Hinsichtlich Musikauswahl und vor allem Tests von Stereoanlagen empfehle ich immer auch mit klassischer Musik zu testen, vorausgesetzt, dass einem diese Musikrichtung nicht völlig zuwider ist. Aber in einem solchen Fall geht dann vielleicht Jazz. Auf natürliche Weise kommen tief nach unten der Bass (Kontrabass) und noch tiefer die Orgel. Auch ein paar knackige Paukenschläge sind m.E. gut geeignet. Ein Tipp von mir für den Test von Bässen, auch wenn ich für eine natürliche, ausgewogene Abstimmung bin, die das komplette Frequenzband abdeckt. Musik lebt von der gesamten Klaviatur und der Dynamik.
Ach so der konkrete Tipp:
Erich Kunzel mit dem Cincinnati Symphony Orchestra spielt die Ouvertüre zu Tschaikowskis 1812 in der Aufnahme des Labels Telarc.
In dem Stück wird der Sieg Russlands über Napoleon dargestellt. Von der Truppenaufstellung (Rechts-/Linksabstimmung der Boxen), über den Kampf (Dynamik) bis zum Sieg der russischen Truppen ist alles dabei. Insbesondere auch die Kanonenschläge (Tiefbass-Test). In dieser Aufnahme wurden historische Kanonen (in diesem Fall aus dem amerikanischen Bürgerkrieg) abgefeuert, digital aufgenommen und passend eingesetzt. Wenn die Anlage gut ist, dann ist es eine Freude, den Kanonenschlägen zuzuhören und man spürt tatsächlich die Druckwelle der Bässe. Ganz am Schluss hört man dann die Siegesfreude und das Läuten von Kirchenglocken. Schöner kann man die Leistungsfähigkeit einer Anlage nicht testen.
Ach ja, wenn ich zu Speaker City mal fahre, wird die Aufnahme auf jeden Fall auf der Rückfahrt gehört.