Beiträge von A 662 E

    Ein hydraulisches Bremssystem ist halboffen. Beginnen wir bei dem Hauptbremszylinder. Ab der Druckseite von dem Hauptbremssylinder ist das System geschlossen. Es kann nicht mehr zirkulieren. Bei einem Bremsvorgang hat die Bremsflüssigkeit die Eigenschaft sich nicht zu verdichten und gibt den aufgebauten Druck an die Bremssylinder weiter.

    Bei einem Bremsvorgang wird Energie vernichtet und es entstehen sehr hohe Themperaturen. Diese beginnt je nach Eigenschaft an zu kochen. Das ist nicht zu vermeiden. Zwangsläufig entsteht Dampf in einem geschlossenen System der nicht entweichen kann und keinen Druck aufbaut, aber nach Abkühlung Wasser gebildet hat, weil die höchste Anteil in der Bremsflüssigkeit ein technischer Alkohol ist. Und genau die restlichen Beimischungen gehen eine Verbindung mit der Bremsflüssigkeit ein. Folge.....der Siedepunkt sinkt und zwangsläufig ist das Gemisch schwerer und lagert sich in den Nehmerzylindern ein. Das führt zu Folgeschäden irgendwann.


    Argumente........ja bei einem Käfer brauchte es keinen Wechsel.......muss berücksichten........welches Gewicht und welche Geschwindigkeit hatte der Käfer. Er war natürlich leichter wie ein Enyaq und erreichte auch keine 16o kmh. Zwangsläufig wurde weniger Energie vernichtet.


    Jetzt zu der offene Seite von dem Bremssystem. Da gibt es den Vorratsbehälter. Dieser füllt lediglich Verluste im geschlossenen Bremskreislauf auf in Fall einer Undichtigkeit nach dem Hauptbremssylinder (Geber) und an den Hydraulikteilen (Nehmer) welche die Bremskraft erzeugen. Schaut euch mal den Deckel von dem Vorratsbehälter an. Da ist ein winziges Löchlein damit kein Unterdruck entsteht.


    Wie Schaumermal schrieb gibt es in einem Bremssystem keine Diffusion, weil die Druckseite aus Stahlleitungen ist.


    Unter Berücksichtigung der Verzörgerungswerte, die nun mal sein müssen bei dem immer dichteren und schnelleren Vekehrsaufkommen, den immer schwerer werdeten Fahrzeugen, ist es enorm wichtig die Sicherheit sicher zu stellen.

    Daher ist für mich es auch enorm wichtig eine sicher funktionierte Verzörgerungseinrichtung zu haben.

    Bremsflüssigkeit ist klassifiziert, je nach dem wann der Siedepunkt erreicht wird. Regulär wird DOT 4 verfüllt. Der Siedepunkt liegt bei 230° C, bei DOT 5 bei 260° C. Auf den Schulungen von ATE wurde unter anderem erklärt, wenn ich Flüssigkeit aus dem Behälter prüfe, mag diese noch fahrbar sein, aber im Hydrauliksystem wird die Flüssigkeit als verschlissen erkannt.

    Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, d.h. sie zieht Wasser an. Ist diese Wasserverdünnung im System, sinkt die Siedetemparatut.

    Was meint ihr, was mit den beweglichen Teilen im System passiert? Korrosion, Schwergängigkeit.....

    Wenn also jemand der Meinung ist, das zu ignorieren, hab ich kein Problem mit, aber später nicht jammern, wenns dann richtig teuer wird.

    Und härtet die Dichtmanschetten mit der Folge, Druck entweicht unkontrolliert.

    ich habe mir jetzt einen Bremsflüssigkeitstester besorgt.

    Ergebnis: die Qualität (sprich: Wassergehalt) liegt im neuwertigen Bereich. Ich habe das heute morgen gleich in eine Werkstatt verifizieren lassen - das Ergebnis war identisch.

    Ich werde mal sehen, ob ich um den Bremsflüssigkeitswechsel beim Serice vorbeikomme. Er wäre völlig überflüssig.

    Der Wassergehalt wurde im Vorratsbehälter ermittelt. In den Hydraulikteilen sieht es leider schlechter aus. Die Bremsflüssigkeit wird nicht umgewälst. Was da am Anfang für eine dunkele ekeliche stinkende Brühe rauskommt, kannst du dir nicht vorstellen.

    Die Konstruktion muss die Vorgaben der Sicherheit erfüllen zum Schutz des Wegrollens ohne Fahrer. Zudem wird die Trommelbremse als Berganfahrhilfe genutzt. Bremsstaub war und ist schon immer ein Problem. Das knacken kann auch mit der Mechanik der elekektisch betätigten Hebellei eine Ursache sein.

    Die Trommelbremse stellt sich automatisch nach damit immer das beste Lüftspiel vorhanden ist. In der Regel ist die automatische Nachstellung so ausgelegt, das die über die Feststellbremse und/oder die Fußbremse sichergestellt ist. Neue Reibbelege, Umgangsspachlich Bremsbelege, haben die Eigenschaft sich anzupassen weil ein Bruchteil davon sich dabei abreibt und in der Trommelbremse verbleibt. Dieser Abrieb gemischt mit Luftfeuchtigkeit hat die Eigenschaft eine "Klebewirkung" zu erzeugen. Hinzu kommt das die Trommelbremse im normalen Fahrbetrieb sehr wenig zu tun hat. Wir streicheln doch nur die Bremse, weil wir rekuperieren.


    Nachdem ich an unserem IV 60 schon gemerkt habe das da Geräusche sind, habe ich eine Probefahrt gemacht. Auf dem Promilleweg wo kaum einer unterwegs ist, einfach drei bis 4 mal eine Vollbremsung gemacht. Dannach war Ruhe bis Heute im Karton. Im ürbrigen stellte ich fest, das ABS-System funktioniert einwandfrei.