Beiträge von Klayer

    Bin heute wieder meine Strecke Hamm München gefahren 630 km. Der Horror.


    1. Das Skoda Navi hat total versagt, nicht nur die idiotische Ladesäulenplanung, sondern auch eine Autobahnsperrung, die schon mehr als 2 Wochen (vielleicht länger) existiert, wurde nicht berücksichtigt.
    ABRP hat die Autobahnsperrung auch nicht drin gehabt. Die Software ist so unterirdisch in der Usability, dass man kotzen könnte. War auf jeden Fall heute nicht nutzbar.

    2. Die Reichweitenanzeige war völlig unbrauchbar, wegen Wettereinflüssen (kräftiger Wind, Dauerregen).

    3. Die notwendigen, manuellen Ladesäulenplanung sind mit der PowerPass App nicht möglich, weil die Karte kaum eine Orientierung ist. Ich musste immer die mit Google geplante Route auf dem einem Handy und die Power Pass App auf einem weiteren Handy nebeneinander halten. Allein hätte ich die Fahrt heute wahrscheinlich nicht geschafft.

    4. Der Verbrauch war astronomisch, trotz max. Speed von 120 km/h. Vor allen Dingen was genervt hat, waren die sprunghaften Reichweitenänderung, vermutlich aufgrund von Gegenwind. Wir mussten immer einen Puffer von min. 80 km einplanen, um dann teilweise mit 30 km am Lader anzukommen. Im Schnitt haben wir alle 150 - 160 km geladen.
    Die Temperatur war relativ hoch 3-6 Grad für Februar. Kaum auszudenken, was bei -10 Grad und Schnee gewesen wäre. Die Fahrt wäre vermutlich nicht möglich gewesen.

    5. Der Verkehr war ohne Staus. Die Strecke hätte ich mit meinem Verbrenner in ca. 6:30 h geschafft. Mit der Elektromöhre namens Enyaq habe ich 9:00 h gebraucht.


    Fazit:

    der Enyaq ist im Winter mit seiner Scheißsoftware leider NICHT langstreckentauglich. Wäre wir nicht zu zweit gefahren, hätte ich vermutlich abbrechen müssen.

    Ich bin sooo megafrustriert von diesem Auto. In 2 Jahren verkaufte ich die Scheißkarre.

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    Zitat von ArcticFox

    Also ich will auch keine Ladeplanung machen. Ich will ins Auto sitzen und dort wo der Wagen leer ist aufladen. Das teste ich im nächsten Urlaub. 500km. Kurz vor Mittag, schauen wir dann im Navi, nach der nächsten Säule. Da ist mir sogar 50kw egal, weil wir wahrscheinlich länger als eine Stunde stehen. Die Kinder essen nicht so schnell.

    Und nächste Woche fahr ich auch nochmal 1000km. Ich hab kurz geschaut, wo es Säulen hat und gut ist. Ich kann mir die eine Raststätte auch merken und muss es nicht unbedingt im Navi haben. Daher ist mir das alles eher egal.

    wie auch schon geschrieben wurde: ich habe meine Tankstops auch nie geplant und erst recht nie nach einem Tankstellenbetreiber gefiltert.



    Bei Schneeregen, Streckensperrungen und Umleitung wird das definitiv nicht funktionieren. Aber Du fährst ja nicht allein, da kann Dein Beifahrer mit den diversen Handy Apps herumfummeln und manuell planen.


    Bin gespannt auf deine 1000 km Erfahrung.

    Danke. Ich habe in meinem ENYAQ, bei dem für das Navi die richtigen Akku- und Lade-Werte hinterlegt sind, die Strecke mal testweise eingegeben; das Navi schlägt für Hamm-München via A7 nach rund 260 km als Ladeort Kirchheim (Kirchheimer Dreieck) vor, dort gibt es m.W. ausreichend Ladepunkte.


    Ich fahre öfters eine 630 km lange Strecke in der Verbindung Hannover-Stuttgart, da wird mir ebenfalls Kirchheim als Ladepunkt vorgeschlagen. Ausweichen-Möglichkeiten sind im Norden der Raum Kassel und im Süden der Raum Fulda. Zwischen Mai und November 2021 passte immer Fulda (genauer Eichenzell) optimal.


    Da ich heute gen Süden und Sonntag gen Norden diese Strecke fahren werde, werde ich mal beobachten, wie es bei diesem Wetter sein wird, ob 1x Zwischen laden reichen wird. Ich werde berichten.

    Kirchheim habe ich auch benutzt. Das Problem auf der Hinfahrt war, dass die östliche Abfahrt gesperrt war und ich ca. 25 km Umweg (sehr langsam) fahren musste. Ich habe dadurch ca. 45 Minuten verloren.


    Auf der Rückfahrt zeigt das Skoda Navi an, dass auch die westliche Abfahrt gesperrt ist, was aber Gottseidank nicht gestimmt hat und in sofern problematisch gewesen wäre, weil ich mit 80 % losgefahren bin und ich dann die Strecke nur super knapp geschafft hätte. Letztlich hat dort der Ladestop funktioniert.


    Aber dann wollte ich Haidt Süd laden und er hat mich trotzdem über die Autobahn Bayreuth geführt, um mich dann über feldwegähnliche Strecken (in Summe ca. 35 km) zu Haidt Süd zu bringen. Hier war die Restreichweite relativ hoch und der SOC entsprechend hoch, was wiederum zu schlechteren Ladegeschwindigkeiten geführt hat.


    Übernächstes Wochenende mache ich die Tortur nochmal, wenn das Wetter einigermaßen stabil ist. Bei Schneesturm werde ich nicht mit dem Enyaq fahren. Es wird auch etwas einfacher, weil ich die Strecke nicht allein fahre und der Beifahrer dann die ganzen Apps (Powerpass und ABRP) im Notfall bedienen kann und wir dann hoffentlich ohne zusätzliche "Ladesäulenplanungstops" (tolles Wort oder?) auskommen.


    Letztlich kann man zwischen Pest und Cholera wählen

    1. Man plant mit großen Puffern und verliert viel Zeit der wegen vielen Ladestops und dann auch wegen des langsamen Laden bei höherem SOC oder

    2. Man plant mit kleinen Puffern und fährt mit Risiko, dass man liegen bleibt, wenn unvorhergesehene Straßensperrung und Umleitung auftreten.

    Habe gerade zwei Langstrecken mit jeweils 630 km hinter mir. Ich habe einen Enyaq iV 80. Bei einer Fahrt bin ich um Haaresbreite liegengeblieben. Es gab eine Streckensperrung und mit der Kombination aus dem schlechten Navi und dem sehr hohem Winterverbrauch wurde es super eng. Am Lader hatte ich noch 11 km Restreichweite nachdem ich 30 km hinter einem LKW mit 60 km/h hinterhergefahren bin.

    Außerdem ist der Verbrauch extrem wetterabhängig. Kommt man in einen Schneesturm, sind die üblichen 50 km Puffer schnell verbraucht und es wird eng. Macht man den Puffer größer muss mal sich alle 100 - 150 km laden und verliert noch mehr Zeit durch die dann sehr langsame Ladegeschwindigkeit. Ich bin die Strecke allein gefahren und musste mehrfach anhalten, um mit Handy Apps eine manuelle Ladesäulenplanung zu machen. Ich kam mir vor wie Berta Benz bei ihrer ersten Autofahrt.


    Mit dem Verbrenner habe ich immer für die Strecke 6:00 - 6:30 h gebraucht, Mit dem Enyaq 9:00 h, dass ist frustrierend.

    ca. 40 min geht auf das Konto der Enyaq Scheißsoftware, keine vernünftiges Thermomanagement, keine Ladesäulenplanung, kein Vorklimatisaerung des Akku usw ...

    In zwei Wochen muss ich die Fahrt nochmal machen, jetzt überlege ich ernsthaft, ob ich dafür lieber meinem 11 Jahre alten Golf nehmen soll.

    Aus meinen Erfahrung mit anderen Autos explodieren die Kosten, wenn nach 6-8 Jahren die Elektronik ausfällt, die Werkstätten nicht mehr durchblicken und dann anfangen Steuergeräte "aus Verdacht" auszutauschen. Das war z.B. beim meinem Mercedes CDI 220 (BJ.2009) so, der praktisch nicht mehr reparierbar war und bei dem Mercedes Kostenvoranschläge gemacht hat, die den Restwert deutlich überschritten und das gerade mal bei 190 000 km.


    Ich möchte nicht wissen, was z.B. ein Ausfall des Infotainment Rechners kostet, der vermutlich mit Consumer Qualitätsbausteinen gebaut wurde. Bei allen meinen VWs ist immer nach 7 Jahren das Radio kaputt gewesen.