause umziehst, den Anbieter für Haushaltstrom wechselst, wie bekommt der Ladesäulenbetreiber das mit? Datum, Name neuer Anbieter usw.? Wo schickt EnBW, beispielhaft, dann die ermittelten Mengen/ KWh Ladestrom hin? Und was ist bei einem Wechsel mit Rechnungen, die quasi noch unterwegs sind, und bei Deinem, alten Anbieter landen?
Und das sind nur zwei Detailfragen, da fallen mir noch ganz viele ein. Was ist z.B. bei offene Forderungen, Zahlungsausfällen, Mahnungen, Inkasso usw..? Zuständigkeit, Haftung? Beschwerden bei falschen Abrechnungen, Rechnungskorrekturen? Umgang mit Insolvenzen von Marktteilnehmern?
Ich habe damals die Strommarktliberalisierung in der Softwareentwicklung eines der großen Energieunternehmen mitgemacht. Das waren damals 3-stellige Millionenbeträge, nur bei diesem einen Unternehmen, die investiert werden mussten, Stichwort Marktschnittstellen und Anpassungen der Abrechnungssoftware usw. usw. Und dabei ging es um 1 zu 1 Beziehungen, also ein fix installierter Zähler in einem Haushalt zu einem Stromanbieter. Hier reden wir von zig Zählern, sprich Ladesäulen, zu zig Anbietern von Ladestrom zu zig Lieferanten von Haushaltsstrom. Das umzusetzen wird eine echte Nummer.
Ich halte das, als jemand der weiß wovon er spricht, für äußerst komplex und entsprechend teuer, wenn überhaupt technisch machbar. Machbar wäre das sicher nur als Insellösungen, also innerhalb eines einzelnen Unternehmens, das Haushaltsstrom und Ladestrom anbieten, aber nicht alle mit allen in ganz Deutschland.
Realistischer ist, dass der Gesetzgeber regulierend bei Roaminggebühren eingreift, und auf der reinen Lieferseite freier Wettbewerb herrscht. Und auf der reinen Lieferseite die Kartellbehörden regulierend eingreifen, wenn sich ein Monopol oder Oligopol abzeichnet.