"Ich versteh die Leute immer nicht, nutzen WhatsApp, Fratzebook und Co, wollen autonome Autos haben, Hausautomationen, Fitnesstracking, Smartwatches, Health Alarme, etc und haben ein Problem mit GoogleMaps, Alexa und Co...."
Und ich ärgere mich, wenn - nicht nur hier - unterstellt wird, dass man trotz Datenschutzbedenken das alles nutzt. Ich verzichte auf vieles, suche und zahle Alternativen, quäle mich mit Einstellungen herum und baue eine Hausautomation ohne Cloud, Sprachsteuerung und WLAN. Ich habe leider ein Android Handy, weil ich zu doof für Linux bin. Jetzt habe ich auch noch ein Auto, das alles ausplaudert. Ich möchte Digitalisierung und ich erwarte, dass mein Privatleben vor dem Staat und der Wirtschaft geschützt wird. Die Währung heißt Vertrauen, wird das zerstört, kommt vieles ins Stocken. Es ist der ewige Konflikt Freiheit versus Sicherheit: Bei einem modernen Auto ist eCall vorgeschrieben, mir wäre es lieber, ich könnte frei über den Einbau entscheiden.
Genau so! Android kommt mir nicht ins Haus, Sprachsteuerung nur im Auto, damit ich die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße haben kann. Ich nutze wenn irgendwie möglich keine Dienste in Cloud oder extern, sondern halte das meiste Haus-intern vor. Hier arbeiten mehrere Firewalls und getrennte Netzwerke, einfach damit nicht jeder 8-jährige mir das Garagentor öffnen kann und auch nicht rauskriegt wo das Haus steht. Wenn ich etwas nutze, dann sehr bewusst und dann stehe ich auch dazu.
Leider spreche ich hier als eingefleischter IT-ler mit Know How, das natürlich nicht jeder Endandwender haben kann und auch nicht muss. Da Daten aber sehr viel Geld wert sind (schaut Euch mal die Einnahmen und Ausgaben von Werbeträgern und Werbemachern an) ist das Bestreben an vielen Stellen sehr groß, doch viele Löcher zu machen, in der Hoffnung das diese auch fleißig genutzt werden. Und diejenigen, welche den Datenschutz organisieren und konzipieren müssten, haben leider viel zu wenig Plan davon bzw. auch meist finanzielle Interessen.