Ich bin grundsätzlich bei Selenium, dass es der Markt regeln sollte. Und ich bin sogar der Überzeugung, dass es der Markt auch ohne die EU-Gesetze regeln wird. Es werden in zehn Jahren keine Verbrenner mehr nachgefragt werden. Soweit lehne ich mich aus dem Fenster.
Zur Einschränkung von Selenium, dass das Verbot nicht für Polizei, Krankenwagen, etc. gelten wird. Ich habe den genauen Wortlaut noch nicht gelesen, aber der Tagesschau entnehme ich, dass das Verbot für PKW und leichte Nutzfahrzeuge gilt.
Aber nun:
- Die Polizei auf der Insel Norderney fährt schon elektrisch
- In anderen Städten habe ich auch schon E-Polizeiwagen gesehen
- Die Schweizer Polizei hat mehrere Enyaqs angeschafft
- In Bayern fährt die Polizei teilweise schon elektrisch Motorrad
- Krankenwagen haben alle eine Plug-in-Batterie an Bord (für das Equipment). Etwas größer und der fährt auch elektrisch (die üblichen Strecken dürften hier sogar vollelektrische Krankenwagen entgegenkommen)
- Warum glaubt Ihr eigentlich, dass DHL Deutsche Post und Amazon E-Autos entwickeln? In voreilendem Gehorsam auf ein Gesetz? Vergiss es. Die Post war sogar mal der größte Produzent von E-Autos in Deutschland. Die haben das Thema angeschoben. Könnte es wegen dem Hype ESG sein? Auch das glaube ich weniger. Natürlich müssen sich Unternehmen auch nach ESG-Kriterien messen und bekommen langfristig auch nur Kapital, wenn sie gute ESG-Scores haben. Aber da steckt m.E. weniger ein ökologischer als ein ökonomischer Grund dahinter. Bei den typischen Fahrten der Paketdienste sind E-Autos einfach effizienter und langfristig preiswerter auf der Kostenseite der Unternehmen.
- Und sogar beim Militär ist man E-Fahrzeugen nicht abgeneigt:
Ich lebe bekanntermaßen in der Nähe von Trier. Was eher unbekannt ist, ist das in Trier die WTD 41 ist. Das ist die Wehrtechnische Direktion. Die 41 ist zuständig für die Erprobung und Testung aller landgebundenen Fahrzeuge, die die Bundeswehr einsetzt. Vor etwa 5 Jahren konnte ich dort am Tag der offenen Tür schon einen Radpanzer mit E-Antrieb anfassen. Auch Rheinmetall und Kraus-Maffei-Wegmann arbeiten schon lange an derartigen Systemen.