... ist es nicht ein wenig naiv in Zeiten der Energiewende, in der man Mobilität, Heizung und Industrie weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energieträern bringen möchte, davon auszugehen, dass der Stromverbrauch gleich bleibt?
Ich für meinen Teil gehe eher davon aus, dass mit zunehmender Elektrifizierung von Autos, Heizung und vor allem Industrie der Stromverbrauch in den nächsten 10 - 15 Jahren mindestens verdoppeln wird.
Natürlich bin ich nicht naiv und habe ja auch geschrieben, dass die Stromnachfrage steigen wird. Wovon ich halt wenig halte sind Aussagen wie "ich gehe davon aus...", "ich glaube...", "ich befürchte...".
Wir alle tappen immer wieder in psychologische Fallen, u.a. in die, Trends weiter fortzuschreiben. Immer wenn die Aktienkurse am Höchstpunkt sind nachdem sie jahrelang gestiegen sind, dann werden die Trends fortgeschrieben und die Leute glauben, die Kurse steigen weiter. Wenn aber die Aktienkurse mal zwei oder drei Jahre lang gefallen sind, dann kommen die Weltuntergangsszenarien und es wird prophezeit, dass die Aktien weiter fallen. Nun ersetzt mal das Wort Aktien durch Inflation oder durch Strompreis. Das ist der Kern, den ich meine.
Und bitte nicht übertreiben mit den Annahmen. Wenn wir innerhalb der nächsten Sekunde alle Autos gegen E-Autos tauschen, dann benötigen wir in D rund 15% mehr Strom als bisher. Vgl. https://www.wiwo.de/technologi…der-strom/20231296-2.html bzw. auch https://www.verivox.de/strom/n…uf-dem-pruefstand-121979/
Das wird aber nicht passieren, auch nicht im Jahr 2035 wird das so sein. Wie stark nimmt im Gegenzug der Ausbau erneuerbaren Energien zu?