Beiträge von bljack

    Daten für den SoC für AC sind in der ISO 15118 leider nicht existent. M.E. nach nimmt die Branche das insgesamt durchaus als kleinen Showstopper für intelligentes Lastmanagement wahr, für das es momentan keine Lösung innerhalb des AC-Protokolls gibt. Der Umweg über die Fahrzeug-Cloud scheint der einzige Weg zu sein, der aber wiederum beim öffentlichen Laden mit AC natürlich praktisch ausscheidet.

    Danke erstmal für den etwas tieferen Einblick in die Thematik; wenn man sich nicht die entsprechenden Normen daheim ins Regal stellen will, kriegt man da ja leider echt wenig Infos.


    Ich frage mich jetzt aber ernsthaft, wie die openWB Pro das dann handhabt. Die Variante "SoC aus dem Fahrzeug auslesen" geht explizit nicht über die jeweilige Herstellercloud sondern über das Kabel.


    Ich hab hier einen VW e-up, bei dem läuft das openWB SoC-Modul über den VW-Server (mit entsprechender Verzögerung und Abhängigkeit von einem laufenden Server bei VW). Das ging bei Enyaq bis zu einem Zeitpunkt X auch noch über die Skoda-Cloud (da ich da noch keinen Enyaq hatte, weiß ich nicht, ab wann das nicht mehr ging), dann war lange nix möglich außer manuellem SoC (wird beim Anstecken eingegeben und dann über einstellbare Werte für Effizienz OBC und Größe HVB berechnet / geschätzt) und inzwischen gibt es ja zumindest einige Enyaqs, bei denen die openWB Pro den SoC aus dem Fahrzeug ausliest (und laut Liste auch noch eine ganze Handvoll andere Fahrzeuge, bei denen das sogar nachvollziehbar zu klappen scheint).


    Einzige Idee, die mir da kommen würde (da es ja laut openWB auch explizit davon abhängt, ob der Hersteller den Wert ausgibt): ich kann es auch bei AC über den gleichen Weg übertragen wie bei DC, es ist aber kein Muss und wenn Programmiererin X bei Hersteller Y das halt der Einfachheit halber "copy/paste" von DC implementiert hat, dann hat man Glück; wenn nicht, dann hat man halt Pech und es gibt keinen SoC, den ich bei AC-Laden auslesen kann.

    Ich seh schon: das Hauptproblem meiner Unkenntnis war die Fahrzeugwahl :D Unser Seat Leon war ein Style TGI, der hatte das nicht; die Mietwagen waren idR irgendwelche 2.0TDI Golf/Passat oder C200d, 320d etc. pp ;(

    Mir wäre nicht bekannt, wie die Wallbox erkennen kann, ob ein Fahrzeug 11kW oder 22kW laden kann. Die gibt eine bestimmte Leistung frei (variabel bei PV-Überschussladen oder halt fix 11kW/22kW) und das Fahrzeug reduziert dann ggf. weiter. Bei Wallboxen mit Steckdose muss natürlich das Ladekabel entsprechend 22kW können und den richtigen Widerstand verbaut haben, damit das erkannt wird. Gibt es da noch andere Mechanismen, die mir gerade nicht bekannt sind?

    Nutze auch Spritmonitor - externe Ladungen wie jeweils in der/den App/s erfasst (wenn mir eine Ladung mal abbricht und ich am gleichen Standort die Ladung neu starte, fasse ich das als eine zusammen) und Ladungen daheim/bei den Eltern wie im Ladelog der Wallbox (daheim openWB, Eltern Zappi v2.1) erfasst und hier fasse ich Ladungen ggf. auch zusammen.


    Mache das auch rein für meine eigene Übersicht schon seit ein paar Jährchen und um am Ende beim Verkauf vom Auto mal zu schauen, was der Kilometer denn jetzt am Ende wirklich gekostet hat.

    Und ein Blick ins Forum gibt dann diese Liste, es wird bei der OpenWB Pro über die Schnittstelle ausgelesen, wenn es vom Hersteller des Fahrzeugs übermittelt wird.
    Wenn unser Enyaq seinen eigenen Ladeplatz bekommt, wird es dann wohl eine OpenWB Pro werden, in der Hoffnung, dass es klappt :D

    Scheint ja doch echt mehr Fahrzeuge mit Leistungsanzeige zu geben, als ich gedacht hätte. Beim GTI (und ähnlichem) kann ich es ja als "sportliches Gimmick" sogar noch verstehen, aber ein Scala mit 1.0 Motor? :D

    Aber auf alle Fälle wieder was gelernt, danke euch dafür :)


    (OT: Drehmomentmessung kenne ich eigentlich nur indirekt über entsprechende Messnaben mit Dehnungsmessstreifen oder direkter Montage der Dehnungsmessstreifen auf einer Welle, aber das ist eher nix für eine Anwendung im Serienfahrzeug, daher Zustimmung, dass beim E-Fahrzeug U & I einfach gemessen uns daraus P berechnet werden kann, während beim Verbrenner mit ziemlicher Sicherheit die Berechnung über das Steuergerät und die bekannten Daten des Motors erfolgt.)

    Den Trick kann ich gerne verraten: einfache Mathematik P=UxI ;)

    Also genau wie beim Verbrenner: nur über einen kleinen Umweg ;)


    Aber ob ich jetzt P = (U x I) rechne, um den Benutzer eine Momentanleistung anzuzeigen, oder P = (M x ω) rechne, macht für mich erstmal keinen Unterschied. Ich kannte, bis auf die bereits genannten Bugattis, jetzt adhoc auch noch keine Autos, die dem Benutzer die aktuelle Motorleistung anzeigen (ob jetzt berechnet aus im Steuergerät hinterlegten Werten oder Berechnet aus Messgrößen sei mal egal). Das schaue ich mir bei der Zoe mal an, finde ich als technikaffiner Mensch durchaus interessant.

    Was ich aber seit Verbrennerzeiten kenne, ist eine Momentanverbrauchsanzeige ("damals" in l/100km) und eine Durchschnittsverbrauchsanzeige und das hat man halt beim Wechsel auf elektrischen Antrieb einfach übernommen (heute halt in kWh/100km) - kann aber jetzt auch durch den auf Mercedes, BMW, VW-Konzern, Opel, Ford, Fiat, Lancia beschränkten Blickwinkel kommen, dass ich bislang keine Leistungsanzeigen im Auto gesehen hab :D

    weil man bei einem Elektromotor die tatsächliche Motorleistung in kW erfassen kann, bei einem Verbrenner nicht, da kann man nur etwas berechnen und das dann in grob darstellen,,,

    Da würde mich jetzt dann doch interessieren, wie ich direkt (also ohne Umweg über Stromstärke und Spannung), die Leistung eines Elektromotors messe.


    (Beim Verbrenner kann ich auch das Drehmoment und die Drehzahl an der Kurbelwelle messen und daraus die Leistung berechnen, macht man nur eher selten; Bugatti hat z.B. eine Anzeige der Momentanleistung in seinen Fahrzeugen.)

    der Zähler in der Säule, der geeicht ist, der sitzt aber nicht am Ausgang der Säule zum Auto, sondern der sitzt am Eingang der Säule, sprich alles was in der Säule an Verlusten [...]
    das nimmt der Zähler alles auf...

    Hast Du da evtl. mal einen Link zu? Das würde mich echt interessieren, da es mich so erstmal ziemlich überrascht. An der Tankstelle bezahle ich ja auch nicht den Strom für die Pumpen, da wird nur das bezahlt, was physisch von der Säule in den Tank fließt (klar, über den Preis zahl ich das da auch alles mit, aber es wird nicht gemessen).


    So adhoc hat meine Suche da nix ergeben, aber kann auch sein, dass ich Google mit den falschen Fragen gefüttert hab...


    Nachtrag: https://doc.hypercharger.it/do…ormer%20hypercharger_V1-5

    Seite 19: In Deutschland ist die Abrechnung von Ladevorgängen durch das Mess- und Eichgesetz (MessEG) geregelt. Die hypercharger Schnellladesäulen sind in Konformität mit diesem. Das Gesetz garantiert eine verbrauchsbezogene Kostenabrechnung für das Laden von Elektroautos, d.h. Nutzern wird nur exakt der Strom verrechnet, den sie effektiv laden.


    Also muss am Ausgang der Ladesäule gemessen werden, auch wenn ich die dafür vermutlich relevante Stelle im MessEG nicht finde.