Beiträge von HAL01

    An der Architektur alleine liegt es wirklich nicht. Ein Ioniq 5 von Hyundai und die Fahrzeuge von KIA haben auch noch eine klassische Architektur mit 40 oder 50 dezentralen Steuergeräten. Dennoch klappen die OTA Update schon seit ein paar Jahren reibungslos und es werden jedes halbe Jahr Updates, auch mit funktionalen Erweiterungen, veröffentlicht. Auch das ist Kundenbindung, bzw. dient der Kundenzufriedenheit.

    Mein Mitleid, bzw..mein Verständnis, mit dem Management des VW Konzerns hält sich bei mir in Grenzen. Das Thema mit den chinesischen Autos sehe ich genau so.


    Die meisten unterschätzen vollkommen, was hier in Deutschland passiert, wenn wir diese Schlüsselwirtschaft verlieren. Das betrifft nicht nur diejenigen, die in der Automobilwirtschaft arbeiten, sondern alle.


    Dennoch muss inhaltliche Kritik an einem Produkt erlaubt sein.

    Was benötigt man schon wirklich?

    Der Waschanlagenmodus ist ein Button auf dem Bildschirm, könnte z.B. ein Shortcut sein, den man vor der Einfahrt in eine Waschanlage drücken kann. In der Folge wird die Scheibenwischerautomatik ausgeschaltet, die Spiegel werden angeklappt, die Fenster geschlossen, das Schiebedach geschlossen, die Parksensoren deaktiviert, der Heckklappenmechanismus und alle Assistenten werden deaktiviert usw.. Alles mit einem Button.

    Ich finde das praktisch und es vermittelt ein Gefühl von Sicherheit nichts vergessen zu haben.

    Wenn man aus der Waschanlage rausfährt und schneller als 5 Km/h fährt, aktiviert sich alles wieder.

    Es gibt Menschen, die haben ein ungutes Gefühl wenn sie mit ihrem, mit Assistenten und Sensoren vollgepacktem, Auto in die Waschanlage fahren.

    Andere Hersteller haben sowas. Und sowas wäre für VW/Skoda leicht zu realisieren.


    Das sollte aber nur ein Beispiel sein, dass man Features auch ohne Hardwareanpassungen per OTA Update nachliefern kann. Ich hatte einen Mercedes, da wurde diese Funktion in der Tat per OTA nachgeliefert. Und als Kunde freut man sich einfach über diesen Service.

    Wobei der Tiguan ja evtl. mit Android kommt und da die Hoffnung nicht vom Start aus verloren wäre...

    Wobei es nicht nur ein Thema der Software selbst ist. Es ist auch das Unternehmen, der Konzern, der in Sachen Software/IT nicht die richtige Einstellung und keine wirklich erkennbare Strategie hat. Wahrscheinlich ist es egal, welcher Softwareunterbau verwendet wird, die können trotzdem kein OTA, verfolgen trotzdem eine seltsame Versionierung und Updatepolitik. Seit den letzten Nullnummern bei meinem Enyaq ist mein Vertrauen nicht sonderlich groß.

    Die Geschichte der Elektrofahrzeuge im VW Konzern fing schon mit einer glatten Lüge an. Es wurde versprochen, dass Funktionen /Features per OTA Update nachgeliefert werden. Dieses Versprechen ist jetzt ungefähr 4 Jahre her.


    Es gibt natürlich solche und solche Funktionen. Einfache, die ohne sehr großen Aufwand möglich sind, dazu gehören z.B. Filter für Ladeanbieter oder z.B. ein Waschstrassenprofil und ähnliches. Und es gibt natürlich Dinge, die nicht auf jeder Hardware möglich sind.


    Und es gibt Hersteller, die ihre Fahrzeuge laufend mit neuen Funktionen per OTA ausstatten. Dazu gehören z. B. Hyundai und KIA. Und die liefern sogar umfangreiche, vollstände Releasenotes zu ihren Updates. Tesla gehört auch zu diesen Herstellern.


    Es gibt sogar Hersteller, bei denen können Kunden die Updates im Internet herunterladen und per USB Stick in ihren Autos installieren, wahlweise geht auch OTA.

    Der iX3 interessiert mich sehr. Aber der z.Z. angebotene iX3 ist zu teuer und die Produktion soll schon auf lange Zeit ausverkauft sein. Das etwas günstigere Modell mit Hinterradantrieb, kleinerem Akku und mit weniger Leistung kommt für meine Bestellung zu spät.

    Mich würde auch der kommende ID Tiguan interessieren, der kommt aber auch zu spät und dann wäre Softwareärger quasi vorprogrammiert.

    Schönheit steht für mich nicht an allererster Stelle. Das Auto muss meinen Anforderungen, meinem Fahrprofil und meinen Nutzungsprofil entsprechen und die Technik muss stimmen. Was nützt mir das tollste Design, wenn z.B. die Software nichts taugt oder die Ladeperformance Mist ist. Ich habe schon viele Neuwagen gehabt und eins habe ich gelernt, das perfekte Auto gibt es nicht, man muss Abstriche machen, jedes meiner Autos hatte so seine Stärken und Schwächen. Man muss nur so aussuchen, dass es mit den Schwächen nicht zu doll wird. Ich bin mit dem Enyaq ja im Grunde zufrieden, habe den schon gut und richtig ausgesucht, aber ich bin auch immer neugierig, ob es nicht was besseres gibt. Neue Techniken, neue Features interessieren mich dabei besonders, das Design etwas weniger.


    Und die Leasingkonditionen, Privatleasing, müssen natürlich auch stimmen.


    In 11 Monaten muss der Neue beim Händler stehen. Ich muss mich über die Lieferzeiten der genannten Hersteller informieren und etwas Puffer einrechnen, falls es bei der Produktion und Lieferung zu Verzögerungen kommt. Mein jetziger Enyaq hatte den Lieferzeitpunkt um 3 Monate gerissen, zum Glück habe ich für diese Zeit einen Leihwagen von Skoda bekommen, auf deren Kosten. Dieser gute Service würde zumindest für einen Skoda als Nachfolger sprechen. Funktioniert aber nur, wenn man im Vertrag einen verbindlichen Liefertermin stehen hat und nicht wie üblich einen unverbindlichen.

    Bisher hatte ich immer noch einen Enyaq, Elroq oder Enyaq Coupé als “Alternative”/Nachfolger für meinen Enyaq im Auge. Zumal mir das Facelift optisch richtig gut gefällt.

    Aber die letzte Nullnummer von Skoda, das OTA Update auf 5.4.4 ohne spürbare Veränderungen, hat mich wirklich verärgert und zum Umdenken gebracht. Genau genommen war es schon die zweite Nullnummer, nach dem Update ohne Änderung der Versionsnummer im letzten Herbst. Die bekommen die Softwaregeschichten einfach nicht in den Griff und man spürt auch nicht, dass Skoda auf die Wünsche seiner Kunden eingeht, z.B. Stichwort Ladeanbieterfilter. Mir erschließt sich auch die zukünftige IT Strategie von VW/Skoda überhaupt nicht. Da scheint es überhaupt keine klare Linie zu geben.


    Was mich auch nervt, ist der Sitzkontakt, der das Auto aus- und einschaltet, ob man will oder nicht. Dann das unzuverlässige Kessy und der unzuverlässige Fußschalter für die Heckklappe. Und die instabile Konstruktion der Vorderachse macht mir Sorgen. Auf das DCC hatte ich mich richtig gefreut, bis die Ernüchterung kam, dass man Einstellen kann was man will, man aber keine Veränderung spürt. Aber das ist ja zumindest mit dem FL korrigiert worden. Schade, dass das bei Bestandsfahrzeugen nicht gefixt wurde, so habe ich ein teures, aufwendiges Fahrwerk, dass man zu nichts gebrauchen kann. Da kann man sich nur wundern, dass sowas keinem Testfahrer bei Skoda aufgefallen ist


    Ich werde mir die Änderungen zum Modelljahr 2027 noch anschauen, und ich werde noch ein Leasingangebot für den Enyaq/Coupe und Elroq einholen. Wenn das neue Modelljahr keine gravierenden Neuerungen bietet und wenn das Leasingangebot nicht alle anderen Angebote in den Schatten stellt, so dass ich schwach werde, dann ist mein Ausflug zu Skoda bald beendet.


    Anschauen werde ich mir den Mercedes GLB EQ, den Smart #5, den KIA EV 4 und 5, den Hyundai Ioniq 5 und vielleicht den neuen Volvo EX60. Wobei der Mercedes mit der 800 Volt Technik, seinem Zweiganggetriebe und der MBUX Software schon mein Favorit ist.