Beiträge von HAL01

    Ich habe berufsmäßig einiges Verständnis für Probleme bei der Softwareentwicklung.


    Aber bei dem, was man hier aktuell liest, hört mein Verständnis auf.


    Wir sind mittlerweile bei Softwareversion 5 angekommen, sind beim x-ten Modelljahr des Enyaq und Updates funktionieren immer noch nicht richtig. Wird sowas gar nicht getestet, bevor man das auf die Werkstätten los lässt und die Besitzer groß anschreibt und in die Werkstätten bittet. Von der Erwartungshaltung, dass ein Update von 4 auf 5 OTA funktionieren müsste, rede ich schon gar nicht.


    Bei allem Verständnis, das ist ein Armutszeugnis und schon recht peinlich.

    Dann hat man das vielleicht beim 85 geändert. Im 80 hatte ich keine Alarmanlage. Beim 85 ist das Verhalten aber reproduzierbar. So lange ununterbrochen Bewegung am Koferraum ist, passiert nix. Gehe ich weg und komme dann wieder und greife wieder in den Kofferraum, geht die Anlage los.

    Ist mir schon zig mal passiert und nervt wirklich. Für mich ist das ein Bug, oder ein Versäumnis bei der Programmierung. M.E. dürfte sich der Innenraumsensor der Alarmanlage generell nicht aktivieren, so lange die Kofferraumklappe offen steht. Oder anders herum ausgedrückt, der Innenraumsensor der Alarmanlage dürfte sich generell erst aktivieren, wenn sämtliche Türen und Klappen geschlossen sind.

    Das ist wirklich ungewöhnlich. Kein Tester bei Skoda käme auf die Idee so ein Szenario zu testen.

    Ich sehe es gleich wie du. SW 3.x gibt es nun seit 3 Jahren. Sie haben diese einfachen Features bis jetzt nicht geliefert und ich habe auch keine Hoffnung, dass für 3.x Fahrer noch was neues kommt (auch wenn Optimisten hier noch dran glauben) .

    Das Problem ist, dass “ältere” Versionen nicht wirklich weiterentwickelt werden, weil das von der IT-Entwicklungsumgebung her teuer und aufwendig wäre und weil das Ressourcen, sowohl technisch, also auch personell, bindet, die für die Entwicklung der neuen Versionen dringend benötigt werden.


    Daher werden auch kleinere, neue Funktionen in neue Versionen gepackt, zusammen mit komplett neuen Features. Und das geht meistens einher mit höheren Hardwareanforderungen.

    Ob das Leasing zu gleichen oder schlechteren Konditionen verlängert wird, hängt auch von der Höhe einer eventuell geleisteten Sonderzahlung ab. Da man diese ja auf die restlichen Raten umlegen müsste.

    Wurde keine geleistet, kann man von gleichen Konditionen ausgehen.

    So wurde mir das dargelegt.

    Kann ich so bestätigen, zumindest für Hyundai. Ich wollte den Ioniq 5 verlängern, weil sich die Lieferung vom Enyaq verzögerte. Ich hatte beim Ioniq eine sehr hohe Einmalzahlung geleistet, um die Zinsaufwendungen zu drücken. Die monatliche Rate war dann nur noch 130 Euro. Für die Verlängerung des Leasings wollten sie dann pro Monat 650 Euro haben, also der übliche Preis bei gar keiner, oder niedriger Einmalzahlung.


    Das habe ich natürlich nicht gemacht und den Ioniq 5 vertragsgemäß zurück gegeben. Ich habe dann für ca. 3 Monate einen kostenlosen Leihwagen von Skoda bekommen, bis der Enyaq dann da war.

    Mein Glück war, dass im Vertrag für den Enyaq ein verbindlicher Liefertermin vereinbart war, der von Skoda verursacht, nicht eingehalten wurde.

    Jetzt würde mich noch interessieren, welche Leistungshungrigen neuen Funktionen denn seit 3.2 bis zur heutigen 3.8 dazugekommen sind. Kommt mir spontan keine einzige in den Sinn.

    Ich sprach allgemein von einem Autoleben, und dass die Hardwareanforderungen im allgemeinen während eines Modellzyklus steigen, weil mit jedem neuen Modelljahr, mit jeder neuen Softwareversion, also die Hauptversionen 3, 4, 5 usw., neue Funktionen dazu kommen. Und es geht nicht nur um reine Rechenleistung, sondern auch um Fähigkeiten/Funktionen der Hardwarekomponenten. Auf den Enyaq bezogen, also von der ersten Version bis heute sind z.B. Remote Parking, Ladeplanung unter Berücksichtigung der Topographie dazu gekommen usw.. Ohne Reserven bei der Hardware hört die Updatefähigkeit schneller auf als man denkt.


    Mein Enyaq hat die 5.2 und ich würde mich freuen, wenn die Hardware es zulässt, dass ich irgendwann die 6.x bekommen könnte.

    HAL01 da gebe ich dir recht, wobei es noch genug Leute gibt die ein Tastentelefon, am besten Nokia, kaufen.

    Und beim Auto ist es, bis auf ein paar Nerds, eigentlich noch unwichtiger welcher SoC usw. verbaut ist, wichtig ist nur dass man als Benutzter nicht merkt welcher, also Reaktionszeit, Startzeit usw. müssten immer so schnell sein dass man nicht aufs Auto wartet.

    Ob dann Eigenschaften die das neue Modelljahr bekommen hat (Beispiel Akkuvorkonditionierung, Navi mit einbezug der Topografie) interessieren im Grunde nur eine kleine Bubble wie z.b. hier die sich nicht nur mit dem eigenen Modell beschäftigen sonder auch mit dem Nachfolgermodell usw. Die Meisten steigen ins Auto und fahren von A nach B, solange das Radio den gewünschten Radiosender abspielt, maximal noch einen USB-Stick mit der eigenen MP3-Musik, evt. noch das Navi (und nichtmal das bei vielen) funktioniert, ist alles OK.

    Ja, aber es gibt große Unterschiede bei der Generation der Kunden. Junge Kunden, die mit Computern, Internet und digitalem Spielzeug aufgewachsen sind, die jetzt anfangen Autos zu kaufen, sehen das schon ganz anders. Die kennen zwar nicht den Unterschied zwischen Scheibenbremse und Trommelbremse, aber sie wissen genau, dass ein Auto mit der Watch aufzuschließen sein muss. Und es gibt große Unterschiede bei den internationalen Märkten. Koreaner und Chinesen sehen das auch wieder ganz anders, die stehen total auf digitalen Schnickschnack.


    Und da Autos alle Altersklassen der Kunden in allen international Märkten ansprechen müssen, bleibt den Herstellern nichts anders übrig, als da ganz vorne mitzuspielen, oder sie verschwinden vom Markt, wie Nokia bei den Smartphones. Nokia hat übrigens nicht nur bei der Hardware den Trend verpennt, sondern hat auch beim Betriebssystem auf das falsche Pferd gesetzt, nämlich einem Windows Derivat, was mittlerweile komplett vom Markt verschwunden ist.

    Beim Volvo EX 90 wird der Prozessor nachträglich aufgerüstet auf den Stand des aktuellen Modelljahres.

    Immerhin toller Service. Aus Sicht von Volvo ist da aber wahrscheinlich auch was schief gelaufen, bzw. falsch eingeschätzt worden. Hätten sie sofort einen zukunftsfähigeren Prozessor verbaut, wäre das wahrscheinlich günstiger gewesen, als jetzt Tausende Fahrzeuge nachzurüsten.


    Fast alle klassischen Autobauer haben den Trend zu “rollenden Computern” verpennt, unterschätzt oder stecken noch so tief in ihren strukturellen Problemen. Das erinnert alles sehr stark an das Drama um Nokia und die ersten Smartphones.