Beiträge von HAL01

    So funktioniert Betriebswirtschaft aber leider nicht. Eine Quersubventionierung des Ladestroms durch den Haushaltsstrom ist nicht die Lösung.

    Die Sparte Ladestrom muss eigenständig wirtschaftlich sein, sonst kann man es sofort sein lassen.

    Dann könnte man auch sagen Elon Musk hat soviel Geld, der könnte den Tesla auch zum halben Preis verkaufen. Oder der verdient mit den Aufträgen der NASA soviel, da könnte der Tesla preiswerter sein.

    Ich hatte an anderer Stelle schon einmal eine grobe Modellrechnung aufgestellt. Weil es mich einfach interessierte, wieviel Autos pro Tag an einem Ladepark laden müssen, damit sich der Ladepark rechnet. Ich wollte einfach mal wissen, ob die Preise halbwegs realistisch sind, oder ob man gnadenlos abgezockt wird.

    Jetzt kann man über meine angenommenen Zahlen streiten, aber an der Tendenz ändert das nichts.


    Mit zb. 50 Cent werden die Investitionen in kurzer Zeit wieder reingeholt, da auch beim Haushaltsstrom noch so viel Marge drin ist, dass es den Stromanbietern sehr gut geht.

    Nun stellen wir zb. 10 Leute an, 3 von denen tüfteln an neuen Ladetarifen und Abomodellen, die alle 3 Monate eingeführt werden, die übrigen 7 bewerben und kommunizieren dann diese Tarife, mit tollen Werbespots. Ausser, dass 10 sicher nicht schlecht bezahlte Arbeitsplätze geschaffen wurden, wo ist da der Mehrwert?. Etwa so in diese Richtung scheint das zb. bei EnBW zu funktionieren . Die Einnahmen sprudeln, die Dividenden auch, wie auch die Löhne in der Teppichetage.

    So funktioniert Betriebswirtschaft aber leider nicht. Eine Quersubventionierung des Ladestroms durch den Haushaltsstrom ist nicht die Lösung.

    Die Sparte Ladestrom muss eigenständig wirtschaftlich sein, sonst kann man es sofort sein lassen.

    das stimmt: aber das gilt für den Privattarif von etwa 30 Cent. Alles darüber unterliegt "nur" noch der MWSt.

    Stimmt, aber der Haushaltsstrom kommt über eine seit Jahren abgeschriebene Infrastruktur, sprich Jahre alte Kabelnetze.


    Und für den Verkauf von Ladestrom muss erst kräftig in Ladeinfrastruktur investiert werden. Ein mittelprächtiger Ladepark kostet sehr schnell einen kleinen siebenstelligen Eurobetrag. Das muss wieder reingeholt werden, bevor er schon wieder technisch veraltet ist. Und dann haben wir noch nicht über eine Marge gesprochen.


    Und dann kommt noch der Faktor Betriebskosten, Reparaturen etc., also laufende Kosten. Beim Haushaltsstrom zu vernachlässigen, bei Ladeparks eher kostenintensiv. Das geht von defekten Kabeln und Säulen bis hin zum Winterdienst für einen Ladepark.


    Oder anders ausgedrückt. Der Vergleich von Ladestrompreisen mit Haushaltsstrompreisen hinkt.


    Ich will die Anbieter nicht in Schutz nehmen, aber man muss das realistisch betrachten. Wo ich drauf hinaus will. Sicherlich gibt es noch Spielräume beim Preis, aber sicherlich nicht so viel wie einige denken.

    Ein interessantes Beispiel gibt es bei den Mobilfunkbetreibern. Der Staat hat vor Jahren Funklizenzen versteigert, für zig Milliarden. Heute weiß man, dass dieses Geld den Unternehmen fehlte, um den Netzausbau voranzutreiben. Ergebnis ist, das Deutschland mit die schlechteste Netzabdeckung im internationalen Vergleich hat.


    Heute wissen die Verantwortlichen das und verzichten auf die Versteigerung von Funklizenzen.


    Das ist ein Beispiel, für einen kontraproduktiven staatlichen Eingriff während der Ausbauphase einer wichtigen Infrastruktur.


    Staatliche Eingriffe in einem Bereich, wo man ausdrücklich starke Investitionen von Unternehmen wünscht, sind eine Gradwanderung.


    Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ging kürzlich so durch die Presse.

    Die Hochlaufphase, also die starke Ausbauphase, der Ladeinfrastruktur, die ja von allen gefordert wird, ist eine ungünstige Zeit für staatliche Eingriffe, bzw. Eingriffe der EU, z.B. durch Wettbewerbsbehörden oder die Bundesnetzagentur.


    Staatliche Regulierung, in dem Maße, wie wir sie als Autofahrer erwarten, würde sofort Investitionen in die Ladeinfrastruktur abwürgen. Die Investoren wie EnBW, Ionity EWE usw. rechnen mit einem ROI (Return of Invest) in einer überschaubaren Zahl von Jahren und irgendwann muss dann auch mal Gewinn gemacht werden. Decken die Ladepreise die Investition und eine gewisse Marge nicht mehr ab, dann wird niemand mehr Ladesäulen aufstellen.


    Der Staat, die EU, wollen diese Goldgräberstimmung, zumindest zur Zeit, nicht durch regulatorische Eingriffe gefährden.


    Was man aber nicht vergessen darf, 2/3 des Strompreises besteht aus Abgaben und Steuern an den Staat. Da können der Staat und die EU was verändern. Ich denke, da kommt auch was mit der neuen Regierung.

    Der Enyaq hat keinen Erschütterungssensor, somit kein Hupkonzert

    Bist Du Dir da sicher? Zum Standard einer Alarmanlage gehört eigentlich immer ein Schutz gegen Abschleppen/Anheben. Das wird realisiert durch einen Lagesensor, im erweiterten Sinn ist das ein Erschütterungssensor. Und dieser Sensor löst bei einem gewissen Wellengang auf einer Fähre die Alarmanlage aus.

    Würde mich wundern, wenn der Enyaq so einen Sensor nicht hat, weil Skoda/VW da schon einen gewissen Aufwand treibt. Immerhin ist sogar ein Anhänger gegen unbefugtes Abhängen gesichert, und dann sparen sie an so einem Sensor?

    Speicher ,Matthias, lass Dich bloß nicht von einigen fehlgeleiteten Kommentaren hinreißen Dein Konzept zu ändern.


    Dein Beitrag dazu hat es genau auf den Punkt gebracht. Es ist ein Geben und Nehmen, wenn Du nur kritisch gegenüber Skoda bist und nicht auch positiv berichtest, dann ist Dein Zugang zu Skoda, immerhin bis zum Vorstand, schnell Geschichte. Und Deine Community hat von diesem Zugang zu Skoda, den Du Dir hart erarbeitet hast, schon sehr profitiert. Und genau diese „Connection“ ist Dein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den zahllosen anderen Youtubern, die meinen sich mit Skoda, dem Enyaq und Elroq auszukennen.


    Apropos andere Youtuber, die meisten behandeln die ganze Thematik rund um die E-Mobilität von Skoda nur oberflächlich und temporär. Keiner macht das so tiefgreifend, so ehrlich, so transparent und mit so einer Ausdauer wie Du.


    Daher, mache unbedingt weiter so. Das ist auf jeden Fall der richtige Weg!