Ich habe 6 Langstrecken (> 600 km) im Winter bei sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen gemacht.
Die starke Variabilität des Verbrauch, bzgl. Temperatur, Wind, Niederschlag, Topologie und geänderte Streckenführung aufgrund von Baustellen haben meine "manuelle" Planung, die ich am Anfang der Reise gemacht hatte, 3 Mal total hinfällig gemacht.
Ich muss dann anhalten und mit der PowerPass App herumfummeln und meine Route neu planen. Den ABRP hatte ich damals noch nicht per Dongle angeschlossen. Außerdem ist er beständig abgestürzt und die Herumfummelei mit zwei Navigationssystemen war komplex und letztlich beim Fahren auch gefährlich. Außerdem habe ich mich nicht getraut, mit geringen SOC Puffern zu planen. Ich habe dann immer ca. 15-20 % geplant und nicht wie im Sommer 10 %.
Das war ganz großer Mist und hat mich auf meiner Strecke, die ich im Sommer in 7:15 min gefahren bin, ca. 1:45 h mehr Fahrzeit gekostet. Natürlich hat auch die reduzierte Ladeleistung wegen der fehlenden Akku Vorkonditionierung seinen Teil beigetragen. Leider wird es das ja auch mit dem ME3 Update wohl nicht geben. Wir haben halt keinen Tesla gekauft.
Für mich ist die Frage ganz klar. Im Winter ist eine dymamische Ladesäulenplanung unverzichtbar. Ich hoffe, dass ich im nächsten Winter weniger Langstrecke fahren muss. Ich hatte schon ernsthaft überlegt, für die nächste Winterfahrt einen Leihwagen (Verbrenner) zu mieten. Gottseidank musste ich kein weiteres Mal fahren.