Beiträge von Langstreckenfahrer

    Wir haben schon an diversen Stellen über die Ladeleistung gesprochen, aber ich fand keinen passenden Thread. Daher mache ich jetzt mal in der entsprechenden Rubrik Akku/Batterie einen Beitrag auf.


    Speicher hatte ja mit Bezug auf den Elroq und „nur“ noch 135 kW Ladeleistung schon ein Video veröffentlicht. Hier jetzt in unserem Forum eine Plattform zum Austauschen. Ich fange mal mit meinem Eindruck an. Mein alter Enyaq konnte mit bis zu 175 kW laden, mein neues Coupé mit bis zu 135 kW. Einschränkend muss ich sagen, dass ich hier leider etwas Äpfel mit Birnen vergleichen muss, weil mein neuer Enyaq Pre-Heating hat.


    Mein Eindruck:

    Die 175 kW waren für den Stammtisch ganz gut und auch ggü. BMW, Mercedes, Hyundai musste man sich kurz nach dem Anstecken nicht allzu sehr schämen. Aber die Freude währte nur kurz. Die Ladekurve sank kontinuierlich bereits kurz nach Anstecken. Im Winter musste ich den Akku auf 0 bis 5% SoC herunterfahren, um überhaupt mal Werte oberhalb von 120 kW zu sehen.

    Nun fahre ich einen Enyaq mit „nur“ noch 135 kW Peak, die er aber lange konstant hält und kaum unter 100 kW während des Ladevorgangs sinkt. Auch ist es dem Wagen eher gleichgültig, ob ich mit 5% anstecke oder 30%. Allerdings führt kein Weg daran vorbei, will man hohe Ladeleistungen erzielen, dass man mit möglichst niedrigem SoC ansteckt. Das ist technisch einfach so gegeben.


    Hier mal ein paar Beispiele:


    Angesteckt nach längerer AB-Fahrt und mit ggf. Pre-Heating bei etwa 25 - 28%. Da hatte ich bei 70% noch immer über 100 kW Ladeleistung. Nach Toilette, Kaffee und einem Brezel war der Enyaq bei 80% und der Kaffee noch nicht leer:

    IMG_6919.png



    Hier hatte ich bei etwa 30% angesteckt (kein Pre-Heating, was man wohl an dem Sprung nach oben in der Ladekurve sehen kann):

    IMG_6924.jpg       IMG_6923.jpg


    Mein Fazit

    Die Autos mit „nur noch“ 135 kW maximaler Ladeleistung sind im Alltag für die meisten wohl praktikabler.

    Seit Kauf meines neuen 85er Coupés habe ich jetzt exakt 3.512 km gefahren. Mein Langfristverbrauch über diese Distanz liegt bei 15,8 kWh. Dabei waren auch einige Langstrecken mit viel Autobahn (120 - 130 km/h Maximalspeed, mal von den paar Metern mit 160 km/h abgesehen. Die 180 km/h auszufahren, hatte ich noch kein Bedürfnis). Die Strecken auf der AB waren zwischen 100 km (recht häufig), 200 km nach Bonn und über 400 km zur Speaker City nach Schwandorf. Mit dem Mini-Camper war ich bisher nur einmal unterwegs und auch nur rund 300 km. Die haben den Verbrauch also nur minimal belastet. Da ich den Wagen Ende Juli ausgeliefert bekam, beeinflusst natürlich das Wetter den Verbrauch positiv.


    Eine typische Autobahnfahrt bei freier Bahn (Start und Ziel identisch):

    IMG_6902.jpg


    Montabaur - Schwandorf mit Freitagsnachmittagsstau um Frankfurt:

    IMG_6906.jpg


    Rückfahrt Schwandorf - Trierer Umland:

    IMG_6920.jpg

    (Der leicht erhöhte Verbrauch geht wohl auf den Strombedarf des Soundsystems zurück. Nee Spaß beiseite. 130 km/h wenn möglich und Klimaanlage).

    Dann versuche ich mal, Dein BGB-Grundwissen aufzufrischen, wohlwissend, dass ich kein Jurist bin. Die Willenserklärung kann auch durch konkludentes Handeln bekundet werden. Das Anstecken an die Ladesäule würde ich als schlüssiges Handeln (sozusagen der Handschlag) interpretieren. Wahrscheinlich ist es aber noch wesentlich komplexer. Weil Du nämlich gar keinen Vertrag zwischen Dir und der Ladesäule geschlossen hast. Die Ladesäule ist nur der Erfüllungsgehilfe Deines Vertragspartners (Elli). Du hast mit Elli einen Vertrag geschlossen, zu einem bekannten Preis zu laden. Darüber hinaus hast Du Deinem Auto via P&C gesagt, es soll mit dem Elli-Vertrag zahlen. Ich würde sagen, da lief alles absolut korrekt.


    Abseits des juristischen Aspekts ist der Elli-Vertrag, aka PowerPass, m.E. ökonomisch nicht sinnvoll und für die Bequemlichkeit (P&C), zahlt man halt. Sozusagen wie ein Concierge Service.

    Wäre allerdings dennoch möglich, dass sie das UI anpassen. Ich finde den Look recht modern, geht etwas in die Richtung von Apple. Wobei ich mir für die Nutzung im Auto auch mehr Kontrast wünsche. Muss ja nicht weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund wie im Kampfjet sein, aber etwas mehr als auf den Demobilder wäre angesagt. Bei Design bin ich ein Verfechter von … follows function.

    Ein Danke auch von mir für die Organisation und das wir beim Einbau zuschauen durften. Ebenso für die daraus resultierenden interessanten Gespräche und den angenehmen Tag.


    Langstreckenfahrer Ich hoffe du kannst trotz der vielen Musikhörerei auch noch was zur Fahrgeräuschdämmung sagen. Nicht das dass Vergleichsgeräusch vor dem Einbau schon ganz aus deinen Ohren verklungen ist.

    Die Tür fällt satt ins Schloss, wie bei einer S-Klasse. Sogar der Hebel im Innenraum, um die Tür zu öffnen fühlt sich irgendwie straffer an und das Klicken beim Freigeben des Schlosses ist ein tieferer Ton, was sich auch wertiger anhört. Wenn Du von außen sanft mit der flachen Hand an die Tür klopfst, ist zwischen hinterer Tür (hohles, helles Geräusch) und vorne (sattes, gedämpftes dunkleres Geräusch) ein deutlicher Unterschied zu hören.


    Und in der Tat habe ich auch mal auf der Autobahn die Musik abgeschaltet und mich auf das Fahrgeräusch konzentriert. Jetzt ist das aber extrem komplex. Zum einen hat der Facelift-Enyaq eine Gummidichtung mehr als der Vorgänger und zum anderen kommt es ja noch auf den Fahrbahnbelag, die Windverhältnisse und die Reifen an. Aber auch hier hätte ich gesagt, dass das einen echten Mehrwert bringt. Bei 120 km/h war es extrem still im Auto. Bei 130 km/h konnte ich erst so wirklich Fahrgeräusche wahrnehmen. Aber alles völlig subjektiv und nur ein Nebeneffekt. Ich bin von der großen Bühne (man sitzt förmlich in der Spitze des Stereodreiecks, also zwischen den Lautsprechern und nicht direkt neben den linken Boxen), den kristallklaren Höhen und den präzisen, klar definierten Bässen begeistert.